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Licht- und Beleuchtungstechnik

Lichttechnik: Osram beleuchtet den Petersplatz in Rom

Heilig's Lichtle

13.11.2016

Osram profiliert sich als Spezialist für knifflige Beleuchtungsaufgaben. Nach der Sixtinischen Kapelle durfte das Unternehmen auch den riesigen Petersplatz ausleuchten – mit speziellen Anforderungen des Vatikan für nächtliche Bibelstunden.

Vor zwei Jahren konzipierte Osram eine LED-Beleuchtung für die Sixtinische Kapelle. Den Lichtspezialisten gelang ein bemerkenswerter Spagat: Die Ausleuchtung der Decken- und Wandgemälde von Künstlern wie Michelangelo und Botticelli bei gleichzeitiger Schonung der sensiblen Farbschichten aus dem 15. und 16. Jahrhundert. Nicht nur die Fachwelt zollte Osram Respekt. Der Vatikan war mit dem Lichtwerk so zufrieden, dass er den Konzern 2016 mit einer neuen Beleuchtungstechnik für den Petersplatz in Rom beauftragte. Vorgegeben war ein nächtliches Beleuchtungsniveau von bis zu 120 Lux. Die maximal 400.000 Besucher auf dem Petersplatz sollen sich auch bei abendlichen Feierlichkeiten sicher fühlen – und ohne Taschenlampe oder Kerzenlicht in der Bibel lesen können. Der Petersplatz ist zweigeteilt. Unmittelbar vor dem Petersdom liegt die trapezförmige, leicht abschüssige Piazza Retta. Daran schließt sich der ellipsenförmige Petersplatz an, der von den berühmten Bernini-Kolonnaden umgeben ist. Die Piazza Retta ist 12.300 m2 groß, der Petersplatz 35.300 m2. Insgesamt war eine Fläche von 47.600 m2 auszuleuchten.

Osram entschied sich für eine Sonderanfertigung des Modells Floodlight 20 LED. Rund um den Petersplatz wurden 132 LED-Leuchten mit Durchgangsverdrahtung und speziellen Steckverbindungen für die Verkabelung der Leuchten untereinander montiert. (Bilder der Montage: hier klicken)

Die Lichtfarbe ist 4000K (neutral-weiß). Das Licht soll die Säulenarchitektur und die Farben der Baumaterialien betonen, um den gesamten Platz bei nächtlicher Beleuchtung aufzuwerten. (Bilder der Beleuchtung: hier klicken) Eine Vorgabe des Vatikans bestand in der Reduzierung des Stromverbrauchs. Dafür nutzte Osram das Dali-Lichtmanagementsystem. Das Unternehmen gibt an, auf dem Petersplatz mit Dali eine Energieeinsparung von ca. 70 Prozent zu erreichen. Außerdem würden mit Dali ungewollte Lichtemissionen vermieden.

Bilder: Blick vom Petersdom auf den Petersplatz (mitte), Beleuchtung des Petersplatzes (unten) (Copyright: Governatorato SCV – Direzione dei Musei) (Bildergalerie hier klicken)


Autor
Name: Jürgen Winkler