
Energieeffizienz
EU verbietet 230-Volt-Halogenlampen
Seit 1. September dürfen keine 230-Volt-Halogenlampen mehr an den Handel ausgeliefert werden. Warum gibt es das Verbot? Ist es sinnvoll? Wo muss man alte Halogenlampen entsorgen?
Konnte der Stromverbrauch durch die Leuchtmittelverbote reduziert werden?
Gemäß den EU-Vorgaben muss Deutschland bis 2020 ca. 3,5 Terawattstunden Energie pro Jahr einsparen. 2015 lag der Verbrauch bereits 3 Terawattstunden unter dem Wert von 2008. Dieser Rückgang wird auch mit dem Glühlampenverbot begründet.
Allerdings sinkt der private Stromverbrauch nur bei Leuchtmitteln. Insgesamt steigt der Verbrauch pro Haushalt unvermindert an. Dieser Effekt wird auf den sich ständig erhöhenden Ausstattungsgrad mit elektronischen Geräten sowie die immer stärkere Vernetzung der Technik zurückgeführt. Smart Home erfordert beispielsweise permanenten Standby-Betrieb aller angeschlossenen Geräte, was die Maßnahmen zur Senkung des Stromverbrauchs konterkariert.
Wo entsorge ich alte Halogenlampen?
Kleine Mengen aus Privathaushalten oder Kleingewerbe nehmen die Recyclinghöfe entgegen. In Berlin können z. B. bei der Berliner Stadtreinigung (BSR) bis zu 20 Lampen abgegeben werden.
Für Onlinehändler und stationäre Händler organisiert der gemeinnützige Retourlogistiker Lightcycle die Rücknahme von Leuchtmitteln (ab 50 Stück).
Das Elektro-Altgeräte-Gesetz (ElektroG) verpflichtet Händler unter bestimmten Voraussetzungen zur Rücknahme von Elektro-Altgeräten. Kann ich alte Halogenlampen mit der Post an den Händler zurückschicken?
Der Versand mit der Post ist aus Sicherheitsgründen nicht gestattet. Alte Halogenlampen müssen in kommunalen Recyclinghöfen oder in Sammelstellen von Lightcycle abgegeben werden. Letztere können z. B. Filialen von Flächenmärkten wie Saturn oder Mediamarkt sein.
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