Alternative Beleuchtungslösungen für Windenergieanlagen (WEA)
DC-Netze bieten Vorteile
Beleuchtungen für Windenergieanlagen (WEA) sind heute in der Regel noch nicht optimal konzipiert. Möglicherweise schaffen hier DC-Netze für die Kleinspannungskreise der LED-Beleuchtung Abhilfe?
Gegen den Einsatz von Kleinspannungskreisen gibt es von Seiten der Anwender immer wieder Vorbehalte, da die Spannung im Schaltungskreis nach DIN VDE 100-520 nicht mehr als 5 % abfallen darf. Diese Vorbehalte lassen sich allerdings einfach entkräften:
In der Norm wird empfohlen, den Spannungsfall in Beleuchtungskreisen auf 3 % zu begrenzen. Beim Einsatz konventioneller Leuchtmittel ist diese Anforderung berechtigt; außerdem dann, wenn der Verbraucherkreis unmittelbar von einem öffentlichen Netz versorgt wird. Für den Fall von LED-Beleuchtung in einer WEA ist der Spannungsfall aber nachweislich von untergeordneter Relevanz.
Für Stranglängen über 100 m, die in WEA die Regel sind, ist in der Norm bereits eine Ausnahme beschrieben, die über die vorgegebenen Grenzen von 3 % bzw. 5 % hinausgeht.
In LED-Leuchten sind üblicherweise Treiberschaltungen mit einem weiten Eingangsspannungsbereich im Einsatz, die den Betrieb der LED-Leuchtmittel sicherstellen, auch wenn die Versorgungsspannung erheblich abfällt.
Diese genannte Vorschrift unter Punkt 525 der Norm ist anders als weitverbreitet aufgefasst, keine MUSS-Anforderung an den Schaltkreis. Die Formulierung ist eindeutig: „Der Spannungsfall […] sollte […] nicht größer als die in Tabelle G.52.1 genannten Werte sein.“ Dass die Angaben zum Spannungsfall Empfehlungen sind, hat der VDE auf Anfrage bestätigt.
Somit hat der Planer alle Möglichkeiten, ein funktionstüchtiges Beleuchtungssystem zu erstellen, mit allen Vorteilen, die Kleinspannungskreise für die LED-Beleuchtung mit sich bringen.
Autor: M. Braun
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Bild 1: Wechselstromkreis mit DC-Notversorgung (links) und Gleichstrom-Beleuchtungsstrang (rechts) (Bild: ep)

