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Elektrosicherheit | Inf.- und Kommunikationstechnik | Veranstaltung

Bundesnetzagentur: Warnung vor Billigkäufen

Ausstellung zeigt gefährliche Elektrogeräte

18.07.2017

Der Onlinehandel blüht. Doch viele Verbraucher verdrängen, dass zuverlässige Elektrogeräte nicht für wenig Geld zu bekommen sind. Oft bergen diese Billigimporte gravierende Sicherheitsmängel und dürften in Deutschland nicht verkauft werden.

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Dabei soll die Ausstellung nicht nur Verbraucher sensibilisieren. Die Bundesnetzagentur informiert ebenso über ihre Aufgaben im Bereich Marktüberwachung, über den Schutz des Frequenzspektrums, die CE-Kennzeichnungspflicht sowie die Zusammenarbeit mit verschiedenen Behörden und Institutionen auf nationaler und europäischer Ebene.

Hoher Preis für Billigkäufe

Auch Einbaustrahler aus China werden in Deutschland vertrieben, für nur ein Zehntel des Preises einer Markenlampe. Was der preisbewusste Konsument nicht ahnt: das Billignetzteil in der Lampe kann Störfrequenzen erzeugen. Außerdem besteht die Gefahr des Wärmestaus im Gehäuse und damit Brandgefahr. Dafür kostet das Teil aber auch nur 2,50 Euro.

Woran viele Verbraucher leider nicht denken: Sicherheit kostet. So geht der ZVEI (Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V.) davon aus, dass bei den Unternehmen mindestens 15 Prozent der Herstellungskosten eines elektrotechnischen Produkts für die Einhaltung von Sicherheitsanforderungen anfallen. Bei Einhaltung aller gesetzlichen Anforderungen wird es noch teurer. Seriöse Hersteller verlangen deshalb eine funktionierende Marktüberwachung. Nur mit Verkaufssperren und Rückrufen kann man Billiganbietern die Chance auf den schnellen Gewinn vermasseln. 

Aktionsplattform für sichere Produkte

Da eine vollständige Marktüberwachung bei der Vielzahl elektrotechnischer Produkte unmöglich ist, hat der ZVEI eine Plattform ins Leben gerufen. Wird dem Verband ein auffälliges Gerät gemeldet, unterrichtet er die zuständige Gewerbeaufsicht. Die Behörde verfolgt den Fall dann weiter. 

Datenbank "Gefährliche Produkte in Deutschland"

Besorgte Konsumenten können sich in einer Datenbank der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) informieren. Dort werden Produktrückrufe, Produktwarnungen, Untersagungsverfügungen und sonstige Informationen zu gefährlichen Einzelprodukten veröffentlicht. Aktuell sind dort 106 Elektrogeräte und -zubehör sowie 22 Leuchten gelistet.

(*) Die Ausstellung der Bundesnetzagentur ist noch bis zum 18. August 2017 am Sitz der Bundesnetzagentur zu sehen.
Der Eintritt ist frei. Ort: Bundesnetzagentur, Tulpenfeld 4, 53113 Bonn. Danach wird die Ausstellung in Berlin zum Tag der offenen Tür der Bundesregierung (27./28. August 2017) im Bundeswirtschaftsministerium (Scharnhorststraße 34-37, 10115 Berlin) gezeigt.


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Autor
Name: Lana Geißler