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Drehfeldprüfung an einem Leistungsschalter, Bild: Benning
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+++ News +++ Jubiläum für Spannungsprüfer

75 Jahre Duspol - das Original seit 1948!

03.04.2023

Duspol - Der Markenname gilt seit Jahrzehnten im Elektrohandwerk als Synonym für einen zweipoligen Spannungsprüfer. Das Erfolgsrezept: Zeitgemäßes Entwickeln, eine hohe Fertigungsqualität und der Anspruch, jedes Produkt vom VDE Prüf- und Zertifizierungsinstitut zertifizieren zu lassen. Seit der Markteinführung 1948 verkaufte sich der Duspol millionenfach. Nicht ohne Grund, wie ein Blick auf seine einzigartige Erfolgsgeschichte zeigt.

Bereits in den 30iger Jahren hielten viele neue Elektrogeräte und elektrische Maschinen Einzug in den privaten und industriellen Bereich. Als die drei amerikanischen Wissenschaftler Bardeen, Brattain und Shockley 1947 den Transistoreffekt entdeckten, begann die Entwicklung der Mikroelektronik. Damit ergaben sich auch neue Anforderungen an Reparatur, Service oder Wartung elektrischer Geräte. Das einfache Prüfen einer Spannung mit den bis dahin üblichen Prüflampen (an/aus) reichte nun häufig nicht mehr aus. Benning stellte sich 1948 dieser Herausforderung und entwickelte mit dem Duspa das weltweit erste industriell in Serie gefertigte Prüfgerät zur Feststellung der Spannungsfreiheit. Ein kleines, handliches Gerät ermöglichte von nun an das sichere Prüfen von Spannungen im Bereich von 110 V bis 750 V AC/DC. Ausgangspunkt war die Erfindung einer Tauchspul-Pegelanzeige. Sechs Jahre später, im Jahre 1954 integrierte das Unternehmen in den Duspol N eine Phasen- und Polaritätsanzeige, der der Spannungsprüfer seinen bis heute gültigen Markennamen verdankt. In den darauffolgenden Jahrzehnten war der Duspol N als Spannungsprüfer konkurrenzlos erfolgreich. Es folgten Redesigns 1967 (schwarz) und 1975 (orange), die das Gerät weiter verbesserten und an die praktischen Anforderungen des sich stetig wandelnden Arbeitsumfeldes anpassten. Das 1975 entwickelte orange Gerät  wurde zu einem begehrten Bestseller. Die Fertigung lief parallel zur weiterentwickelten Produktlinie noch bis 2003. In den Folgejahren kamen verstärkt auch Kleinspannungen in der Industrie- und Nachrichtentechnik zum Einsatz. Benning reagierte und schuf mit dem 1981 eingeführten Duspol E erstmals die Möglichkeit, Kleinspannungen ab 15 V mittels LEDs anzuzeigen. Dabei kam zur Lastzuschaltung ein großflächiger Taster zur Anwendung. 1991 setzte die Firma mit dem Duspol S erneut Maßstäbe. Bislang war es nur möglich gewesen, mit dreipoligen Geräten eine Drehfeldrichtungsprüfung im Drehstromnetz durchzuführen. Die Ingenieure lösten das Problem mit einer genauso einfachen wie genialen Idee. Sie stellten über den Handgriff eine kapazitive Kopplung gegen Erde her. Entstanden war ein weltweit neues Messverfahren. Passend zu dieser neuen Messmethode setzte der Hersteller auf die zu diesem Zeitpunkt moderne LCD-Technik, um die Drehfeldrichtung sowie die einpolige Phasenanzeige darzustellen. Nun konnten auch erstmals die Grenzwerte der Kleinspannung 50 V AC/ 120 V DC über LED angezeigt werden. Das System kann von nun an, dank der hohen Schutzart IP 65, bedenkenlos in staubigen und feuchten Umgebungen eingesetzt werden. Als Weiterentwicklung im Gehäuse des Duspol S entstand der Duspol digital – der erste voll digitale Spannungsprüfer des Herstellers. Nun war es zusätzlich möglich, Spannungen stufenlos ab 1,5 V zu messen.
2003 folgte der nächste Meilenstein: Mit der Markteinführung des Duspol digital plus wurden die Anforderungen der ersten international verbindlichen Norm für Spannungsprüfer (IEC 61243-3) in vollem Maße umgesetzt. Zwei großflächige Drucktaster (Zweihandbedienung), über die die Lastzuschaltung erfolgt, verhindern eine Berührung der zweiten Spitze während der Messung. Aufgrund der unterschiedlichen Marktanforderungen integrierte das Unternehmen in diese Gehäusereihe erstmals eine komplette Produktfamilie, wahlweise mit Tauchspul-Pegelanzeige, LED-Stufenanzeige, LC-Display oder entsprechenden Kombinationen. Sogar eine Solarzelle zur Stromversorgung hielt Einzug. Vibrationsalarm, Prüfstellenbeleuchtung und akustische Signale kommen ebenfalls zum Einsatz und haben sich bis heute millionenfach bewährt. Heute gelten hohe Systemspannungen von bis zu AC 1.000 V  und DC 1.200 V  bei Photovoltaik-, Windkraftanlagen und Elektro-/Hybridfahrzeugen als Maßstab für Spannungsprüfer. Die heutige Duspol-Generation erfüllt die Anforderungen aus vielen Bereichen der Industrie und der erneuerbaren Energien. Sie übertrifft die in der aktuellen EN-Norm geforderten Kriterien an Gehäuse- (IP 65) und Überspannungsschutz (CAT IV 600 V).
Alle bis heute bewährten Charakteristika findet man je nach Ausführung in der aktuellen Gerätefamilie. Parallel dazu sind viele neue Funktionen integriert, wie z. B. die Widerstands-/ Frequenzanzeige, die Diodenprüfung, das Echteffektivwert-Messverfahren (TRUE-RMS). Der berührungslose Kabelbruchdetektor gilt bei Spannungsprüfern als weltweit einmalig. Im Design zeigt der heutige Duspol seine Herkunft. Die angenehm runde Form des früheren Duspol N wurde wiederaufgenommen. Eine zweite, teilgummierte Gehäusekomponente sorgt für eine rutschfeste Handhabung und eine sichere Bedienung. Das vergrößerte Anzeigenfeld ist gewohnt übersichtlich und in der Praxis gut und schnell ablesbar. Alles in allem: „Der beste Duspol den es je gab!“

Bilder

Die Historie des zweipoligen Spannungsprüfers Duspol seit 1948. Bild: Benning