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Prämie für E-Autos

150.000 Interessenten, 936 Käufer

19.07.2016

Trotz 4.000 Euro Prämie bleibt die Nachfrage nach E-Autos bescheiden. Profitiert hat ein Modell, das vorher schon beliebt war.

Am 2. Juli schaltete das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) die Onlineanträge für die E-Auto-Prämie frei. In den ersten Tagen wurden 150.000 Anträge heruntergeladen. Das Interesse am Kauf eines E-Autos ist also vorhanden – theoretisch. Praktisch muss man erst mal kleine Brötchen backen. Bis 14. Juli wurden 936 Anträge auf die Prämie eingereicht. An der Spitze der Verkaufscharts zwischen 2. und 14. Juli steht der Renault Zoe. 184 Mal wurde er mit Prämie verkauft. Er war allerdings schon vorher der Liebling der deutschen (und europäischen) E-Auto-Käufer. Die 4.000 Euro sind hier ein gern genommenes Handgeld für einen Pkw, den man sowieso kaufen wollte. Etwas abgeschlagen folgt der BMW i3 mit 127 Kaufanträgen. Danach wird es bei E-Autos sehr übersichtlich: 32: Kia Soul EV
28: Nissan Leaf
18: Nissan e-NV200
18: Mercedes-Benz B 250e
15: Peugeot iOn
15: VW e-Golf
11: Citroën C-Zero
5: Renault Kangoo ZE
4: Peugeot Partner Electric
3: Smart Fortwo ED
3: VW e-up!
3: Citroën Berlingo Electrique
1: Mitsubishi i-MiEV Auch bei Hybridautos sind die Zahlen durchwachsen: 80: BMW 225xe
54: Mitsubishi Outlander Plug-in Hybrid
18: Toyota Prius Plug-in Hybrid
18: BMW 330e
16: Mercedes-Benz C 350e
15: Audi A3
4: Volvo D6 Twin Engine Plug-in Hybrid Das Ziel, bis 2020 eine Million elektrisch angetriebene Autos (reine E-Autos und Hybridautos) auf Deutschlands Straßen zuzulassen, wurde von der Bundesregierung still und leise eingedampft. Nun gilt eine neue Zahl: 500.000. Privat vor Firma, Süd vor Ost Die meisten Anträge stellten Privatkäufer (636). Für Dienstwagen sind elektrisch angetriebene Autos noch nicht so interessant. Auch die E-Auto-Offensive der Behörden auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene muss erst noch anlaufen. Wenig überraschend verteilen sich die Privatkäufer in Deutschland nach dem Einkommensgefälle: Bayern liegt mit 258 Anträgen vor Baden-Württemberg (170). Bescheidener ist das Kaufverhalten in Mecklenburg-Vorpommern (10) und Sachsen-Anhalt (9). Hier muss der gute alte Benziner noch ein paar Jahre rollen. Alles außer Tesla Tesla taucht in der Statistik nicht auf. Die Kaufprämie wird nur für Neuwagen bis zu einem Listenpreis von 60.000 Euro gezahlt. Der günstigste Tesla ist ca. 15.000 Euro teurer. Anfang 2018 soll das Model 3 von Tesla für einen Listenpreis von ca. 31.000 Euro auf den Markt kommen. Ideal für die Prämie – wenn sie nicht genau zu diesem Zeitpunkt auslaufen würde. In Verbindung stehende Artikel:
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Autor
Name: Jürgen Winkler