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LED-Lichtsteuerung von Ikea
Schwedischer Möbelriese greift Philips an

Das Hue-System von Philips gilt als Vorreiter der smarten Beleuchtung. Jetzt will Ikea den Markt für intelligente Lichtlösungen aufrollen. Die Schweden positionieren ihre Tradfri-Serie als preiswerte Alternative zu Philips.

Ikea Tradfri

LED-Lampen Tradfri (Bild: Ikea)

Mit Uppleva, einer Heimkinoanlage mit integriertem HDTV-, DVD- und Blu-ray-Player sowie einem Soundsystem, versuchte der Möbelgigant Ikea 2012 in den heiß umkämpften Markt der Unterhaltungselektronik einzusteigen.

In zahlreichen Tests konnte der Ikea-Fernseher jedoch nicht überzeugen. Nur vier Jahre später nahm der Möbelkonzern Uppleva aus dem Sortiment und zog sich aus dem Heimelektronikmarkt zurück.

Lichtfarbe veränderbar

Nun möchte der Möbelunternehmer im Smart-Home-Markt mitmischen – nach Expertenmeinungen ein junger Markt mit großem Wachstumspotenzial. Nach einer Testphase in zunächst vier europäischen Ländern bietet Ikea sein Smart-Lighting-System unter dem Namen Tradfri nun auch in Deutschland an.

Die Tradfri-Lampe sieht aus wie ein gewöhnliches LED-Leuchtmittel. Sie ist jedoch mit einer Funktechnologie ausgestattet und kann per App oder Fernbedienung gesteuert werden. So lassen sich Farbe und Intensität des Lichts bestimmen. Der Farbton des Lichts ist in drei Stufen von kalt bis warmweiß veränderbar. Das Licht lässt sich von stark und klar bis weich und sanft dimmen.


Tradfri-Starterset mit Gateway (Bild: Ikea)

 

Nicht kompatibel zu Hue

Im Gegensatz zu Philips verzichtet Ikea bei Tradfri auf ein Gerät als Kommunikationszentrale. Alles, was man für die Installation der Tradfri-Lampen braucht, sind ein WLAN-Zugang und ein Smartphone.

Die smarten LEDs von Ikea arbeiten wie Philips Hue mit dem ZigBee-Funknetz. ZigBee bildet energieeffiziente Mesh-Netzwerke, über die sich Geräte drahtlos miteinander verbinden lassen. Über die Tradfri-App wird das System per Plug-und-Play-Prinzip installiert. Obwohl beide Anbieter ZigBee nutzen, sind die Tradfri-Lampen nicht mit dem Hue-System kompatibel.

Preiswerte Alternative mit reduzierten Funktionen

Das Tradfri-Starterset mit Fernbedienung kostet 24,99 Euro. Für das Set mit Gateway inklusive Lampen verlangt Ikea 75,00 Euro. Einzelne Leuchten werden für 9,99 Euro bzw. 19,99 Euro verkauft. Die Lampen gibt es für die Fassungen GU10, E14 und E27. Darüber hinaus wird eine Reihe weiterer Produkte wie etwa Bewegungsmelder und Lichtpaneele angeboten.

Grundvoraussetzung für die Hue-Nutzung von Philips ist eine sogenannte Bridge, eine kleine Steuerzentrale, die direkt an einen WLAN-Router angeschlossen wird. Zum Vergleich: Das Hue-Starterset, bestehend aus der Bridge und zwei weißen Leuchtmitteln, kostet 79,95 Euro. Einzeln kann eine weiße Lampe für 19,95 Euro erworben werden. Farbige Leuchten gibt es ab 34,99 Euro.

Tradfri arbeitet nach demselben Prinzip wie Philips Hue. Anders als beim schwedischen Produkt lässt sich die Lichtsteuerung von Philips per Stimmanweisungen regeln, ohne Fernbedienung und Smartphone. Das Smart-Home-Set von Philips ist außerdem mit Sprachassistenten wie Google Home und Amazon Alexa verknüpft. Diese Schnittstelle bietet Ikea für Tradfri nicht an.

 

Vergleichstest zwischen Ikea Tradfri und Philips Hue (Video: MieMas)

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