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Elektrotechnik | Messen und Prüfen

Wiederholungsprüfung von Beleuchtungsstromkreisen

ep3/2008, 2 Seiten

Bei der Sicherheitsprüfung ortsfester elektrischer Anlagen kam die Frage auf, wie Beleuchtungsstromkreise bei der Wiederholungsprüfung zu messen sind. In vielen Fällen hört man dazu von Sachverständigen die Aussage, dass dies im Einzelfall vor Ort entschieden werden muss. Oftmals wird auch überhaupt nicht gemessen, was ich für unverantwortlich halte. Schließlich kann sich der Isolationswiderstand eines solchen Stromkreises im Laufe der Zeit verschlechtern (Alterung der Leitung) oder durch mechanische Einflüsse (Beschädigung der Leitung) eine Grenzwertunterschreitung erfahren. Aus Gründen des Brandschutzes und der möglichen Personengefährdung ist diese Messung aus meiner Sicht unbedingt erforderlich. Aufgrund der eingesetzten Vorschaltgeräte (konventionell oder elektronisch) ist laut der Norm DIN VDE 0100-610 hierfür eine Halbierung der Messspannung auf DC 250 V möglich, um Beschädigungen zu verhindern. Eine Schleifenwiderstandsmessung bestätigt dabüber hinaus die Abschaltbedingung des Stromkreises. Warum gibt es zur Wiederholungsprüfung von Beleuchtungsstromkreisen scheinbar keine einheitliche Festlegung? Wieso werden Beleuchtungsstromkreise bei der Sicherheitsprüfung als weniger wichtig angesehen, was physikalisch für mich überhaupt nicht begründbar ist?


   

Autor
  • M. Kammler
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