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Elektrotechnik | Installationstechnik

Temperatur der Schütze in Verteilungen

ep10/2006, 2 Seiten

Bei einem unserer Kunden wurden alle Stromverteilungen thermografiert, um Fehlerquellen wie gelockerte Anschlussverbindungen, heiße Bauteile usw. frühzeitig zu erkennen. Dabei wurde unter anderem festgestellt, dass sich alle Schütze (so genannte Heizungsschütze) vom Typ Siemens 5TT3 965 (Ub 380 V, AC1 20 A, AC3 5,5 kW) signifikant erwärmen. Da die Schütze unterschiedlich belastet und in fast allen Verteilungen eingebaut sind, handelt es sich um die Schützspulen, die 80°C heiß werden, was die Thermogramme eindeutig belegen. Bei aneinander gereihten Schützen erreichen die Spulen sogar Temperaturen von 85 - 87°C. Alle steckbaren Berührungsschutzkappen (Einzel- und Gruppenmontage) weisen aufgrund der hohen Temperaturen farbliche Veränderungen an den Seiten auf. Da dies bei mehreren hundert Schützen der Fall ist, scheint es sich um die hier „normale Betriebstemperatur“ zu handeln. 1. Welche Temperatur ist für elektrische Bauteile in Verteilungen maximal zulässig? 2. Ist eine Temperatur von 80°C an den Schützspulen zu hoch, so dass die Schütze ausgetauscht werden müssen, oder besteht Bestandschutz? 3. Bleibt der Bestandschutz bestehen, wenn die Verteilungen erweitert oder defekte Bauteile ausgetauscht werden?


   

Autor
  • W. Hörmann
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