Elektrotechnik
Security 2002 in Essen: Sicherheit steht weiter hoch im Kurs
ep10/2002, 1 Seite
Elektropraktiker, Berlin 56 (2002) 10 794 Branche aktuell Integrierte Konzepte mit Elektronik und Mechanik Der Trend bei der Sicherheit geht weiter in Richtung integrierte Schutzkonzepte mit Mechanik und Elektronik. Aber auch verschiedene Elektronik-Systeme wie Einbruchmeldeanlagen, Zutrittskontrolle und Video wachsen weiter zusammen und werden immer leistungsfähiger. Dabei spielen Biometrie und neue Übertragungstechniken eine ebenso zunehmende Rolle wie Ortungssysteme für Fahrzeuge, Personen und Gegenstände, eine verbesserte Sprengstoff-Detektion oder die vielfältigen Möglichkeiten der Informations- und Kommunikationstechnik. Videotechnik in der Brandfrüherkennung Brandschutz- und Brandmelde-Einrichtungen werden auf der Messe in einem noch größeren Umfang gezeigt, wobei die Videotechnik zunehmend auch in der Brandfrüherkennung zum Einsatz kommt. Kriminal- und Katastrophenschutz-Technik, Informationsschutz, Spezialfahrzeuge, Nahverteidigungsmittel, persönliche Ausrüstungen, Dienst- und Schutzbekleidung sowie Planung und Ausbildung sind weitere Schwerpunkte. Funk-Alarmsysteme und Videokameras haben sich etabliert und werden in einem verdichteten Angebot vorgestellt. Begleitender Kongress mit über 80 Fachvorträgen Mit 14 verschiedenen Themenschwerpunkten und über 80 Fachvorträgen ist der begleitende Kongress einer der größten Veranstaltungen dieser Art im deutschsprachigen Raum. Er soll wertvolle Anregungen zur Optimierung und Ökonomisierung betrieblicher Sicherheit liefern sowie aktuelle Trends und Entwicklungen aufzeigen. Der Kongress verbindet die auf der Messe ausgestellte Produktpalette mit den Erfahrungen aus der betrieblichen Praxis. Neu im Programm ist der Architektentag unter dem Motto „Sicherheit und Ästhetik“. Er versucht, die scheinbar unvereinbaren Ansprüche von Sicherheit und Ästhetik zusammenzuführen. Profilierte Architekten, die das Thema Sicherheit kreativ bearbeiten, präsentieren in Essen ihre Lösungen. Neue Aufteilung nach Themenschwerpunkten Die Security setzt mit ihrer um 8 % auf insgesamt 65000 m2 vergrößerten Ausstellungsfläche weiter auf Wachstum. Es werden 930 Aussteller aus 30 Nationen vertreten sein. Allein die Ausstellerbeteiligung aus Großbritannien ist um 15 % auf 50 Anbieter mit zwei Gemeinschaftsständen in den Hallen 1 und 3 gewachsen. Außerdem sind Anbieter aus den USA (Halle 10) und Taiwan (Halle 1 und 2) mit großen Gemeinschaftsständen dabei. Zum ersten Mal präsentieren sich Aussteller aus Italien und Korea in Form von offiziellen Landesbeteiligungen. In diesem Jahr steht auch die neue Halle 3 im Westbereich des Messegeländes zur Verfügung. Mit der Flächenerweiterung kommt die Messe Essen dem Wunsch vieler Unternehmen nach vergrößerten Ausstellungsflächen nach. Die neue Aufteilung der Messehallen nach Themen-Schwerpunkten bietet mehr Transparenz für die Besucher. Security 2002 in Essen Sicherheit steht weiter hoch im Kurs Vom 8. bis 11. Oktober öffnet die Security in Essen erneut ihre Tore. Die Weltmesse für Sicherheit präsentiert sich auf größerer Fläche mit erweitertem Angebot. Die Security setzt mit ihrer um 8 % auf insgesamt 65000 m2 vergrößerten Ausstellungsfläche weiter auf Wachstum. In diesem Jahr steht auch die neue Halle 3 im Westbereich des Messegeländes zur Verfügung. Foto: Messe Essen Um 5,3 % ist der Umsatz für elektronische Sicherheitstechnik in Deutschland im Jahr 2001 gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Dies gab Dr. Helmut Rieche, Sprecher des Fachverbandes Sicherheitssysteme im ZVEI bei der Jahrespressekonferenz in Frankfurt am Main bekannt. „Das Wachstum ist zufrieden stellend und liegt im oberen Bereich des Durchschnitts der vergangenen Jahre“, sagte Rieche. Brandmelde- und Videotechnik mit großen Zuwächsen Die Entwicklung in den einzelnen Marktsegmenten sei sehr unterschiedlich verlaufen. Während in den Bereichen Brandmeldetechnik (plus 13,1 % auf 0,72 Mrd. Euro) und Videotechnik (plus 15,9 % auf 0,16 Mrd. Euro) erhebliche Zuwächse verbucht werden konnten, gingen die Umsätze im Bereich der Zutrittskontrolle um 2,6 % auf 0,15 Mrd. Euro zurück. Der Markt für Einbruchmeldetechnik stagnierte bei 0,59 Mrd. Euro. Videoüberwachung von Kriminalitätsschwerpunkten Bernd Seibt, Vorsitzer des Fachverbandes, beklagt die mangelnde Umsetzung der Gesetzgebung zur Videoüberwachung von Kriminalitätsschwerpunkten im öffentlichen Raum. Mit der Novellierung des Bundesdatenschutzgesetzes und der entsprechenden Landesgesetze in den meisten Bundesländern seien jedoch Voraussetzungen geschaffen worden, den aktuellen Erfordernissen besser entsprechen zu können. Nach einer Erhebung des Fachverbandes Sicherheitssysteme sind in Deutschland derzeit in 13 Städten 82 Kameras zur Überwachung von Kriminalitätsschwerpunkten im Einsatz. Momentan planen nach der Umfrage rund 30 Städte und Gemeinden in Hessen und Brandenburg den Einsatz der Videoüberwachung. Elektroakustische Notfallwarnsysteme Nach Ansicht von Claus-Peter Sterling, Vorsitzer der Leistungsgemeinschaft Beschallungstechnik im ZVEI, wird der Selbstrettung von Menschen im Brandfall bislang nicht genügend Aufmerksamkeit geschenkt. Abhilfe könnten so genannte elektroakustische Notfallwarnsysteme (ENS) schaffen, die im Brandfall durch gespeicherte Sprachdurchsagen direkte Anweisungen für das Verhalten der betroffenen Personen liefern. „Herkömmliche Signale zum Beispiel durch Sirenen werden im Brandfall häufig nicht richtig interpretiert oder sind zu unspezifisch“, betont Sterling. Der Einbau solcher Anlagen ist nach Angaben Sterlings in zahlreichen Ländern vorgeschrieben, beispielsweise in den USA bei Gebäuden, die sieben oder mehr Stockwerke haben. ENS sind dort regulärer Bestandteil des Brandmeldesystems. In Deutschland gäbe es seit 1998 mit der DIN EN 60489 eine Norm, die die Anforderungen an ENS festlegt. Hierzulande bestehe damit jetzt „dringender Handlungsbedarf für klare gesetzliche Regelungen für den Einsatz und die Ausführung solcher Notfallwarnsysteme“. Einzelne Marktsegmente entwickeln sich sehr unterschiedlich Elektronische Sicherheitstechnik
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