Skip to main content 
Fachplanung | Elektrotechnik

Planung und Realisierung von einfachen EIB-Projekten

ep9/2000, 5 Seiten

Die Lernsoftware "easy starter for instabus EIB" erleichtert den Einstieg in das EIB System. Mit ausgewählten Produkten kann der Umgang mit dem EIB für die Anwendungen Beleuchtung und Jalousie erlernt und geübt werden. Das mit der Software erlernte und geübte Wissen ist beim Umgang mit der ETS (EIB-Tool-Software) nutzbar. Einfache Projekte lassen sich so auch von Einsteigern schnell beherrschen.


Der „easy starter for instabus EIB“ ermöglicht ein einfaches, grafisch unterstütztes Üben mit ausgewählten instabus EIB-Produkten. Der Einstieg in die Parametrierung des EIB mit der ETS wird damit erleichtert. Der Warenkorb mit Binärausgängen, Jalousieschaltern, Dimmern, Lastschaltern, verschiedene Tastern und Zeitschaltuhren bietet einen klar definierten Anwendungsbereich zur Übung. Der „easy starter“ führt an die EIB-Tool-Software heran und wird zweisprachig, in deutsch und englisch, gemeinsam mit einer ETS-Demo Light angeboten. Für 300 Leser des ELEKTROPRAKTIKERS besteht die Möglichkeit, dieses Softwarepaket auf einer kostenlosen CD-ROM zu erhalten (s. hierzu am Ende des Beitrages). 1 Installation der Software Wenn die Autostartfunktion des CD-ROM Laufwerkes aktiviert ist, startet das Programm selbständig. Sollte die Autostartfunktion abgeschaltet sein, muss aus dem Startmenü der Punkt „Ausführen“ angeklickt werden - anschließend das Feld „Durchsuchen“. Nach Wahl des CD-ROM Laufwerkes, wird „setup.exe“ aktiviert. Schließlich wird zwischen der deutschen und der englischen Version gewählt. 2 Anlegen eines Projektes Zu Beginn wird ein Projekt angelegt. Beispielsweise könnte ein Raum definiert werden, der eine Ausschaltung, eine Wechselschaltung und eine Jalousieschaltung beinhaltet. Das Projekt wird angelegt, indem aus dem Dateimenü der Unterpunkt „Neu“ ausgewählt wird. Anschließend klickt man mit der rechten Maustaste auf die Karteikarte des vorgegebenen Raumes „Raum1“ und wählt den Menüpunkt „Neuer Raum“ (Bild ); worauf ein Fenster eingeblendet wird, in das der Raumname eingetragen wird. Hier wird beispielsweise der Name „Wohnzimmer“ eingetragen (Bild ). Zusätzlich ist Platz um einen ergänzenden Kommentar unterzubringen. Nachdem auf „OK“ gedrückt wurde, steht die neue Karteikarte Gebäudesystemtechnik Planung und Realisierung von einfachen EIB-Projekten J. Lermer, G. Luber, Regensburg Die Lernsoftware „easy starter for instabus EIB“ erleichtert den Einstieg in das EIB System. Mit ausgewählten Produkten kann der Umgang mit dem EIB für die Anwendungen Beleuchtung und Jalousie erlernt und geübt werden. Das mit der Software erlernte und geübte Wissen ist beim Umgang mit der ETS (EIB-Tool-Software) nutzbar. Einfache Projekte lassen sich so auch von Einsteigern schnell beherrschen. Dipl.-Inform.(FH) Josef Lermer und Dipl.- Ing.(FH) Georg Luber sind Mitarbeiter der Siemens AG, Regensburg. Autor Nach dem Start erfolgt die Benennung des Raumes Neben der Raumbezeichnung ist auch Platz für Kommentare „Wohnzimmer“ zur Verfügung. Hier werden die erforderlichen Produkte platziert. 3 Aufbau der Grundschaltung Dazu ist der Gerätekatalog einzublenden. Entweder, indem in der Werkzeugleiste auf das weiße „K“ geklickt wird, oder über das Menü „Ansicht“=> Gerätekatalog. Um an die Produkte zu gelangen, werden die Untermenüs durch Anklicken der „+“-Zeichen im Fenster aufgeklappt. Hier steht die Produktpalette zur Verfügung (Bild ). Als erstes wird im Beispiel ein Zweifach-Schaltaktor für das Licht ausgewählt . Man findet ihn unter „Zusammengesetzte Geräte“ in der letzten Zeile. Er heisst „Schaltausgang UP562 + Taster 2-fach“. Nun wird mit der linken Maustaste auf diese Zeile geklickt und das Gerät rechts vom Katalogfenster auf einen freien Platz im Raum „Wohnzimmer“ gezogen. Automatisch öffnet sich ein Eingabefenster (Bild ). Hier wird ein Name für das Gerät vergeben. Als nächstes könnte ein Jalousieaktor ausgewählt werden. Dieser wird in der Rubrik „Zusammengesetzte Geräte“ => „Jalousieschalter UP 520 + Taster 2 fach“ gefunden. Auch dieser Aktor wird im Beispiel im „Wohnzimmer“ platziert (Bild ). Das nun folgende Ausblenden des Kataloges geschieht durch Anklicken des Schließsymbols am rechten oberen Rand des Gerätekatalogfensters. Die beiden Geräte kann man beliebig im Raum anordnen. Dies geschieht durch Anklicken (linke Maustaste) des Produktpiktogrammes und anschließendem Verschieben mit gedrückter Maustaste. Sensoren (Wippen) sind gelb dargestellt; Aktoren (hier Relaiskontakte) sind grün gekennzeichnet. Beide sind „softwaremäßig vorverdrahtet“. Gebäudesystemtechnik Im Gerätekatalog erfolgt die Auswahl der Komponenten Per Mausklick wird das gewünschte Gerät in den Raum übertragen Auswahl eines Jalousieaktors Diese „Softwareverdrahtung“ wird nun ergänzt, um zu den gewünschten Schaltungen zu kommen. In Bild sind die Produktpiktogramme neu angeordnet worden. Nach Klicken auf das rechte gelbe Feld des Jalousieaktors (rechte Tasterwippe) wird die Maustaste erst nach Ziehen zum schaltenden Aktor wieder losgelassen. Im Beispiel ist dies das linke grüne Aktorfeld des Schaltausganges. Während der Bewegung der Maus wird somit die „Softwareleitung“ mitgezogen. Um Fehler auszuschließen, kann man diese nur an geeignete Aktorfelder „anschließen“. Bild zeigt, wie das rechte Sensorfeld - im Bild mit „Wr“ (Wippe rechts) bezeichnet - mit dem Aktorfeld „A“ (Kanal A) des Schaltausganges verbunden ist. Sieht man sich das Ergebnis der Verknüpfung an, so wird der Jalousieschalter vor Ort geschaltet - mit der linken Wippe. Die rechte Wippe „Wr“ des Jalousieschalters schaltet den Kanal A des Schaltausganges. Dieser wird auch von der linken Wippe „Wl“ des Schaltausganges angesteuert. Dies ist die Wechselschaltung. Der Kanal B ist der Aktor der Ausschaltung. Dieser wird von der rechten Wippe „Wr“ geschaltet. 4 Ändern und Erweitern der Schaltung Jetzt könnten diese Schaltungen in Betrieb gesetzt (siehe Punkt 8) werden. Denkbar ist es aber auch, einen Dimmer nachzurüsten und damit die Änderungsmöglichkeiten, die Easy-Starter bietet, auszuprobieren. Sokönntezum Beispielmitderrechten Wippe des Schaltausganges und der rechten Tasterwippe des Dimmers ein Wechselschaltung aufgebaut werden. Mit der linken Wippe des Dimmers soll nun der Aktorkanal B des Schaltaktors UP 562 geschaltet, sprich eine Ausschaltung projektiert werden. Um die weiteren Assistenten - neben der bisher benutzten „Freien Verbindung“ kennenzulernen, ist dies ein sehr guter Versuch. Um einen Dimmer einzufügen, blendet man den Gerätekatalog wieder ein. Dieser befindet sich im Menü „Ansicht“ (Bild ). Es wird unter „Zusammengesetzte Geräte“ verblieben und der Dimmer UP 525 ausgewählt. Dieser muss angeklickt und die Maustaste festgehalten werden. Es folgt das Hinüberschieben in das „Wohnzimmer“ und das Loslassen. Jetzt erscheint wieder ein Fenster mit den Geräteeigenschaften. Hier wird ein Name vergeben, z.B. Orientierungslicht. Die eingebaute Leuchtdiode der Wippe UP 243 ist nun dauernd eingeschaltet. Der Gerätekatalog wird wieder ausgeblendet und das Fenster geschlossen (Bild ). 5 Trennen von Verbindungen Nach dem erneuten Anordnen der Gerätepiktogramme könnte der Bildschirm wie in Bild dargestellt aussehen. Nun soll die vorgegebene Verbindung am Dimmer 525 aufgetrennt werden. Dazu wird die Leitung angeklickt, welche direkt nach oben zum Aktorkanal A führt. Diese wird zum einen gestrichelt gekennzeichnet, zum anderen färbt sie sich rot. Mit Betätigung der Taste „Entfernen“ öffnet sich das Fenster „Verbindungen löschen“. Mit der Option „Alle“ wird die vorgegebene Verbindung entfernt (Bild ). Ebenso wird mit der Verbindung verfahren, welche zum Kanal B des Schaltausganges UP 560 führt. Gebäudesystemtechnik Die Verdrahtung kann mit der Maus erfolgen Fertigestellte Verknüpfung im Wohnzimmer Bei Änderungen erfolgt der Einstieg wieder über den Menüpunkt „Ansicht“ Den jetzigen Zustand der Schaltung zeigt Bild . Die Wippen sowie der Aktorkanal A des Dimmers, die rechte Wippe und der Aktorkanal B des Schaltausganges sind nicht mehr verbunden. Nun besteht die Möglichkeit, neue Verbindungen aufzubauen. Für Einsteiger bietet sich hier die Arbeit mit dem Assistenten an. Um eine definierte Ausgangslage zu haben, wird einmal kurz in die freie Fläche des Raumes geklickt. 6 Aufbau neuer Verbindungen Zuerst wird mit der Maus das zweite Assistentenwerkzeug von links auf der Werkzeugleiste ausgewählt. Es stellt das Symbol einer Ausschaltung dar (Bild ). Nach dem Anklicken des Assistenten für die Ausschaltung wird man im Fenster „Informationen“ aufgefordert, den Aktorkanal anzuwählen. Im Beispiel wird der Aktorkanal B des Schaltausganges ausgewählt (Bild ). Anschießend erfolgt die Auswahl des Sensorkanals (Wippe). Hier wird im Beispiel die Wippe „Wl“ des Dimmers gewählt (Bild ). Jetzt soll eine Wechselschaltung aufgebaut werden. Die Aufgabenstellung lautet: Mit der rechten Wippe des Schaltausganges und der rechten Wippe des Dimmers ist der Aktorkanal A des Dimmers zu schalten und zu dimmen. Zu Beginn erfolgt die Auswahl des Piktogrammes für die Wechselschaltung in der Werkzeugleiste. Danach wird zuerst auf den Aktorkanal „A“ des Dimmers geklickt, dann auf den Sensorkanal „Wr“ und zuletzt auf den Sensorkanal „Wr“ des Schaltausganges. Jetzt müßte die Schaltung wie der Screenshot im Bild aussehen. 7 Geräteparameter ändern Da es sich bei EIB-Komponenten um mikroprozessorgesteuerte Produkte handelt, lassen sich über die Software noch weitere Parameter einstellen. Man kann z. B. die Gebäudesystemtechnik Elektropraktiker, Berlin 54 (2000) 9 760 Anordnung der Gerätepiktogramme Löschen von Verbindungen Aufgetrennte Verbindungen Einfügen eines Dimmers Eine Hilfefunktion steht über das Fenster „Informationen“ zur Verfügung 13 Beim Verbinden: Der Aktor wurde bereits angeklickt. Der Mauszeiger steht über dem der linken Dimmerwippe Relais der Schaltausgänge anzugsverzögern, abfallverzögern oder beides. Ebenfalls lassen sich diese durch „Umparametrieren“ als Zeitschalter nutzen. Im Folgenden wird dieser Vorgang dargestellt. Mit der rechten Maustaste wird auf den gewünschten Aktorkanal geklickt. Im Beispiel wurde auf den Kanal „B“ des Schaltausganges gedrückt. Aus dem erscheinenden Menü wird der Punkt „Eigenschaften“ ausgewählt (Bild ). Im daraufhin eingeblendeten Fenster „Kanaleigenschaften“ können dann diese Eigenschaften eingestellt werden. Das Fenster ändert sich entsprechend der eingestellten Betriebsart: Zeitschalter oder Normalbetrieb (Bilder und ). 8 Download der Projektdaten Nachdem das Projekt im PC erstellt ist, müssen die Verbindungsinformationen in die Geräte geladen werden. Jedes Gerät benötigt zwei grundsätzliche Informationen. Zum einen ist dies die sogenannte „physikalische Adresse“. Sie dient dazu, ein Gerät eindeutig zu identifizieren. Damit kann ein Gerät immer wieder im Bussystem angesprochen und gefunden werden. Der zweite Informationsblock beinhaltet die Projektdaten. Dazu gehören die Verbindungen mit den anderen Geräten am Bus und die Funktion, welche ausgeführt werden soll, z. B. Schalten oder Dimmen. Wenn diese Informationen in die Geräte geladen werden, spricht man von Laden oder Download. Zum Üben und Testen der Funktionen empfiehlt sich ein Werkstattaufbau, bei dem alle Testgeräte gleichzeitig angeschlossen sind. Dazu wird die grüne Busleitung von Gerät zu Gerät weitergeleitet indem jeweils die rote bzw. schwarze Ader der Busleitung über die rote bzw. schwarze Busklemme geführt werden. Die restlichen Adern der Busleitung sind für spätere Anwendungen reserviert und werden nicht benötigt. Die korrekte Funktion der Aktoren kann im Testaufbau entweder durch den Anschluss eines Verbrauchers oder durch Messen der Ausgänge überprüfen. Festlegen der physikalischen Adresse Nehmen Sie das am Bus angeschlossene Gerät zur Hand, welches eine physikalischen Adresse erhalten soll. Mit einem kleinen Schraubenzieher drücken Sie am Gerät die Lerntaste. Deren Position können Sie in der Bedien- und Montageanleitung des Gerätes nachsehen. Wenn die Taste gedrückt ist, leuchtet eine rote LED am Gerät auf. Im easy starter wird das Gerät, welches im Projekt vorgesehen wurde, entweder in der Geräteliste oder in der Raumdarstellung durch Anklicken mit der linken Maustaste markiert. Mit Drücken der rechten Maustaste klappt ein kleines Menüfenster auf. Hier wird die Maus zum Menüpunkt „Phys. Adresse laden“ und weiter nach rechts weiter zum Eintrag „Ohne Download“ geführt. Mit der linken Taste wird diese Funktion angewählt. Die physikalische Adresse wird ins Gerät geladen. Die LED erlischt. Im easystarter wird diese Aktion als erfolgreich quittiert, indem in der Geräteliste das rote „P“ grün wird. Damit das Gerät sicher wiedererkannt wird, sollte die Zählnummer auch auf das Gerät geschrieben werden. Der gesamte Vorgang muss nun für alle Geräte des Übungsprojektes wiederholt werden. Die physikalischen Adresse sollte in einem Projekt nicht mehr verändert werden. Ist dies aber dennoch erforderlich, kann dies durch Wiederholden des Vorgangs erfolgen. Download der Projektdaten Alle Geräte haben jetzt eine physikalische Adresse. Nun wird mit der gedrückten linken Maustaste im Menü „Datei“ die Funktion „Download“ - „Download der Änderungen“ ausgewählt. Der Download beginnt. Die Geräte werden der Reihe nach geladen. Den Erfolg ist in der Geräteliste daran zu erkennen, dass die roten Download „D“ auf Grün schalten. Der Vorgang kann einige Minuten dauern. Sobald der Download beendet ist, wurde das EIB-Projekt in Betrieb genommen. Die am PC projektierte Funktion ist jetzt mit den Geräten nachvollziehbar. Immer dann, wenn am PC eine Veränderung im Projekt vorgenommen wird, schalten sich die veränderten Geräte wieder auf „Rot“. Durch Wiederholen dieses Downloadvorganges können Änderungen in der Installation übertragen werden. Gebäudesystemtechnik Elektropraktiker, Berlin 54 (2000) 9 761 Download über Internet: www.siemens.de/installationstecnik. Eine CD-ROM mit der easy starter-software und vielen wertvollen Zusatz-Tools wird von Siemens gegen eine Schutzgebühr von 15 Euro abgegen. Darüber hinaus gibt es eine Starter-Set (easy Software mit ausgewählten EIB-Geräten) für 840,- Euro. Infos unter (0 91 31) 7-43833 Für ep-Abonennten stehen 300 kostenlose CD-ROM bereit. Bestellen Sie unter Fax-Nr.: (030) 421 51 251! INFO Bestellung Die Ausschaltung ist fertiggestellt: Aktorkanal B ist mit Wl des Dimmers verbunden Fertiggestellte Wechselschaltung Über das Menü Eigenschaften lassen sich die Geräte umparametrieren Fenster Kanaleigenschaften, Betriebsart Zeitschalter Fenster Kanaleigenschaften, Betriebsart Normalbetrieb

Autoren
  • J. Lermer
  • G. Luber
Sie haben eine Fachfrage?