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Betriebsführung | Betriebsorganisation

Offen für Neues

Wie Open Innovation neue Impulse ins Unternehmen bringt
ep10/2020, 2 Seiten

Bei der Suche nach neuen Ideen für Produkte und Dienstleistungen lohnt es sich, den eigenen Horizont zu erweitern. Daher nutzen Unternehmen heute den „Open-Innovation-Ansatz“, der aus Kunden und anderen Personen außerhalb des Unternehmens Partner auf dem Weg hin zu neuen Innovationen macht.


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Es geht um Innovationen. Um neue Produkte, neue Dienstleistungen. Kurzum: um Dinge, die anders sind als das Bestehende. Um Dinge, die neu sind. Da liegt es nahe, auch neue Wege zu beschreiten, um zu Innovationen zu gelangen. Und genau hier setzt Open Innovation (zu Deutsch: Offene Innovation) an. Auf der Webseite von The Oxford Review findet sich eine sehr schöne Definition darüber, was Open Innovation bedeutet:

Der Begriff „offene Innovation“ bezeichnet eine Situation, in der sich eine Organisation bei der Innovation (von Produkten, Dienstleistungen, Geschäftsmodellen, Prozessen usw.) nicht nur auf ihr eigenes internes Wissen, ihre eigenen Quellen und Ressourcen (wie z. B. ihr eigenes Personal oder Forschung und Entwicklung) stützt, sondern auch mehrere externe Quellen (wie z. B. Kundenfeedback, veröffentlichte Patente, Wettbewerber, externe Agenturen, die Öffentlichkeit usw.) nutzt, um Innovationen voranzutreiben.

Was darunter zu verstehen ist, macht die Abbildung 1 auf S. 774 deutlich. Während beim konservativen Vorgehen sich die Ideen und Einflüsse innerhalb der starren Grenzen des eigenen Unternehmens bewegen, öffnet Open Innovation diese Mauern und lässt Impulse von außerhalb in die bestehenden Abläufe einfließen. Stellt sich die Frage: wie kann das in der Praxis gelingen? Hier liefert die Publikation „Open Innovation im deutschen Mittelstand“ aus der Reihe „Karlsruher Hochschulschriften“ gute Ansätze, die auch für viele Unternehmen des Elektrohandwerks umsetzbar sein könnten. „Für die Umsetzung einer Strategie im Sinne des Open-Innovation-Ansatzes werden neue Instrumente und Methoden eingesetzt, um einen besseren Zugang zu Bedürfnis- und Lösungsinformation zu erhalten und somit die Effizienz und die Effektivität im Innovationsprozess zu steigern. Die Forschung in diesem Bereich hat dabei sowohl online-basierte als auch offline-basierte Methoden der Implementierung von Open-Innovation-Strategien hervorgebracht, die exemplarisch aufzeigen sollen, wie Open Innovation konkret in Unternehmen umgesetzt werden kann“, so die Wissenschaftler. Genannt werden:

Bild 1: Beim konservativen Vorgehen (li.) bewegen sich die Ideen und Einfl

  • Lead-User-Methode

Unter Lead-Usern versteht man trendführende Kunden bzw. Nutzer. Sie sind hinsichtlich ihrer Anforderungen und Ansprüche anderen Kunden/Nutzern sozusagen „einen Schritt voraus“. Daher macht es in besonderer Weise Sinn, Lead-User in den Innovationsprozess einzubinden. Hier besteht die Chance, frühzeitig künftig allgemeine Kundenbedürfnisse zu identifizieren und Marktentwicklungen und Marktrisiken abzuschätzen. Durch die enge Einbindung und Zusammenarbeit mit Lead-Usern kann im Produktentwicklungsprozess der Qualitätsaspekt frühzeitig und nachhaltig profitieren.


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Beim konservativen Vorgehen (li.) bewegen sich die Ideen und Einfl

Autor
  • U. Weber
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