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Elektrotechnik | Schutzmaßnahmen | Blitz- und Überspannungsschutz

Metallene Schornsteine

ep7/2004, 2 Seiten

Bei der Modernisierung der Sanitärund elektrischen Anlagen in unserem etwa 12 m hohen Wohngebäude ohne Blitzschutzanlage wurden je Treppenaufgang vier metallene Schornsteine installiert, die durch Stecken zusammengesetzt sind und das Dach um etwa 1,5 ... 2 m überragen. Diese Schornsteine waren nach Abschluss der Modernisierungsmaßnahme weder geerdet noch mit dem Hauptpotentialausgleich verbunden. In den Installationsschächten, die in unmittelbarer Nähe parallel zu den Schornsteinen angeordnet sind, wurden Potentialausgleichsverbindungen zu den Wohnungsverteilern hergestellt. Das nachträgliche Einbeziehen in den Hauptpotentialausgleich konnte ich durchsetzen, nicht jedoch die Blitzschutzerdung der Schornsteine. Nach Aussage des für die Modernisierungsmaßnahme zuständigen Planungsbüros ist laut Berliner Bauordnung eine Blitzschutzerdung des Schornsteins (gemäß [1] analog Antennenmast) nur bei Gebäuden über 22 m Höhe erforderlich. Andere Vorschriften (z. B. VDE 0185) oder Expertenmeinungen könnten aus wirtschaftlichen Gründen nicht berücksichtigt werden. Hier nun meine Fragen: • Befreit die Bauordnung von Berlin tatsächlich von der Blitzschutzerdung der beschriebenen Schornsteine? • Darf, wenn erforderlich, die Erdung auch an den unteren Enden der Schornsteine erfolgen? • Können Zerstörungen an den Gasthermen durch Blitzeinschlag trotz des Fehlens der Blitzschutzerdung ausgeschlossen werden?


   

Autor
  • E. Hering
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