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Kurz informiert

ep8/2010, 1 Seite

50 Mio. Euro Förderung für Mittelstand, Hitzefrei im Betrieb?, Schadensmeldung per E-Mail zulässig, Innovationsanalyse erneuerbare Energien, Aus BG-Prüfzert wird DGUV Test


50 Mio. Euro Förderung für Mittelstand Leasing mit Fördermitteln der Europäischen Investitionsbank (EIB) bietet die VR Leasing kleinen und mittleren Unternehmen in Höhe eines Gesamtvolumens von 50 Mio. Euro an. Im Fokus der bis zum 31. Oktober 2010 gehenden Aktion stehen Investitionen ab 125000 Euro - z. B. für Maschinen, Medizintechnik und andere Investitionsgüter. Die VR Leasing übernimmt auch die komplette Förderabwicklung, und Zinsvorteile werden direkt an die Kunden weitergegeben. Förderkonditionen · für mittelständische Unternehmen mit weniger als 250 Mitarbeitern · Laufzeiten zwischen 48 und 60 Monaten. Das Angebot ist freibleibend. Die Mittel werden in der Reihenfolge der Vertragsabschlüsse vergeben. Nähere Informationen erhält man dazu bei den Volksbanken Raiffeisenbanken. Hitzefrei im Betrieb? Rechtlich hat diese Frage zwei Aspekte, so die D.A.S. Rechtsschutzversicherung: Die Arbeitnehmerrechte, die sich aus den Regelungen zum Arbeitsschutz ergeben, aber auch die Rechte des Arbeitgebers als Mieter von Gewerberäumen gegenüber dem Vermieter. Zum Wärmeschutz und Arbeitsschutz. Maßgeblich hierfür ist die 2004 neu gefasste Arbeitsstättenverordnung. Sie besagt, dass Arbeitsstätten so einzurichten sind, dass von ihnen keine Gefahr für Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten ausgeht. Konkreter wird die im Juni 2010 in Kraft getretene Technische Regel für Arbeitsstätten ASR A3.5 „Raumtemperatur“, die die frühere Arbeitsstättenrichtlinie „Raumtemperatur“ ersetzt. Darin wird darauf hingewiesen, dass der Arbeitgeber schon beim Errichten der Arbeitsstätte auf das Einhalten der baurechtlichen Regelungen über den sommerlichen Wärmeschutz zu achten hat. Eine gesundheitlich zuträgliche Raumtemperatur liegt danach vor, wenn die Wärmebilanz des Körpers ausgeglichen ist. In Arbeitsräumen, aber auch z. B. in Pausen-, Sanitär-, Kantinenräumen, darf eine Raumtemperatur von 26 °C nicht überschritten werden. Betragen die Außentemperaturen über 26 °C, sind nach Punkt 4.4 der Technischen Regel je nach Situation - Schwere der Arbeit, Arbeit mit Schutzkleidung, besonders gefährdete Arbeitnehmer wie Schwangere - geeignete Hitzeschutzmaßnahmen zu ergreifen. Dies gilt zwingend, wenn die Raumtemperatur 30 °C überschreitet. Werden gar 35 °C überschritten, ist der Raum laut Gesetzgeber ohne spezielle Schutzmaßnahmen nicht mehr als Arbeitsraum geeignet. Schadensmeldung per E-Mail zulässig Ein Unternehmen darf in seinen Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) eine Schadensmeldung per E-Mail nicht ausschließen. Das Beharren auf der Schriftform sei unzulässig, urteilten die Richter am Oberlandesgericht (OLG) Köln. In diesem Fall, worauf auch die Rechtsanwaltskanzlei Dr. Damm & Partner verweist, ging es um die AGB des Dienstleisters DHL. Diese schlossen Reklamationen ihrer Kunden, deren Pakete beschädigt oder nicht ausgeliefert wurden, per E-Mail oder Fax aus. Man forderte dafür die Schriftform - einen Brief. Doch diese Klausel sei nicht zulässig, so das Urteil der Richter am OLG Köln - Az.: 3 U 160/09. Sie gaben damit dem Verbraucherzentrale Bundesverband (Vzbv) Recht, der gegen die einschlägigen AGB-Klauseln geklagt hatte. Begründung: Im entsprechenden Gesetzestext werde für Reklamationen die Textform verlangt; damit seien E-Mail und Fax als Medium auch möglich. Innovationsanalyse erneuerbare Energien „Die erneuerbaren Energien haben seit ihrer Markteinführung nicht nur quantitativ eine stürmische Entwicklung erlebt, sondern auch aus technologischer Sicht Fortschritte erzielt, die noch vor zehn Jahren kaum absehbar waren“, bilanziert Jörg Mayer, Geschäftsführer der Agentur Erneuerbaren Energien. Auslöser dieser erfolgreichen Entwicklung seien planbare, günstige Rahmenbedingungen wie das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) oder die Zuschüsse für regenerative Heizanlagen aus dem Marktanreizprogramm (MAP). Dadurch wurden beeindruckende technische Lernkurven und Kostensenkungen möglich. Darauf verweist auch eine neue Analyse zur „Innovationsentwicklung der Erneuerbaren Energien“ unter www.unendlich-vielenergie.de, die im Juli veröffentlicht wurde. Darin wird etwa am Beispiel der Windenergie deutlich, dass sich die mittlere Anlagenleistung binnen 20 Jahren mehr als verzwölffacht hat - von knapp 165 kW im Jahr 1990 auf gut 2000 kW im Jahr 2009. Zugleich sank der Preis pro erzeugter kWh um mehr als die Hälfte. Die Photovoltaik (PV) verzeichnet ebenso deutliche Preisrückgänge: Im Jahr 1990 lagen die Systemkosten für PV noch bei 14000 Euro/kW, Ende 2009 wurden nur noch etwa 3000 Euro für die gleiche Leistung bezahlt. Die Wirkungsgrade der Solarzellen verbessern sich zugleich kontinuierlich, der Energieverbrauch für die Herstellung der Module sinkt. Heute läge die energetische Amortisationszeit einer durchschnittlichen Dachanlage samt aller Systemkomponenten bei etwa 3,5 Jahren. Auch die PV wäre mittlerweile technisch in der Lage, zur Spannungsstabilisierung im Netz beizutragen. Bereits zur Intersolar 2010 konnte der Bundesverband Solarwirtschaft Positives zum Stellenwachstum in der PV-Branche vermelden (Bild ). Aus BG-Prüfzert wird DGUV Test Seit dem 01.07.2010 heißt das BG-Prüfzert (Berufsgenossenschaftliches Prüf- und Zertifizierungssystem) DGUV Test. Es umfasst die 19 Prüf- und Zertifizierungsstellen der Träger der gesetzlichen Unfallversicherung. Über 300 Experten testen hier auch Arbeitsmittel hinsichtlich Gesundheitsschutz und auf sicherheitstechnische Mängel. Nicht nur Herstellern bietet die Prüfung die Möglichkeit, ihre Produkte vor dem Verkauf zu verbessern, sondern auch die Einkäufer der Betriebe erlangen durch die Kennzeichnung von Arbeitsmitteln mit dem DGUV-Test-Zeichen mehr Sicherheit für ihre Mitarbeiter. Pro Jahr stellen die Prüf- und Zertifizierungsstellen etwa 3500 Zertifikate aus. Auch die Internetadresse ist neu: www.dguv.de/dguv-test. BETRIEBSFÜHRUNG Elektropraktiker, Berlin 64 (2010) 8 646 KURZ INFORMIERT 2009 2008 0 20 000 40 000 60 000 80 000 9 890 26 043 18 595 53 375 + 18,8 % 63 427 20 930 8 994 22 399 5 095 4 856 Anzahl der Stellen in der deutschen PV-Branche (vollzeitäquivalent) Zulieferer PV-Distributor Handwerker Hersteller Quelle: EuPD Research PV-Branche als Jobmotor - die Anzahl der Beschäftigten stieg im Jahr 2009 um 18,8 % im Vergleich zum Jahr 2008; allein im Handwerk um über 40 % im gleichen Zeitraum - so der BSW-Solar nach Angaben von EuPD Research

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