Innungen und Verbände
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Elektrotechnik
Jahreshaupttagung des LIV Niedersachsen/Bremen - Vorstand im Amt bestätigt
ep5/2007, 1 Seite
Eindrucksvolles Votum Eine eindrucksvolle Bestätigung erfuhr der Vorstand des Landesinnungsverbandes für Elektro-und Informationstechnik Niedersachsen/Bremen auf der Jahreshaupttagung in Stade (Bild ). Wiedergewählt wurden der Vorsitzende des Fachverbandes Karl-Heinz Bertram und sein Stellvertreter Thomas Rössing. Erneut zum Schatzmeister wählten die Delegierten Thomas Niesmann. Beisitzer blieben Friedhelm Triphaus und Wolfgang Kasten. Ebenfalls zum Vorstand des Landesinnungsverbandes gehören die Vorsitzenden der Landesfachbereiche. Wiedergewählt wurde Hermann Scholing für den Landesfachbereich Elektrotechnik und Heinz-Arthur Kleiske für den Fachbereich Informationstechnik. Einen Wechsel gab es im Elektromaschinebau: Von Helmut Koloska, der nicht wieder kandidierte und zum Ehrenlandesfachbereichsleiter gewählt wurde, übernahm Thomas Slaghekke dieses Amt. In der Mitgliederversammlung wurden die Delegierten auch über die Umsetzung des Kooperationsvertrages mit dem Schwesterverband Schleswig-Holstein informiert. Landesinnungsmeister Bertram berichtete unter anderem über die geplante stärkere Aufgabenabgrenzung zwischen den beiden Verbandsgeschäftsstellen, mit dem Ziel doppelte Tätigkeiten zu vermeiden. Warum Jugendliche heute so sind, wie sie sind In der gemeinsamen Tagung der Fachgruppen stand ein Vortrag von Prof. Thomas Ziehe (Leibniz Universität Hannover) zum Thema „Nachwuchskräfte in Lern- und Arbeitsprozessen“ im Mittelpunkt. Er wagte in seiner Rede eine Erklärung, warum Jugendliche heute „so sind, wie sie sind“. In einem durchaus auch humorvollen Streifzug führte Ziehe seine Zuhörer durch die Welt der Jugendlichen. So haben nach den Worten des Referenten Bilder und Soundtracks sehr früh sehr viel mehr Einfluss als Sprache und Texte. Den Kindern sei früher mehr erklärt worden. „Heute sagen sie: alles schon gesehen“. Hieß es früher „alles zu seiner Zeit“, gelte bei den Jugendlichen heute der Grundsatz „Alles zur gleichen Zeit“. Kritisch setzte sich Prof. Ziehe mit dem Trend auseinander, jederzeit eine „Parallelwelt betreten zu können“. Überspitzt könne man sagen, das „Soziale findet nur statt, wenn ich mir den Ohrhörer rausnehme“. Die jungen Leute seien in der Lage, mentale Eigenwelten zusammenzubauen. „Alles“, so der Referent, „was nicht mit dieser Eigenwelt kompatibel ist, erscheine fremd. So gebe es immer weniger Überlappung bei den Gesprächsthemen. 75-jähriges Bestehen der Elektro-Innung Stade Im Rahmen einer abendlichen Festveranstaltung gratulierte Landesinnungsmeister Karl-Heinz Bertram der Stader Elektro-Innung zum 75-jährigen Bestehen. Die Innung habe sich in den zurückliegenden Jahren und Jahrzehnten stets in die Arbeit des Landesinnungsverbandes eingebracht . ,,Wir danken Ihnen dafür, dass Sie die Arbeit unseres Fachverbandes mit Ideen und Initiativen und vielleicht auch mit Kritik bereichern“, so Bertram. Obermeister Dirk Thobaben erhielt aus den Händen des Landesinnungsmeisters eine Fahne mit dem Verbandszeichen der Elektro- und informationstechnischen Handwerke. Ehrungen Geehrt wurde in der abendlichen Festveranstaltung auch der bisherige Landesfachbereichsleiter für Elektromaschinenbau Helmut Koloska. Er habe es verstanden, nach außen und nach innen das Prinzip „Geschlossen sind wir stark“ zu verdeutlichen. In seine Amtszeit fielen nach den Worten des Landesinnungsmeisters die Schaffung der neuen Meisterverordnung im Jahre 2002 und die Änderung der Ausbildungsordnung im Jahre 2003. Neue Geschäftsfelder für das Elektromaschinenbauerhandwerk wurden geschaffen und es galt für Helmut Koloska, die Mitglieder der Landesfachgruppe davon zu überzeugen, hier einzusteigen. Bei der Auszeichnung mit der Goldenen Ehrennadel des Verbandes hob Bertram hervor, dass der Geehrte für Fairness, Toleranz, Bodenständigkeit und Gradlinigkeit stehe. Er sei ein wahrhafter Repräsentant seines Handwerks. Für seine 20-jährige Arbeit als Stader Obermeister wurde Dirk Thobaben ausgezeichnet. Er vertrete, so Karl-Heinz Bertram, die Interessen seiner Innung in einer ihm eigenen selbstbewussten, offenen Art und habe in den Gremien des Landesinnungsverbandes dank seiner Überzeugungskraft vielen Dingen die richtige Richtung gegeben. Elektropraktiker, Berlin 61 (2007) 5 370 BRANCHE AKTUELL Jahreshaupttagung des LIV Niedersachsen/Bremen Vorstand im Amt bestätigt Zu ihrer Jahrestagung trafen sich die Delegierten des Landesinnungsverbandes für Elektro- und Informationstechnik Niedersachsen/Bremen diesmal in Stade. Die dortige Elektro-Innung feierte ihr 75-jähriges Bestehen. Vorstand des LIV Niedersachsen/Bremen Von links: Thomas Niesmann, Karl-Heinz Bertram, Thomas Rössing, Wolfgang Kasten, Heinz Arthur Kleiske, Friedhelm Triphaus, Thomas Slaghekke, Hermann Scholing Zur Sicherung der Arbeits- und Ausbildungsplätze im Elektrohandwerk unterstützt der Fachverband Elektro- und Informationstechnik Baden-Württemberg einen Gesetzesentwurf zur Tariftreue, der derzeit in den Gremien des dortigen Landtags diskutiert wird. Danach sollen Bau- und Dienstleistungsaufträge der öffentlichen Hände nur noch an Unternehmen vergeben werden dürfen, die sich bei der Angebotsvergabe verpflichten, ihre Arbeitnehmer bei der Ausführung dieser Leistungen nach den jeweils in Baden-Württemberg für ihren Tarifvertragsbereich geltenden Lohntarifen zu entlohnen und diese auch bei ihren Nachunternehmern zu sichern. Der Fachverband hatte bereits 2001 eine Initiative des badenwürttembergischen Handwerkstags unterstützt, die an die damalige Landesregierung eine inhaltlich identische Forderung herangetragen hatte. Sie fand jedoch damals keine Zustimmung. Anders als z. B. Bayern, Niedersachsen oder Berlin verfügt Baden-Württemberg derzeit nicht über eine entsprechende Vergaberegelung. Dies führe dazu, so der Fachverband, dass immer mehr handwerkliche Dienstleister in das Bundesland drängten und die ortsansässigen Handwerksunternehmen zunehmend über ruinöse und von Lohndumping geprägte Preiskämpfe in ihrer Existenz bedrohten. Denn während vor allem Arbeitskräfte aus östlichen EU-Ländern bereits für Verrechnungssätze deutlich unter 10 /Stunde zu bekommen seien, müssten badenwürttembergische Handwerksunternehmen vor allem in Ballungsräumen oft mehr als 40 / Stunde verrechnen, um eine Kostendeckung zu erzielen. Fachverband Baden-Württemberg fordert Tariftreueerklärung bei Bauaufträgen EP0507-362-371 18.04.2007 14:28 Uhr Seite 370
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