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Innungen und Verbände | Veranstaltung | Elektrotechnik

Herbsttagung des LIV-Thüringen - Treffen des E-Handwerks

ep11/2008, 1 Seite

Kontakte pflegen, neue knüpfen und Fachinformationen austauschen: Gelegenheiten hierzu gab es sowohl auf der öffentliche Mitgliederversammlung als auch auf der begleitenden Fachtagung zu Photovoltaik, Solarthermie und Wärmepumpen.


dass es auch eine ganze Reihe von hocheffektiven Lampen gibt, deren Potential noch nicht ausgeschöpft ist. Der Einzug von moderner Elektronik in die Lichttechnik eröffnet dazu noch weitere Anwendungsbereiche und -möglichkeiten. Der Bildverarbeitung ist es zu verdanken, dass die Licht- und Farbmesstechnik heute völlig neue Wege der Messung und Bewertung von Licht- und Farbsituationen ermöglicht. Dies hat einen spürbaren Einfluss auf die Qualität der Lichtprodukte und Beleuchtungsanlagen. Im Zeitalter des Computers und des Internets bieten sich auch für die Lichttechnik völlig neue Ansätze. So ist heute eine umfangreiche Berechnung von Licht-, Farb- und Beleuchtungssituationen möglich, die photorealistische Darstellungen ermöglichen. Auf dem Gebiet der Kfz-Beleuchtung wird intensiv für den Einsatz von Lampen geringer Leistungsaufnahme geforscht. Weiterhin wurden in Vorträgen neue Erkenntnisse zur Innenraumbeleuchtung der Kraftfahrzeuge und zur Blendungsbewertung neuartiger Scheinwerfersystem vorgestellt. Da Licht und Farbe eng zusammengehören, war es erfreulich, dass gleichzeitig zur Tagung eine Ausstellung „Rot, Grün, Blau - Experiment in Farbe und Licht“ stattfand, die sich an ein breites Publikum richtete und die Veranstaltung somit sinnvoll erweiterte. R. Baer Mitgliederversammlung Etwa 60 Fachkollegen begrüßte Landesinnungsmeister Rainer Müller am 11. September zur öffentlichen Mitgliederversammlung des Fachverbandes Elektrotechnik, Informationstechnik und Elektromaschinenbau Thüringen in der Landeshauptstadt Erfurt. In den einleitenden Ausführungen betonte er ganz besonders die Wichtigkeit des Zusammenhaltes der Unternehmer, da es beispielsweise nur organisierten Betrieben möglich sei, die Interessen gegenüber Politik und Wirtschaft wirkungsvoll durchzusetzen. Zudem sei es nur Mitgliedsbetrieben möglich, vom Spektrum der qualitativ hochwertigen Dienstleistungen der Innungen und Verbände zu profitieren. Auch ZVEH-Hauptgeschäftsführer Ingolf Jakobi schwor die Unternehmer auf die Bündelung der Ressourcen ein und verwies auf die Vorteile der Mitgliedschaft in der elektrohandwerklichen Organisation, sei sie schließlich auch eine der Voraussetzungen zur Nutzung der neuen E-Marke. Begleitet wurde die Mitgliederversammlung von drei Fachvorträgen sowie einer am darauf folgenden Tag stattfindenden Fachtagung zu Photovoltaik, Solarthermie und Wärmepumpen. Einblicke in die Berufsgenossenschaft Elektro Textil Feinmechanik vermittelte Ulrich Ehrt vom Vorstand der BGETF. Er referierte auch zur Reform der gesetzlichen Unfallversicherung, die im Juni mit dem Gesetz zur Modernisierung der gesetzlichen Unfallversicherung (UVMG) verabschiedet wurde. Das Gesetz sieht unter anderem vor, die Zahl der Berufsgenossenschaften bis Ende 2009 auf neun zu reduzieren. Die Zahl der Unfallkassen soll auf insgesamt 17 sinken. Wie Mitarbeiter mit einer Altersversorgung abgesichert und zugleich mehr an das Unternehmen gebunden werden können, das zeigte Peter Umkehr von der Münchener Verein. Die Versicherungsgruppe ist aus dem Handwerk entstanden und zähle heute Handwerksbetriebe, den unternehmerischen Mittelstand sowie Privatkunden zu den Mitgliedern. Welche neuen Leistungen VHV Versicherungen in ihrer Forderungsausfall-Versicherung der Baubranche bietet, erläuterte Dieter Sillmann, Gebietsdirektor Thüringen. Den Ausführungen nach hat das Versicherungsunternehmen seinen Ursprung in der Haftpflicht-Versicherungsanstalt der hannoverschen Baugewerks-Berufsgenossenschaft und sei eine der großen Spezialversicherer der Bauwirtschaft. Auszüge aus den Themen der Fachtagung Etwa 70 Fachkollegen fanden sich zu dieser Tagung ein und nutzten so die Möglichkeiten für Weiterbildung und Gespräche. Den Auftakt machte Dieter Rötters vom Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Technologie und Arbeit, der zu den neuen Regelungen durch das integrierte Energie- und Klimaprogramm der Bundesregierung sprach. Er erörterte die wesentlichen Ziele des Programms, die unter anderem auch vorsehen, bis 2020 den Anteil der erneuerbaren Energien an der Wärmeversorgung auszubauen, sodass dieser dann 14 % des deutschen Wärmeverbrauchs decken soll. Zugleich betonte Rötters in seinem Vortrag das Marktanreizprogramm des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU), in dessen Rahmen das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) hier Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien fördert. Ebenfalls ging Dieter Rötters auf das Gesetz zur Öffnung des Messwesens bei Strom und Gas für Wettbewerb ein, das das Messwesen im Energiewirtschaftsgesetz vollständig für den Wettbewerb öffnet und nun auch Möglichkeiten für das Handwerk bieten kann. Messstellenbetrieb und Messung waren bisher rechtlich bzw. faktisch weitgehend den Netzbetreibern vorbehalten. Ingo Rausch von Stiebel Eltron zeigte, dass Solarthermie und Wärmepumpen durchaus für Elektrofachbetriebe interessant sein können. Er verwies auch auf das Ergebnis einer Studie des Bielefelder SOKO-Instituts aus dem Jahr 2006, dem nach die Akzeptanz von Solarwärmeanlagen in der deutschen Bevölkerung ausgesprochen hoch sei. So rangiere Solarwärme mit 27,9 % ganz oben auf der Wunschliste von Hauseigentümern. Zu den Vorschriften und Normen für die Errichtung von PV-Anlagen sowie Blitz- und Überspannungsschutz referierte Volkmar Eulenstein von OBO Bettermann. Er informierte zu Trennungsabständen sowie äußerem und innerem Blitzschutz und hob hervor, dass besonders Fundamenterder häufig mangelhaft ausgeführt seien, sodass die Wirksamkeit der Erdungsanlage nicht immer zuverlässig gegeben ist. Das Messen und Prüfen dieser sei daher unabdingbar. Was bei der Anmeldung einer PV-Anlage zu beachten ist, das führte Enrico Scherf von der E.ON Thüringer Energie AG aus. Er ging auf Erfahrungen bei der Antragstellung ein, die zeigten, dass teilweise Unterlagen zu spät oder unvollständig eingereicht würden oder Widersprüche zwischen Datenerfassungsblatt, Anmeldung zum Netzanschluss und Übersichtsschaltplan sowie Unterlagen und Anlagenaufbau bestünden. Wichtig, so Scherf, PV-Anlagen müssen nun entsprechend EEG sowohl beim EVU als auch bei der Bundesnetzagentur angemeldet werden. Frank Eichhorn vom ZVEH befasste sich in seinem Referat mit den Themen Gewährleistung und spezielle AGB. Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) für die Tätigkeitsfelder Photovoltaik und Solarthermie sind vom Verband eigens für die Innungsbetriebe der Elektrohandwerke in Zusammenarbeit mit Rechtsanwälten formuliert worden und nun verfügbar. Elektropraktiker, Berlin 62 (2008) 11 955 Herbsttagung des LIV-Thüringen in Erfurt Treffen des E-Handwerks Kontakte pflegen, neue knüpfen und Fachinformationen austauschen: Gelegenheiten hierzu gab es sowohl auf der öffentliche Mitgliederversammlung als auch auf der begleitenden Fachtagung zu Photovoltaik, Solarthermie und Wärmepumpen. BRANCHE AKTUELL Otti-Fachforum Energieeffiziente Beleuchtung mit LEDs Der aktuelle Stand der LED-Technik ist das Thema beim Otti-Fachforum „Energieeffiziente Lichttechnik mit LEDs“, das am 21./22. Januar 2009 in Regensburg stattfindet. In dem breitgefächerten Programm berichten Referenten aus Industrie, Wissenschaft und Anwendung über Eigenschaften der anorganischen und organischen LEDs, über neue Einsatzmöglichkeiten sowie Entwicklungstendenzen und Forschungsergebnisse. Weitere Infos: www.otti.de

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