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Elektrotechnik | Messen und Prüfen

Gerätegehäuse für eine Fehleranalyse während der Prüfung öffnen

ep6/2008, 2 Seiten

Im Rahmen der Wiederholungsprüfung eines ortsveränderlichen Elektrowerkzeugs habe ich bei der Isolationswiderstandsmessung einen unüblich schlechten Wert (1,5 MOhm) gemessen und dann bei der mit der Schutzleiterstrommessung (2,3 mA) verbundenen Inbetriebnahme ungewöhnliche Laufgeräusche sowie Bürstenfeuer festgestellt. Trotzdem funktionierte das Gerät, soweit dies kurzfristig festzustellen war. Da ich die Prüfung trotz der noch ausreichend guten Messwerte nicht mit „bestanden“ abschließen und dies auch begründen wollte, habe ich einen Teil der Abdeckung entfernt, um der Ursache für die Geräusche usw. nachzugehen. Dabei zeigte sich eine erhebliche Verschmutzung der inneren elektrischen und mechanischen Teile, sodass eine gründliche und recht aufwändige Reinigung notwendig war. Als ich dem Kunden empfahl, mir den dafür nötigen Auftrag zur Instandsetzung zu erteilen, lehnte er meinen Vorschlag mit dem Hinweis auf die im Baumarkt relativ billig erhältlichen Geräte ab. Problematisch wurde es, als er sein Gerät im ursprünglichen, aus seiner Sicht noch gebrauchsfähigen Zustand zurück haben wollte. Jedoch funktionierte das Gerät nach dem von mir vorgenommenen Öffnen und Schließen der Abdeckungen nicht mehr so „gut“ wie vorher. Scheinbar hatte der in Bewegung geratene Schmutz sein Werk vollendet. Der Kunde verlangte daher, dass ich ihm ein gleichwertiges Gerät zur Verfügung stelle. Gibt es Festlegungen, die bei der Prüfung das Öffnen des Gerätegehäuses für eine Fehleranalyse vorschreiben?


   

Autor
  • K. Bödeker
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