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Fachplanung | Elektrotechnik

Fachplanung

ep9/2012, 1 Seite

Gebäudeautomation - Drei der Marktführer für EEBus; Labor-Impuls-Forum 2012; Brandschutz-Wegweiser der Siemens-Division Building Technologies; ZVEI zertifiziert Fachplaner für Multimedia-Kabelanlagen


692 Elektropraktiker, Berlin 66 (2012) 9 BRANCHE AKTUELL FACHPLANUNG Gebäudeautomation - Drei der Marktführer für EEBus Der Informationsaustausch zur Höhe des Energieangebots sowie des -verbrauchs im Bereich der Gebäudeautomation soll künftig einheitlich über das offene Vernetzungskonzept EEBus laufen. Die Kommunikation soll dabei sowohl zwischen den technischen Verbrauchsgeräten als auch mit der Energiewirtschaft erfolgen - dies haben drei der marktführenden Unternehmen der Gebäudeautomation (Busch-Jaeger, Gira und Jung) angekündigt. Parallel überlegen auch Unternehmen aus anderen Branchen, auf den EEBus zu setzen. Ungefähr 40 % des Energieverbrauchs in Deutschland entfallen auf den Gebäudebestand - u. a. für die Beleuchtung, das Heizen sowie für in Gebäuden laufende elektrische Geräte. Daraus ergibt sich ein erhebliches Einspar- und Lastverschiebungspotential. „Ohne unsere jetzige Einigung auf ein gemeinsames Vernetzungskonzept auf Basis des EEBus, das zudem Vorbild für ganz Europa sein sollte, sind die Klimaziele der EU nicht erreichbar“, meint Adalbert Neumann, Vorsitzender der Geschäftsführung von Busch-Jaeger. Europaweit sollen der Energieverbrauch sowie die Treibhausgas-Emissionen bis 2020 um 20 % gesenkt werden und der Anteil erneuerbarer Energien im gleichen Zeitraum auf 20 % sowie anschließend auch noch weiter steigen. Deutschland möchte diese Ziele sogar übertreffen. Angesichts dieser deutlichen Veränderungen muss der Energieverbrauch künftig viel besser auf die jeweils verfügbare Energiemenge abgestimmt werden. Schließlich ist nur recht schwer voraussehbar und damit planbar, wie stark der Wind weht oder die Sonne scheint. Deshalb müsse es möglich sein, an allen Verbrauchsstellen kurzfristig kommunizieren zu können, ob im Netz gerade ausreichend Energie verfügbar ist. Die zeitliche und mengenmäßige Steuerung des Energieverbrauchs erfolge z. B. über Preisänderungen. „Die Unternehmen der Gebäudewirtschaft können mit einem einheitlichen Vernetzungskonzept erheblich zu dieser dringend notwendigen Lastverschiebung beitragen“, erläutert Neumann. Die in den Gebäuden größtenteils bereits existierende Automatisierung könne dafür gezielt genutzt werden. Nach intensiver Prüfung mehrerer in Frage kommender Technologien entschieden sich die genannten Unternehmen für EEBus als Vernetzungskonzept, das umfassende Kommunikation zwischen Geräten ermöglichen soll - unabhängig von Art oder Hersteller der Geräte. Das EEBus-System wurde im Rahmen des von BMWi und BMU geförderten nationalen E-Energy-Projektes von dem Kölner Smart Energy Spezialisten Kellendonk Elektronik entwickelt. Es ist auf bestehenden Technologien aufgebaut und bietet eine vereinheitlichende Plattform für bereits vorhandene Insellösungen. EEBus beruht zudem auf Standards im In- und Ausland. Durch hohes Engagement von Peter Kellendonk werde auch eine internationale Normung angestrebt. Unabhängig von Gerätetypen, Energieversorgung oder bereits vorhandenen Konzepten der Gebäudeautomation verspricht EEBus problemlosen Informationsaustausch - zwischen einzelnen technischen Verbrauchsgeräten ebenso wie auch zwischen der Energiewirtschaft und deren Großkunden. ZVEI zertifiziert Fachplaner für Mulimedia-Kabelanlagen Der ZVEI will für interessierte Elektroplaner eine Möglichkeit schaffen, sich als ZVEI-geprüfter Fachplaner für Multimedia-Kabelanlagen zertifizieren zu lassen. Damit soll ein Qualitätsmerkmal geschaffen werden, um für Bauherren und Betreibern die Auswahl kompetenter Fachplaner zu erleichtern. „Die Planung von Multimedia-Kabelanlagen ist mehr als nur der normgerechte Transport von digitalen Daten. Datensicherheit, Verfügbarkeit, Flexibilität und Wirtschaftlichkeit stellen vielfältige objektspezifische Anforderungen, die bei einer erfolgreichen Planung von Multimedia-Kabelanlagen berücksichtigt werden müssen“, erklärt Hans-Jürgen Schneider, Vorsitzender des Arbeitskreises Elektroplaner der Arge. Gemeinsam mit dem Deutschen Institut für Breitbandkommunikation (dibkom) und Vertretern der Kabelindustrie will der ZVEI die Voraussetzungen und Inhalte für eine Zertifizierung verabschieden. Wesentlicher Bestandteil soll eine mehrtägige Fachschulung mit einem theoretischen und praktischen Teil sein. Dabei wird auf die relevanten Normen und Richtlinien eingegangen. Weitere Schwerpunkte sind die richtige Kabelauswahl und Hilfen für die praktische Umsetzung sowie Wirtschaftlichkeitsberechnungen. Nach dem Bestehen einer schriftlichen Prüfung wird dann das Zertifikat „ZVEI-geprüfter Fachplaner für Multimedia-Kabelanlagen“ verliehen. VERANSTALTUNGS-TIPP Labor-Impuls-Forum 2012 Termin: 18.-19. September 2012 Ort: Mercure Hotel, Airport Frankfurt/Kelsterbach Die Fortbildungsveranstaltung der Akademie für Fort- und Weiterbildung (AFW) thematisiert Planung, Bau, Einrichtung sowie auch Ausstattung von Forschungs-, Instituts- und Laborgebäuden. Sie bietet verlässliche, praxiserprobte Konzepte zur Synchronisation der Laboranforderungen mit der Planung. Es besteht die Möglichkeit, zukünftige Anforderungen mit Experten, Planern und Hersteller von Laboreinrichtung und -technik zu formulieren und zu diskutieren. Weitere Informationen und Anmeldung unter: www.labor-impuls-forum.de BUCH-TIPP Von der Siemens-Division Building Technologies gibt es jetzt das neue Fachbuch „Brandschutz-Wegweiser: Technischer Brandschutz und Brandschutzsysteme“. Als Ratgeber für die Praxis liefert es auf nahezu 300 Seiten Informationen und praktische Hilfestellungen rund um das Thema Brandschutz für Gebäude. Dieses Buch richtet sich an Brandschutzplaner, Bauleiter, Feuerwehren, Facility Manager und Brandschutzbeauftragte. Sowohl Neueinsteigern als auch erfahrenen Fachleuten und Experten bietet es einen Überblick über die rechtlichen, technischen und organisatorischen Aspekte des Brandschutzes und unterstützt sie bei der Auswahl und nachhaltigen Auslegung der Brandschutzsysteme. Es beginnt mit einer Einführung in das Konzept des integralen Brandschutzes. Darauf folgt eine umfassende Darstellung der Grundlagen der Brandmeldetechnik, einschließlich der Funktionsweise von Meldern und Brandmelderzentralen. Weitere Kapitel thematisieren u. a.: Alarmierung und Evakuierung, automatische Löschsysteme sowie Informations- und Gefahrenmanagement. Zudem wird eine Zusammenfassung der für Brandschutz relevanten Normen und Richtlinien (EN 54, DIN VDE 0833, VdS 2095), Symbole und Fachbegriffe sowie Tabellen mit Stoffwerten und Brennstoffklassen geboten.

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