Fachplanung
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Elektrotechnik
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ep11/2014, 1 Seite
Branche Aktuell 914 Elektropraktiker, Berlin 68 (2014) 11 Fachplanung OLG-Urteil Vorsicht bei Vereinfachungen zur HOAI Die HOAI ist ein komplexes Werk und viele Planer tun sich schwer damit, ihren Auftraggebern die Einzel heiten der Honorarabrechnung verständlich zu erläutern. Viel mehr suchen sie nach einfachen Lösungen. Dies birgt jedoch auch Risiken, warnt die ARGE Baurecht im Deutschen Anwaltverein (DAV). Folgenden problematischen Fall musste das Oberlandesgericht (OLG) Koblenz entscheiden: Der Architekt hatte „Pauschalver gütung in Höhe von 16 % der anrechenbaren Baukosten nach HOAI“ vereinbart. Das klang ein fach und plausibel, führte bei der Schlussrechnung dann aber zu einem Streit darüber, was unter „anrechenbaren Kosten“ zu ver stehen sei. Die damals noch geltende HOAI 1996 sah mehrere Möglichkeiten vor, die anrechenbaren Kosten zu ermitteln. Das OLG konnte nicht erkennen, welche dieser Möglich keiten konkret gemeint sein sollte, und entschied zum Schluss, dass nur die Mindest sätze verlangt werden dürfen (OLG Koblenz, Ur teil vom 25. Mai 2012; Az.: 10 U 754/11). Erhofft hatte sich der Planer allerdings ein Honorar im Bereich der Höchstsätze. Die aktuelle HOAI 2013 hat die Sache einerseits vereinfacht, da es nur noch die anrechenbaren Kosten der Kostenberechnung gibt. Andererseits soll bei Be standsbaumaßnahmen die mit zu verarbeitende Bausubstanz berücksichtigt werden. Und da bei komme es wieder zu Proble men, so die ARGE Baurecht. Sie rät deshalb, bei Fragen der Ver tragsgestaltung frühzeitig den Baurechtsanwalt zu konsultieren - damit der Planer zum Schluss auch tatsächlich zu seinem an gemessenen Honorar kommt. Infoblätter Wechselwirkungen im anlagentechnischen Brandschutz Aufgrund der großen Bedeutung sowie des Erfolgs von Lösungen des anlagentechnischen Brand schutzes müssen sich Brand schutzplaner und ausführende Unternehmen zunehmend mit den möglichen Wechselwirkungen zwischen den dabei eingesetzten Einzelsystemen beschäftigen. Viele Fragen aus der Praxis sind im Referat 14 der Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brand schutzes e. V. (vfdb) analysiert und in einer komprimierten Über sicht beschrieben worden. Für jedes gebräuchliche anlagen technische Brandschutzsystem wurde ein Datenblatt erarbeitet, das folgende Infos enthält: · Kurzbeschreibung der Funktion · wesentliche Normen zu dem jeweiligen Produkt und dessen Projektierung; · mögliche Eingangs- und Aus gangssignale; · Schnittstellenbeschreibung; · Angabe zu möglichen negativen Wechselwirkungen mit anderen Systemen. Sind in diesen Datenblättern Wechselwirkungen zu anderen Systemen benannt, ist anhand einer Matrix relativ schnell ables bar, mit welchem anderen System negative Wechselwirkungen auf treten können. In einem solchen Fall müssen die Beteiligten dann nach einer individuellen Lösung suchen. www.ref14.vfdb.de Bauindustrie kündigt BIM-Plattform an Im Vorfeld der 4. Sitzung der Re formkommission „Bau von Groß projekten“ in Berlin richtete sich der Präsident des Hauptverbands der Deutschen Bauindustrie, Prof. Thomas Bauer, mit dem folgenden Appell an alle Baubeteiligten: „Wir müssen die Digitalisierung des Bauens beschleunigen, um Großpro jekte schneller, sicherer und risikoärmer zu realisieren. Dazu ist die Implementierung von Building-Information-Modeling-Prozessen ein sehr wichtiges Element. Es ist höchste Zeit, die Effizienzpotentiale dieser Innova tion zu nutzen und die Prozesse in der Wertschöpfungskette Bau darauf auszurichten.“ Hierzu kündigte Prof. Bauer dann für November 2014 die Gründung der BIM-Plattform „Digitales Bauen, Planen und Betreiben“ an, welche sein Verband gemeinsam mit vielen Part nerverbänden der Wertschöpfungskette Bau - ins besondere Planer, Architekten und Baugewerbe - sowie mit der Initiative building SMART ange schoben habe. Auch der VBI (Verband beratender Ingenieure) beansprucht für sich auf seiner Internet-Seite, dass die BIM-Plattform aufgrund seiner Initiative formiert wurde. Sie solle als Projektträger des Bundes die Entwicklung von verbindlichen Standards und Normen zur Ein führung und Anwendung von BIM gewährleisten. Der VBI wolle da durch erreichen, dass auch künf tig kleine und mittlere Ingenieur büros an den unterschiedlichsten Projekten mitarbeiten können, ohne für jeden Auftrag in neue Software und entsprechende Mit arbeiterschulungen investieren zu müssen, erläuterte VBI-Vorstand Dr. Heinrich Best, der den VBI auch in der Reformkommission vertritt. Von dem Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt wurden vier BIM-Pilotprojekte anlässlich der Reformkommissonssitzung vor gestellt (nähere Informationen: www.bmvi.de/grossprojekte). Diese kämen aus Sicht der Planer jedoch zu früh und „wurden ohne unsere Mitwirkung ausgewählt und gestartet“, so Best. Um so wichtiger sei, dass die gemein same Plattform jetzt zügig an den Start gehe, um die Pilotprojekte langfristig begleiten zu können. Software-Tipp Planen von WLAN-Netzwerken Die neue Version 7.6 der Software Ekahau Site Survey dient als relativ schnelles und trotzdem genaues Hilfsmittel, um WLAN-Netzwerke professionell zu planen. Eine integrierte Multi-Netzwerk-Adapter-Unterstützung ermöglicht die Gebäudebegehung (Site Survey) innerhalb kurzer Zeit und dadurch eine zügige Ausleuchtung. Mit dem System können unterschiedliche Kanäle oder Kanalgruppen parallel gescannt werden. Die Messergebnisse stehen somit nach relativ kurzer Zeit für das gesamte 2,4- und 5-GHz-Band zur Verfügung. Es lassen sich bis zu drei Netzwerkkarten parallel betreiben. Auch die Planung für Shops und Gewerberäume ist möglich. Dabei können die Höhe von Wänden sowie die Wandmaterialien selbst bestimmt werden (z. B. für genaue Spezifikation von Ladenregalen), um hohe Vorhersagegenauigkeit zu der WLAN-Abdeckung in Geschäften und Lagerhallen zu gewährleisten. Speziell für Hotels und Einkaufspassagen die Option implementiert worden, Durchbrüche im Decken- und Bodenbereich einzufügen. So lassen sich Eingangshallen und Passagen im Atrium-Konzept nachbilden. Darüber hinaus stehen noch diverse weitere Funktionen zur Verfügung, die das Planen größerer WLAN-Netzwerke erleichtern. Zu beziehen ist die Software über: www.psiberdata.de Quelle: Psiber Data
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