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Fachplanung | Elektrotechnik

Fachplanung

ep12/2013, 1 Seite

ZBI fordert sofortige Evaluierung der HOAI; Seminar: Fachmeditation im Planungsprozess; Buch-Tipp: Green Building - Leitfaden für nachhaltiges Bauen; Software: Relativ schnell und einfach zu einer verlässlichen Baukostenaussage gelangen


Branche Aktuell 916 Elektropraktiker, Berlin 67 (2013) 12 Fachplanung ZBI fordert sofortige Evaluierung der HOAI Der Zentralverband der Ingenieurvereine (ZBI e. V.) fordert von der neuen Bundesregierung die sofortige Evaluierung der HOAI - mit dem Ziel, Beratungsleistungen unverzüglich wieder als Planungsleistungen in den verbindlichen Teil aufzunehmen. In den Novellierungen seit 2009 waren diese Beratungsleistungen nicht mehr verbindlich geregelt, was in der Praxis teilweise zu katastrophalen Auswirkungen bei vielen Ingenieuren als Auftragnehmer und Bauherren als Auftraggeber geführt hat. Zahlreiche Rechtsstreitigkeiten in diesem Zusammenhang führen außerdem zu erheblichen Belastungen der Justiz, die bei einer Rückführung der Beratungsleistungen in den verbindlichen Teil der HOAI vermeidbar wären. Problematisch sei, dass verbindliche Honorarsätze in der jetzigen HOAI ausschließlich bei Planungsleistungen vorgegeben sind. Deshalb hätten selbst die Bundesländer die Bundesregierung aufgefordert, innerhalb eines Jahres nach Inkrafttreten der letzten Novelle über die Entwicklung zu berichten und gegebenenfalls notwendige Anpassungsmaßnahmen bei Struktur, Leistungsbild, der Anrechenbarkeit nach Bausubstanz sowie der Regelung zur Objektüberwachung vorzuschlagen. Mit der heutigen HOAI sei keine Zukunftsfähigkeit gegeben, eine effiziente Fortentwicklung würde behindert. Eine dreidimensionale Prozessplanung, wie sie für Smart Building notwendig wird, sei nicht Bestandteil des Leistungsbildes und somit über die aktuelle HOAI nicht abgedeckt. Mit den genannten Forderungen zur HOAI steht der ZBI Seite an Seite mit den Ingenieurkammern des Bundes und der Länder, den anderen Ingenieurverbänden sowie dem AHO. Buch-Tipp Green Building - Leitfaden für nachhaltiges Bauen Ein energieeffizientes und nachhaltiges Bauen ist heute zur Pflichtaufgabe für Bauherren, Architekten und Planer geworden. Somit wird umfassendes Fachwissen zu effizientem Wärmeschutz, innovativen Fassaden, bedarfsgerechten Raumklimasystemen und auch nachhaltigen Materialien ebenso erwartet, wie auch zu energie- und ressourcensparenden Energieerzeugungssytemen. Dennoch wird am Markt immer noch eher sequentiell und nicht integral gedacht und geplant. Dieses Buch soll dabei helfen, die relevanten Einflüsse zu klären und auch den Blickwinkel für ökologische Gebäude insgesamt zu erweitern. Als Handbuch und Nachschlagewerk liefert es Planern und Architekten ebenso wie auch Gebäudebetreibern und Portfolio-Haltern Informationen darüber, wie bei Planung, Bau und Betrieb wirtschaftlich, energieeffizient und strategisch vorgegangen werden kann. Die Dokumentation prominenter Bauten, wie der des Spiegel-Verlagshauses in Hamburg, des Roche-Bürohochhauses in Basel oder der Deutschen Bank-Türme in Frankfurt, liefert architektonisch ansprechende Beispiele und detaillierte Lösungswege. Software Relativ schnell und einfach zu einer verlässlichen Baukostenaussage gelangen Mit dem „Baukostenberater Wohnungsbau“ des Anbieters sir Ados verfügen Architekten über eine vollkommen neuartige Planungssoftware für die Kostenermittlung nach DIN 276, die sie Schritt für Schritt in relativ kurzer Zeit bis zum Bauangebot führt. Bereits im Beratungsgespräch kann der Planer das gewünschte Haus mit Hilfe eines Abfragedialogs für den Bauherren zusammenstellen. Zunächst werden der Gebäudetyp (Einfamilien-, Zweifamilien-, Reihen- oder Mehrfamilienhaus) mit Angabe der Dachform und Geschossanzahl, die Konstruktionsart sowie die Ausstattung - inklusive Gebäudetechnik - ausgewählt. Durch die Möglichkeit, bis zu drei Gebäudevarianten anzulegen, lassen sich die Vor- und Nachteile der verschiedenen Gebäudetypen und Ausstattungen direkt im Akquise-Gespräch vergleichen. Die Gebäudekosten werden über Elemente berechnet und konform mit der DIN 276 ausgewertet. Die Elemente basieren auf den marktermittelten sir Ados-Baupreisen der Teilleistungspositionen und können auch sofort nach Leistungsbereichen ausgewertet werden. Anschließend erfolgt die Anpassung des Projekts an die individuellen Anforderungen des Bauherren durch Austausch sowie Bearbeitung von Elementen und Positionen. Die Gebäudeelemente enthalten bereits alle Bauteile und Anlagen bis zu ihren Teilleistungen. Ein Baukasten von alternativen Bauteilen und Anlagen aus der in der Software integrierten Datenbank unterstützt bei der schrittweisen Detaillierung und Anpassung. Dabei führt die Aktualität und Vielzahl der verlässlichen Daten bis auf Positionsebene zu einer relativ hohen Kostengenauigkeit für alle weiteren Planungen. Systematisch und nachvollziehbar kann der Planer das Projekt vom Kostenrahmen bis zur Kostenberechnung weiterentwickeln. Als letzten Schritt werden die aussagekräftige Projektübersicht und die Baubeschreibung nach Bauteilen ausgedruckt und dem Bauherren gleich nach dem Akquise-Gespräch zugesandt. Seminar: Fachmediation im Planungsprozess Der VBI (Verband beratender Ingenieure) hat mit dem Steinbeis-Beratungszentrum Wirtschafts-mediation einen Zertifikatslehrgang entwickelt, der speziell auf Moderation und Mediation in Projekten vorbereitet und für diese Aufgabe qualifiziert. Mediation kann eine wirksame und kostengünstige Alternative zur juristischen Auseinandersetzung sein, was diese Form der außergerichtlichen Streitbeilegung auch für recht komplexe Bauvorhaben interessant macht. Noch wesentlicher ist die Moderation widerstreitender Interessen, um eine Eskalation von Konflikten schon im Planungsprozess zu vermeiden. Planende und beratende Ingenieure verfügen aus vielen Projekten über die Erfahrung, wie mit Konflikten dieser Art umzugehen ist. Mit ihrem technischen Sachverstand sind sie prädestiniert dafür, im Planungs- und Bauprozess Konflikte moderierend zu vermeiden und Kontroversen fair zu lösen. Der erste berufsbegleitende Zertifikatslehrgang startet am 6. Februar 2014. Die Ausbildung ist in sechs Module gegliedert, die jeweils 2,5 Präsenztage in der Steinbeis-Hochschule in Berlin erfordern. Bereits ausgebildete Mediatoren können auch später einsteigen, um eine Zusatzqualifikation zu erwerben. Weitere Informationen und Anmeldung: www.akasor.de/vbi

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