Betriebsführung
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Hard- und Software
Einsteiger-Workshop: Software für Handwerker
ep4/2009, 6 Seiten
Auswahl der Test-Software Modularer Aufbau und bei Bedarf erweiterbar Für den Test wurden die Programme HWP von Sage und Hapak von CSK Software für das Elektrohandwerk ausgewählt. Beide sind modular konzipiert, bei Bedarf um eine Vielzahl von Modulen erweiterbar und preislich auf ähnlichem Niveau. Aber die Art und Weise ihrer Bedienung ist sehr unterschiedlich. Die beiden untersuchten Demoversionen sind voll funktionsfähig - lediglich eingeschränkt in Menge der Stammdaten sowie Anzahl von Geschäftsvorfällen. Vergleichbare Preise Die Standardversion von HWP 2009 Basic ist im Fachhandel für 1350 Euro in der Einzelplatzversion erhältlich. Demgegenüber liegt das Basispaket von Hapak zum Erstellen von Angeboten, Aufträgen, Lieferscheinen und Rechnungen sowie zur Stammdatenübernahme preislich bei 930 Euro netto. Mit einem erweiterten Funktionsumfang beginnen die Preise für HWP 2009 Professional bei 2750 Euro und können, ebenso für Hapak Professional in der Einzelplatzversion, mit allen zusätzlich erhältlichen Modulen etwa 10000 Euro und mehr - je nach individuellem Anpassungsaufwand - kosten. Schulung ist ratsam Für die Installation und Einführung der Software vor Ort sollte man das Schulungsangebot der Hersteller/Fachhandelspartner nutzen. Dies ist oft dann nötig, wenn z. B. mehrere Arbeitsplätze einzurichten sind, Datenbanken angepasst, Daten aus Altsystemen überspielt werden müssen oder individuelle Anpassungen erforderlich sind. Das dauert häufig nicht länger als einen halben Tag. Dann sollte jeder „Windows-Kenner“ in der Lage sein, mit den Grundfunktionalitäten zurechtzukommen. Meist stellen die Anbieter Beispielmandanten oder - wie bei Hapak - Beispielszenarien in der Software zur Verfügung, damit Ungeübte sich mit dem Programm und dessen Funktionen vertraut machen können. Eine Kurzeinführung ist bei beiden Lösungen im Preis inbegriffen, ein größerer Schulungsaufwand jedoch kostenpflichtig. Einsteiger-Workshop: Software für Handwerker Eine neue Software für die tägliche Arbeit - das Erstellen von Angeboten und zur Abwicklung von Aufträgen mit Lieferscheinen, Rechnungen usw. - wird gesucht. Doch wie so häufig fehlt die Zeit, um die vielen angebotenen Lösungen zu testen. Am Beispiel von zwei Handwerksprogrammen wird gezeigt, wie man auf einfachem Weg die passende Software herausfindet. BETRIEBSFÜHRUNG Prüfungs-Profis. Die neuen Messgeräte der PROFITEST Master-Serie bieten Ihnen entscheidende Pluspunkte bei der Prüfung von Schutzmaßnahmen in elektrischen Anlagen. In der täglichen Praxis überzeugen sie durch vielseitige Leistung, maximale Präzision und absolute Zuverlässigkeit. Und durch innovative Ergonomie - beispielsweise das besonders große, schwenkbare Display. GMC-I Messtechnik Gmb H Südwestpark 15 90449 Nürnberg Germany Fon: +49 911 8602-111 Fax: +49 911 8602-777 www.gossenmetrawatt.com info@gossenmetrawatt.com Besuchen Sie uns! Erste Schritte beim Erstellen eines Angebots in HWP Stammdateneingabe Generell gilt für alle Lösungen: je nützlicher das Programm sein soll, umso größer der Aufwand bei der Eingabe der Stammdaten (Bild ). Zu den Stammdaten zählen z. B. die kompletten Adress-, Bankverbindungs- und Kommunikationsdaten aller Kunden und Lieferanten - ebenso Rabatte, Preise, Artikeldaten, Stundensätze, Mitarbeiterdaten und Kalkulationssätze. Häufig sind noch Formularanpassungen durchzuführen. Einschränkung auf die Grundfunktionen Der Workshop konzentriert sich speziell auf das Kalkulieren und Erstellen eines einfachen Angebots, dessen Übernahme als Auftrag und das Schreiben von Lieferschein und Rechnung. Dafür wurden manuell einige elektro-spezifische Artikel und Leistungsdaten in die jeweiligen Lösungen eingepflegt. Mit beiden Lösungen kann man in Vorbereitung des Angebots zuvor bereits umfangreiche Stunden- und Materialkalkulationen sowie Ressourcenplanungen vornehmen. Je nach Ausbaustufe verfügen beide Lösungen über die Möglichkeit, eine Kostenträger- und Kostenstellenrechnung durchzuführen. Aufmaße - bei HWP speziell für den Elektrobereich, bei Hapak als Standardaufmaß auch für weitere Gewerke - lassen sich rasch kalkulieren. Beide Programme bieten noch wesentlich mehr (Tafel ). Hapak versus HWP Bedienoberfläche Beide Lösungen unterscheiden sich wesentlich voneinander in ihrer Bedienoberfläche. Sages HWP 2009 orientiert sich sehr stark an Windows- und Officetypischer Benutzerführung in der Symbolik und im Bildschirmaufbau (Bild ). Bei Hapak vertraut man auf eine übersichtliche Hauptbedienungsoberfläche, über die man über „Reiter“ in die drei Hauptbereiche des Programms „Auftragswesen“, „Datenservice“ und „Weiteres“ einsteigt, um von dort aus immer tiefer in das Programm und die Funktionen zu verzweigen (Bild ). Elektropraktiker, Berlin 63 (2009) 4 292 BETRIEBSFÜHRUNG Tafel Vergleich ausgewählter Parameter der zwei Handwerkerprogramme Hersteller Sage Software CSK Software Gmb H Produktname (Basispaket) HWP 2009 Basic HAPAK-pro 2008 Preis, netto, Einzelplatz 1350,00 Euro 930,- Euro (Einsteigerpaket) Funktionalitäten Angebote/Aufträge/Aufmaße/ ja ja Rechnungen/Gutschriften/Lieferscheine Lagerverwaltung inkl. Inventur ja optional, Zusatzmodul Preishistorie ja optional (Zusatzmodul) automatisierte Preisvergleiche ja ja Abschlags-/Teil-/Schluss-/Sammelrechnungen ja ja Staffelpreise ja 3 Preise + Kundenpreise Zielrechnung ja ja Adressverwaltung ja ja Standard- und individuelle Auswertungen ja ja integrierte Textverarbeitung ja ja und Zusatzmodul Adressexport für Druck von Serienbriefen ja ja, ohne Export, mit eigener Textverarbeitung) Projektverwaltung ja optional, Zusatzmodul Suche nach Artikelnummer, -bezeichnung, ja ja Hersteller, Lieferant, Ähnlichkeit Gerätekalkulation ja ja (nur als Kostenart) Benutzerverwaltung (Rechte) ja ja Positionsaufmaß, freies Aufmaß, ja/ja/ja ja/ja/nein (optional) mobiles Aufmaß Diverse Assistenten, z. B. Kalkulations-, ja ja Inventurassistent, etc. kundenspezifische Preise ja ja Projekttransfer fürs mobile Arbeiten ja ja Rechtschreibprüfung von Word integriert ja eigene, mit Fachwörterbüchern Dokument durch Ebenen gestaltbar ja ja WYSIWYG durchgängig und bereits bei ja ja (inkl. Drag & Drop) der Erfassung mehrere Steuersätze pro Dokument ja ja Schnittstellen Excel/Word inkl. eigene Textverarbeitung und Tabellenkalkulation UGL 4.0 optional, Zusatzmodul in Vorbeitung GAEB ein-/auslesen optional, Zusatzmodul ja zu CAD-Lösungen optional, Zusatzmodul ja zu Zeitwirtschaft optional, Zusatzmodul ja Datev-Export optional, Zusatzmodul ja Stammdatenübernahme aus: Datanorm 3.0, 4.0, 5.0 (auch Export) Import kostenfrei/Export ja, Import; optional weitere optional Eldanorm/ZVEH 96, 2000 ja ja aus anderen Handwerksprogrammen über optional erhältliche ja: Primus, Moser, Theobald, (auflisten) Universalschnittstelle Pro Handwerk, Topkontor, Factor, (auf Anfrage) Handicraft, PCAS, Sage KHK u. a. Zusatzmodule Lohnbuchhaltung ja ja Finanzbuchhaltung ja ja Mahnwesen und OPOS ja ja Aufmaßschnellerfassung ja ja Leistungs- und Produktkonfigurator ja ja Unternehmensplanung ja ja Kundenmanagement (CRM) ja ja Subunternehmerverwaltung ja ja Office & Outlook Integration ja ja (nur Outlook) Weiteres individuelle Anpassungen möglich ja ja für Arbeiten mit mehr als 100Tsd. Datensätzen ja ja netzwerkfähig ja ja kostenlose Demo ja ja Fachhändler bietet Schulungen an ja ja Wartungsvertrag (Kosten/jährl.) 300 Euro ab 310 Euro Materialstamm bearbeiten Grundlage des Workshops stellt ein preislich modifiziertes Angebot eines Elektrohandwerksbetriebs dar. Um direkt in das Programm einzusteigen, sind entweder die einzelnen Artikel über eine entsprechende Schnittstelle (Eldanorm für Datenaustausch in der Elektrobranche) aus dem Datenbestand des Lieferanten online zu übernehmen oder manuell einzugeben. Hapak: In Hapak klickt man dazu mit der Maus auf den Reiter „Datenservice“, damit man auf den Menüpunkt „Material“ zugreifen kann. Es öffnet sich das Fenster „Hapak Materialpositionen“. Im oberen linken Bereich des Fensters klickt man zur Auswahl eines Lieferanten auf das Feld „Lieferant“. Es öffnet sich das Unterfenster „Hapak Lieferant“. Optional gibt es eine ZVEH-Schnittstelle für den Austausch von Leistungsdaten des ZVEH. Entweder steht hier bereits ein Lieferant zur Auswahl zur Verfügung oder über das Feld „Adressen“ wird aus einem bereits zuvor im Adressstamm eingegebenen Lieferanten ausgewählt. Über das Feld „Neu“ kann man alternativ den Namen eines neuen Lieferanten eingeben. Dieser sollte dann in den Stammdaten neu anlegt werden. Über die Felder „Zurück“ oder „Ende“ kommt man jeweils wieder zurück in das vorhergehende Menü. „Ungültig“ wird genutzt, wenn man eine getätigte Eingabe nicht sichern will. HWP: Bei HWP startet man mit dem Regiezentrum, einer Windows-Explorer ähnlichen Übersicht, in dem man auf einem Blick Zugriff auf alle Funktionalitäten der Lösung hat. Die Eingabe neuer Materialien erfolgt über das Menü „Stammdaten“, indem man einen beliebigen Artikel doppelt anklickt. Es öffnet sich das Materialstammfenster. Artikel anlegen. Über die „+“- Schaltfläche in der Fußzeile des Fensters legt man einen neuen Artikel an. Dabei wird - ebenso wie bei Hapak - eine neue Artikelnummer vorgeschlagen. Hier ist eine Vielzahl von Artikel-relevanten Parametern einzugeben. Man kann auch im Suchbaum/ Explorer auf der linken Seite auf „Artikel“ klicken und so weiterverfahren wie beschrieben. Speichern. Ein Klick auf das Häkchen rechts neben dem „-“- Zeichen speichert den Datensatz. Mit der rechten Maustaste aktualisiert man Ansichten nach Änderungen jeweils. Assistent. Bei Bedarf unterstützt eine Assistentenfunktion, die links im Regiezentrum über den Menüpunkt „Willkommen“ aktivierbar ist, bei der Anlage der Stammdaten, aber auch bei allen anderen wiederkehrenden Aktivitäten - Projekte anlegen, Rechnungen schreiben, usw. Damit Elektropraktiker, Berlin 63 (2009) 4 293 BETRIEBSFÜHRUNG Von der übersichtlichen Oberfläche gelangt man in die umfangreichen Untermenüs Theben AG Hohenbergstraße 32; 72401 Haigerloch Telefon +49 (0) 74 74 / 692-0 Telefax +49 (0) 74 74 / 692-150 E-Mail: info@theben.de; www.theben.de +++ Theben E-NEWS bitte anfordern +++ Astro-Schaltuhr SELEKTA So funktioniert's. Die SELEKTA 171 top2 RC berechnet die Sonnenauf- und Sonnenuntergangszeiten für jeden Tag des Jahres.Weil diese sich je nach Ort und Zeitzone weltweit unterscheiden, benötigt sie für die Berechnung die Ortskoordinaten. Einfacher einstellendank Ortsdatenbank mit hinterlegten Koordinaten und Zeitzonen. Mit der voreingestellten Uhrzeit ist die Inbetriebnahme ruck zuck erledigt. Sicherheit gewonnen- ob Straßen,Treppen, Gebäudefassaden oder Werbeschilder- alles wird zuverlässig beleuchtet. Energie gespart- durch bedarfsoptimierte Nachtabschaltung mit zusätzlichem Ferien- und Feiertagsprogramm. Optional am PC- programmierbar mit exaktem Energiekosten- und Einsparungsrechner. Schnell montiert- da kein Helligkeitssensor erforderlich ist und die Duo Fix Steckklemmen bis zu 40% Montagezeit ersparen. Mehr Informationen auf www.theben.de wird der Nutzer durch die jeweiligen anstehenden Aufgaben geleitet und erhält dabei alle Informationen über die Funktionsweise des Programms. Die starke Anlehnung an Windows, aber auch die selbst in den umfangreichen Hilfetexten vorhandenen Assistenten, erleichtern Einsteigern das Arbeiten mit HWP erheblich. Ein Angebot erstellen HWP: Über das Menü „Projekte“ legt man in HWP ein neues Projekt oder neues Angebot/einen neuen Auftrag an. Sobald man auf der leeren Arbeitsfläche einen Klick mit der rechten Maustaste durchführt, öffnet sich das Menü „Neu“ - auch in der Symbolleiste über das Symbol „N“ möglich - und das Programm bietet am unteren Bildschirmrand eine Auswahl der vorhandenen Kunden an. Sobald der passende Kunde per Doppelklick angewählt wurde, verändert sich das Aussehen der gesamten Bildschirmoberfläche. Man befindet sich jetzt im Projektmenü, worüber der Menüpunkt „Angebot“ auswählt und mit Mausklick bestätigt werden kann. HWP öffnet ein Angebotsformular, worin bereits die Kundendaten sowie das aktuelle Datum in den Briefkopf übernommen wurden. Material und Leistungen einfügen Klickt der Nutzer in HWP mit dem Mauszeiger auf die Fläche mit dem Wort „N“(Neu), wird es farblich grau unterlegt. Mit der rechten Maustaste ruft man ein Menü auf, aus dem man den Befehl „Material einfügen“ auswählt (oder Tastenkombination „Strg 1“). Am unteren Bildschirmrand öffnet sich die Artikelliste, woraus man die jeweiligen Artikel per Doppelklick auswählt. Sind die Artikel richtig angelegt, übernimmt HWP den jeweiligen Artikel, der entweder über das Feld „Wortsuche“ - z. B. bei einem großen Artikelstamm - oder direkt aus der darunter stehenden Liste angewählt wird, inklusive des im Artikelstamm angegebenen Preises. Einfügen von Artikeln. Für das Einfügen weiterer Artikel oder Lohnpositionen kann der Anwender z. B. wie folgt verfahren: Die letzte Position des Angebots markieren und anklicken der Funktion „Material einfügen“ über das aufklappbare Menü (linke Maustaste) oder diese Aktion über „Strg 1“ ausführen. Bei einer ggf. falschen Eingabe eines Artikels positioniert man den Mauszeiger auf die jeweilige Zeile, betätigt die rechte Maustaste und wählt „Position löschen“. HWP addiert alle Preise, aktualisiert den Endpreis und weist gleichzeitig die Mehrwertsteuer aus. Text und Textblöcke einfügen. Freien Text, ohne Material- oder Lohnbezug, fügt man auf die gleiche Weise ein. In einem sich öffnenden Textfeld gibt der Nutzer den Text ein, der dort auch formatiert werden kann. Mit „ok“ übernimmt man den Text an die entsprechende Textstelle. Es ist auch möglich, vordefinierte Textblöcke, die in den Stammdaten ablegt sind, auswählen. Projekt. Über das Windows-konforme Speichersymbol (Diskette) am linken Bildschirmrand oder über „Strg S“ speichert man das Projekt. Ein abgelegtes Projekt wird geöffent, indem man im Regiezentrum im Suchbaum/ Explorer unter „Projekte“ das Symbol „Öffnen“ anklickt. Dann erhält der Anwender am unteren Bildschirmrand eine Übersicht der zuletzt bearbeiteten Projekte. Klickt man eines davon an, öffnet sich am rechten Bildschirmrand eine Liste mit entsprechenden Informationen zum Projekt inklusive zu den ggf. an das Projekt angehängten Dateien. Praktisch. Vorteilhaft in Sage HWP ist dessen gute Integration in MS-Office. So wird beispielsweise in Word und in Excel eine eigene HWP-Menüleiste angelegt, über die das Programm die angefertigten Dokumente automatisiert den jeweiligen Arbeitsvorgängen zuordnet. Hapak: In Hapak klickt man im Hauptmenü auf „Auftragswesen“ und dort auf „Dokumentenbearbeitung“. Am oberen Bildschirmrand findet man eine Icon-Leiste, in der u. a. zweimal die Buchstabenreihen „A B R L“ mit jeweils einem Buchstaben in einem separaten Kästchen - einmal leicht schraffiert, daneben mit leerem Hintergrund. Klickt man auf das leere Symbol mit dem Buchstaben A für „neues Angebot“, öffnet sich das Fenster mit einer Übersicht der bisher eingestellten Kundendaten. Über Doppelklick oder mittels „ok“ wählt der Nutzer den jeweiligen Kunden oder legt über „Neu“ einen neuen Kunden an. Wie bei HWP öffnet sich ein Briefformular, in das die entsprechenden Kundendaten bereits eingetragen sind. In einer farblich unterlegten Betreffzeile kann man einen beliebigen Text eingeben. Setzt der Nutzer den Mauszeiger eine Zeile darunter und betätigt die rechte Maustaste, öffnet sich, ähnlich wie bei HWP, ein Menü, worüber Material- und ggf. Lohnpositionen eingegeben werden können. Alternativ ist das Einfügen neuer Artikel in die Materialliste möglich. Diese werden, mit „Sichern“ in den Materialstamm übernommen. Über das Feld „Textsuche“ kann man das entsprechende Material suchen. Ist der Artikel gefunden, wählt man entweder per Doppelklick oder über „ok“ den Artikel aus. Es öffnet sich anschließend ein Fenster, in dem eine entsprechende Stückzahl eingegeben werden kann. Zur Auswahl weiterer Artikel nutzt man die weiterhin geöffnete Materialstamm-Maske. Der jeweilige Artikel wird automatisch eine Zeile unter dem vorhergehenden Artikel ins Angebot eingesetzt. Falscher Artikel. Sollte einmal versehentlich ein falscher Artikel eingefügt werden, positioniert man den Mauszeiger auf der Positionsnummer der jeweiligen Zeile und klickt auf die rechte Maustaste. Über den sich dann öffnenden Befehl „löschen“ kann 294 BETRIEBSFÜHRUNG Die Windows-konforme Bedienoberfläche erleichtert den Einstieg ins Programm Elektropraktiker, Berlin 63 (2009) 4 VOR ORT Intersolar in München 27.-29. Mai 2009 Halle B3, Stand 359 man Sie die jeweilige Position löschen. Hinweis: Um ein teilweise bearbeitetes Angebot oder Auftragsbestätigung, Rechnung, Lieferschein erneut zu öffnen, klickt man unter „Dokumentenbearbeitung“ das in der Menüleiste schraffierte Quadrat mit dem jeweiligen Buchstaben an. Dann erhält man eine Liste der erstellten Angebote, aus der das gewünschte Angebot per Doppelklick oder „ok“ ausgewählt und geöffnet werden kann. Freier Text. Freier Text ist genauso wie bei HWP in der jeweils nächsten Textzeile einzufügen. Der Mauszeiger wird unter die Zeile positioniert und z. B. eine neue Material- bzw. Leistungsposition eingefügt. Man kann auch zuvor definierte „Floskeltexte“ - das sind frei definierte Textbausteine - die beliebig veränderbar sind - auswählen und einfügen. Preisermittlung. Anders als bei HWP, das automatisch nach jeder hinzugefügten Leistungsposition den Angebots-Gesamtpreis anpasst, muss Hapak - wieder über die rechte Maustaste und die entsprechende Menüauswahl - den Befehl zur Saldierung erhalten. Mittels der Windowskonformen Tastenkombination „Strg S“ oder über ein (zunächst nicht als Speicherbefehl erkennbares) Symbol wird das Angebot gespeichert. Alternativ können Angebote, Aufträge, Rechnungen und Lieferscheine auch vom Hauptbildschirm aus über den Menüpunkt Projektverwaltung generiert und damit gearbeitet werden. Der Vorteil: Damit hat der Nutzer, ähnlich wie in HWP, stets den aktuellen Status des jeweiligen Projekts vor Augen. Auftragsbestätigung und Auftrag Hapak: Ein Angebot wandelt man in Hapak in eine Auftragsbestätigung um, indem über „das schraffierte Kästchen mit ,,A“ ein Angebot geöffnet wird. Sollten sich Positionen verändert haben, kann man an dieser Stelle nochmals das Angebot entsprechend anpassen. Mit dem Befehl „Umwandeln“ in der Menüleiste (oder über das entsprechende Symbol, dessen Funktionalität sich zu erkennen gibt, wenn man mit der Maus drüberfährt) wird ein Angebot in eine Auftragsbestätigung umgewandelt. Alternativ steht dafür die Tastenkombination „Umsch F6“ zur Verfügung. Das neu erzeugte Dokument fließt automatisch (nach Speicherung) in die Projektüberwachung ein. HWP: Bei HWP funktioniert die Angebotsumwandlung ebenso einfach, aber eher Windowstypisch: Im Regiezentrum doppelklickt man in der linken Baumstruktur auf die drei Punkte unterhalb des Begriffs „Auftrag“. Im nächsten Fenster kann bestimmt werden, ob das zuvor ausgewählte Angebot übernommen werden soll oder nicht. Der Nutzer bestätigt das Angebot mit „ok“. Wenn „nicht übernehmen“ ausgewählt wird, dann übernimmt HWP zwar alle Positionen, entfernt aber die Mengen und die Summen. So kann man, wie in der Hapak-Auftragsbestätigung, einzelne Positionen beliebig editieren. Ein Angebot, das häufiger angefertigt wird, kann mit der rechten Maustaste als „Musterangebot“ gespeichert werden. In Hapak würde man das als Jumbo bezeichnen, den man allerdings zuvor explizit definieren und anlegen muss. Material und Lieferschein Hapak: Sollten ggf. einer oder mehrere Artikel aus dem Angebot oder der Auftragsbestätigung nicht vorrätig sein, hat man die Möglichkeit, in Hapak über den „Umformen“-Befehl eine Bestellung auszulösen. Es öffnet sich ein Fenster des Moduls Bestellwesen, in dem nach einer Reihe von Angaben gefragt wird. Beim Bestätigen mit „ok“ erhält man einen weiteren Bildschirm, wo alle Positionen des Auftrags aufgelistet sind. Bestellungen. Hier kann man auch bei Bedarf andere Artikel mitbestellen oder die Bestellmengen ändern. Dazu erfolgt im Fenster „Für diese Position jetzt bestellen“ auf die Menge ein Doppelklick und kann und dort eine andere Menge eingeben. Hier werden die zuvor im Materialstamm eingegebenen Bestellpreise übernommen. Nach Abschluss aller Eingaben generiert man eine Bestellung über den Schalter „Bestellung erstellen“. Elektropraktiker, Berlin 63 (2009) 4 295 Hannover Messe, Halle 11 · Stand E59 VDE VERLAG GMBH · Berlin · Offenbach www.vde-verlag.de Besuchen Sie uns am Messestand! Hannover, 20.-24. April 2009 VDE-Vorschriftenwerk auf DVD Komfortabel wie nie zuvor: Version 8 [ Frei konfigurierbare Bedienungsfenster [ Gleichzeitiges Arbeiten in mehreren Normen [ Suche in eigenen Notizen [ Frei konfigurierbare Trefferliste [ Windows Vista Aero Design [ Völlig installationsfreie DVD-Nutzung Fachbücher Habermann, M. / Weiß,T. 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In solchen Fällen kann es zu bösen Überraschungen kommen, wenn solche Mitarbeiter Ansprüche auf Erwerbs- oder Berufsunfähigkeitsrente sowie Arbeitslosenunterstützung geltend machen. Wer nämlich nicht versicherungspflichtig ist, erhält trotz Beitragszahlungen keine Versicherungsleistungen. In jüngster Zeit wird des öfteren von Familienunternehmen versucht, mit dem Argument, das betreffende Familienmitglied sei gar nicht sozialversicherungspflichtig, Beiträge rückerstattet zu erhalten. Dahinter steht die Erkenntnis, dass eine Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung nicht auskömmlich ist, und die rückerstatteten Gelder privat angelegt eine bessere Alterssicherung ermöglichen. Die Enttäuschung ist dann groß, wenn später die gezahlten Beiträge nicht oder nicht in voller Höhe erstattet werden. Richtungsweisendes Urteil Mit Urteil vom 15.08.2008 - L4 KA 4577/06 - hat das Landessozialgericht (LSG) Baden-Württemberg die Klage einer Familien-Gmb H auf Rückerstattung der SV-Beiträge für die Ehefrau abgewiesen. Die Eheleute sind Gesellschafter der Gmb H, die 1978 gegründet wurde - der Ehemann mit 90 %, die Ehefrau mit 10 %. Die Klägerin trug vor, die Ehefrau habe u. a. Bürgschaften übernommen und ein erhebliches unternehmerisches Risiko getragen. Ein späterer Arbeitsvertrag sei nur aus steuerlichen Gründen geschlossen worden und die Ehefrau sei als kaufmännische Leiterin der Gmb H tätig. Das LSG folgte der Entscheidung des Sozialgerichts und der beklagten Krankenkasse. Maßgebend für die Abgrenzung von selbstständiger Tätigkeit zur Unternehmereigenschaft seien - auch bei Familienunternehmen - die Umstände des Einzelfalls. Bei einem vergleichsweise niedrigen Kapitalanteil von 10 % sei im Regelfall ein abhängiges Beschäftigungsverhältnis anzunehmen. Die Ehefrau habe Beschlüsse der Gesellschafterversammlung nicht verhindern können und keine Möglichkeit gehabt, ihre Tätigkeit im und für den Betrieb Elektropraktiker, Berlin 63 (2009) 4 296 BETRIEBSFÜHRUNG Familiengesellschaft: SV-Pflicht klären Mitarbeitende Familienangehörige in einer Familien-Gmb H sind häufig nicht sozialversicherungspflichtig. Dennoch werden aus Unkenntnis und unterlassener Statusklärung oft über viele Jahre Sozialversicherungsbeiträge für sie abgeführt. In solchen Fällen kann es später zu bösen Überraschungen kommen. Wenn ein anderes Dokument erzeugt werden soll, wird über „Umformen“ ausgewählt. Dann fragt Hapak zunächst nach dem Datum des neuen Dokuments und stellt einen Kalender zur Auswahl bereit. Sobald ein weiteres Dokument generiert wurde, wird dies in der Projektübersicht angezeigt. Rechnung. Das Erstellen einer Rechnung oder auch von Teilrechnungen - bei HWP - funktioniert nach dem gleichen Prinzip. HWP: Bei HWP verläuft die Umwandlung in einen Lieferschein in gewohnter Art und Weise. Nachdem der Auftrag im Regiezentrum über „Projekte offen“ ausgewählt und geöffnet wurde, klickt man links im Suchbaum auf die drei Punkte unter „Lieferscheine“. Es öffnet sich ein Fenster, in dem man auswählen kann, ob der angezeigte oder ein anderer Auftrag zum Lieferschein umgewandelt werden soll oder ggf. ein Teillieferschein erstellt wird. Falls ein Artikel nicht geliefert werden konnte, sind die Mengen entsprechend zu ändern. Sind die fehlenden Artikel geliefert worden, öffnet man erneut den Auftrag und klickt auf „Lieferscheine“. Auf Wunsch wird ein zweiter Teillieferschein erstellt, der lediglich die Mengenbezeichnungen der fehlenden Positionen enthält. Alternativ ist über die Auswahl des Projekts das komplette Angebot in einen (Teil-)Lieferschein zu übernehmen. Rechnung. Ebenso verfährt man mit der Übernahme der Daten aus dem (Teil-) Lieferschein in die (Teil-) Rechnung. HWP vergibt die Rechnungsnummern automatisch. Fazit Wenn alle Stammdaten eingegeben sind, kann der Nutzer in beiden Lösungen seine täglichen Aufgaben vom Angebot bis zur Rechnung effizient erledigen. HWP: Bei der Bedienung kommt HWP die große Nähe zu Windows und die sehr gute Integration in die Office-Welt zugute, was sich letztlich auch im direkten Arbeiten mit der Lösung niederschlägt. Hapak: Die Dokumentation in den Hilfetexten in Hapak ist teilweise unvollständig oder gar nicht vorhanden. Das 36 Seiten starke Handbuch gibt lediglich Einblicke in die Grundeinstellungen und die Modulfreischaltung. Wer Fragen hat, der muss sich entweder mühselig durch die unvollständigen Hilfetexte im Programm oder das in 38 unterschiedliche PDF-Dateien aufgeteilte Handbuch auf der Programm-CD durchwühlen. Hotline. Alternativ kann man die Hotline nutzen, die laut Hersteller grundsätzlich nur in Einzelfällen oder aber nach Abschluss eines Wartungsvertrags kostenlos ist. Eine Hotline-Unterstützung bietet auch Sage lediglich nach Abschluss eines Wartungsvertrags an. Handbuch. Auch wenn man seitens CSK betont, man habe die Erfahrung gemacht, die Anwender würden kein Handbuch nutzen und außerdem erhalte jeder zumindest eine zweistündige kostenfreie Einweisung, hätte ein gedrucktes vollständiges Handbuch nicht geschadet. Zwar lassen sich alle Grundaufgaben mit etwas Übung von jedem erfahrenen PC-Anwender vergleichsweise einfach erledigen. Doch für die Nutzung aller Funktionen, selbst wenn es nur um die beschriebenen Basislösungen geht, reichen die vorhandenen Unterlagen - zumindest bei Hapak - kaum aus. Auf Wunsch liefert Sage ein über 500-seitiges Handbuch mit Antworten auf die wichtigsten Fragen. Doch für beide Lösungen ist ab einer bestimmten Ausbaustufe eine Schulung unvermeidbar, um möglichst viele Details der Aufgaben eines Handwerksbetriebes abzubilden. Einsatzmöglichkeiten Hapak: Nach Angaben von CSK rangiert Hapak, was seine Funktionsvielfalt angeht, im Bereich von SAP- Lösungen und wird auch gerne von größeren Handwerksbetrieben eingesetzt. HWP: Laut Sage ist HWP eine Software, die man aufgrund ihrer Modularität und gewerkespezifischen Ausrichtung - HWP wird neben den Basic- und Professional- Varianten zusätzlich in neun gewerkepezifischen Varianten angeboten - sowohl in kleinsten als auch in großen Handwerksbetriebe einsetzen kann. U. Pesch
Autor
- U. Pesch
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