Veranstaltung
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Elektrotechnik
Bescheidener Auftritt der Elektrobranche
ep11/1999, 1 Seite
Rund 10.000 Besucher erlebten die Messe, die sich sowohl an Handwerker und Planer als auch an Bauherren und Hausbesitzer richtete. Die umfangreiche Palette der ausstellenden Gewerke reichte von einzelnen Geräten und Armaturen wie z. B. Schalter oder Wohnungssprechstellen bis zu kompletten Modellanlagen aus dem Gebäudemanagement oder Wärmepumpen. Stark vertreten war auch die Solartechnik, sowohl Photovoltaik als auch Solarthermie. Interessant war die Ausstellung über Baumängel und -schäden, in der aber nur ein Beispiel aus der Elektrobranche zu sehen war. Die nächste Haustechnik-Messe in Erfurt findet im Jahr 2001 statt, dann hoffentlich mit einer stärkeren Präsenz der Elektrobranche. Berufsinformationstag Am Eröffnungstag der Messe strömten ganze Klassen von Oberschülern, die kurz vor dem Abschluß stehen, auf das Messegelände. Anlaß war ein besonderer Berufsinformationstag. Die Schüler hatten freien Eintritt. Ausbildungsbetriebe wie das Berufs- und Technologiezentrum Rohr (Bild ) und die Thüringer Energie AG (TEAG) stellten ihr Schulungsangebot für die ausstellende Gewerke vor. Innungen und Hochschulen stellten zusammen mit den Industrie-und Handelskammern aus Thüringen verschiedene Modelle zur Aus- und Weiterbildung vor. Darunter das Integrationsmodell (Berufsausbildung mit Fachhochschulstudium) und den beruflichen Aufstieg durch die Meisterausbildung. Auch viele Messestände waren mit einem Schild „Wir bilden aus.“ versehen. Teilweise waren die Ausbilder aus den Unternehmen angereist und informierten über ihre Angebote. Bis zum frühen Nachmittag sorgten die Schüler für einen regen Andrang. Sie hatten sich gut vorbereitet und informierten sich ausführlich über die verschiednenen Ausbildungsgänge und die Chancen im späteren Berufsleben. Der Info-Bus der Metall- und Elektroindustrie, in dem Informationen über freie Lehrstellen erhältlich waren, wurde regelrecht gestürmt. Für Einzelgespräche war erst nachmittags Zeit. Gläsernes Haus Während die Elektroindustrie und auch das Elektrohandwerk auf der Haustechnik '99 wieder einmal nicht präsent waren, nutzten zumindest die Verbände diese Endkunden-Plattform. In Halle 3 lagen die Messestände des LIV Thüringen und des Elektrobildungszentrums (EBZ) Sachsen direkt nebeneinander. Ausstellungsschwerpunkt war hier „Gläserne Haus“ (Bild ). Dieses Projekt ist ein Gemeinschaftsprojekt des beruflichen Schulungszentrums Elektrotechnik Dresden und des EBZ. Zahlreiche Firmen unterstützten das Projekt. In diesem Modell eines dreigeschossigen Gebäudes werden funktionstüchtig neue Techniken der Elektrobranche wie beispielsweise der EIB demonstriert. Auch das Zusammenspiel verschiedener Techniken wird praxisnah vorgeführt; angefangen bei der Steuerung von Lichtszenen bis hin zur Weitermeldung von Alarmen (Wasserschaden oder Einbruch) per Telefon. Wichtig ist dabei das Zusammenspiel von Elektro- und Informationstechnik. Bei der Realisierung standen folgende Ziele im Vordergrund: · Sicherheit im Haus erhöhen (Schutz von Personen und Sachwerten), · Komfort verbessern (zentrale und dezentrale Steuerungen), · Verbrauch von Energien verringern (intelligente Verknüpfungen verschiedener Technologien) und · der Einsatz von Spitzentechnologien. Zu den Möglichkeiten, die untersucht wurden, gehören: · Rationelle Durchführung von Installationsarbeiten, · kurze Leitungswege, · Senkung der Baukosten, · Verringerung der Reparaturanfälligkeit und die · Verbesserung der Qualität des Gesamtsystems. Das gläserne Haus demonstriert die Anwendungsmöglichkeiten der Bustechnologie in einer anwendungsbezogenen praxisnahen Weise. Diese gezeigten Installationsbeispiele kann ein Handwerksmeister, der sich neue Geschäftsbereiche und Techniken erschließen will, leicht in die Praxis umsetzen. Gebäudeautomation/ Gebäudemanagement Verschiedene Firmen zeigten ihre Konzepte für die Automation von Gebäuden oder ein zentrales Gebäudemanagement. Hier geht es um die Optimierung des Energieverbrauchs im großen Maßstab. Während das „Gläserne Haus“ die Komponenten im Ein- oder Zwei-Familienhaus erklärt und begreifbar macht, geht es beim Gebäudemanagement um die komplette Bewirtschaftung ganzer Verwaltungsgebäude und Fabrikationsanlagen. Dazu zählen alle Aspekte der Energieeinsparung (Elektrische und Wärmeenergie) und der Sicherheit (Zutrittskontrolle, Einbruchs- und Brandmeldetechnik) sowie der Kommunikations- und Informationstechnik. Dieser Bereich ist für den einzelnen Handwerkbetrieb i. d. R. nur im Rahmen von Kooperationen zu erschließen und interessant. S. Wagner Elektropraktiker, Berlin 53 (1999) 11 992 Branche aktuell Haustechnik '99 in Erfurt Bescheidener Auftritt der Elektrobranche Die Messe fand vom 9. bis 12. September 1999 statt. Erstmalig war der Bereich Elektrotechnik vertreten. 250 Aussteller, davon 73 aus Thüringen präsentierten ihre Produkte und Leistungen aus den Bereichen Sanitär, Heizung, Klima und Elektrotechnik. Dienstleister aus dem Bereich der Gebäudetechnik stellten ihre Angebote vor. Der LIV Thüringen machte massive Werbung für den E-CHECK Elektromeister G. Schubert sowie die Auszubildenden A. Slezak und A. Ebert vom Berufsbildungs- und Technologiezentrum Rohr informierten über die neuen Ausbildungsberufe im Elektrohandwerk Das „Gläserne Haus“ zeigt funktionsfähig neue Technologien des Elektrohandwerks. Es besteht aus zwei Teilen Fotos: Wagner Anzeige
Autor
- S. Wagner
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