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Elektrotechnik | Schutzmaßnahmen

Berührungsschutz bei Lichterketten

ep12/2006, 1 Seite

Eine Stadt am Neckar betreibt eine Christbaumbeleuchtung, in der parallel geschaltete Glühlampen mit E 14-Gewinde und AC 230 V Nennspannung zum Einsatz kommen. Die Beleuchtung am Baum beginnt auf einer Höhe von etwa 50 cm. Regelmäßig werden einzelne Lampen durch Vandalisten herausgedreht, die jeweiligen Fassungen sind dann offen zugänglich. In der lokalen Presse hieß es, der Oberbürgermeister halte dies für unbedenklich, da die Beleuchtung mit FI-Schutzschaltern ausgestattet ist. Ich habe ihn darauf hingewiesen, dass Gefahr besteht, wenn z. B. unbeaufsichtigte Kinder in eine leere Fassung greifen und der Fehlerstromschutz durch zu trockene Witterungsverhältnisse nicht anspricht. Daher bat ich aus fachlicher Sicht darum, die Lichterketten im Handbereich zu entfernen. In der Antwort verwies der Oberbürgermeister aber auf die Aufsichtspflicht der Eltern und berief sich auf Aussagen seiner Ingenieure, laut denen die Beleuchtungsanlage sicher sei. Reichen die Fehlerstromschutzschalter als Berührungsschutz tatsächlich aus? Wer ist im Schadensfall haftbar?


   

Autor
  • W. Hörmann
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