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Aktuelles

ep6/2015, 2 Seiten

ZVEH: Stimmung steigt auf Allzeithoch; Leitfaden erschienen: Experten sehen nur geringe Brandrisiken bei PV-Anlagen; Intersolar und EES: Sonnige Zeiten auf dem Münchener Messegelände; Strömer-Rätsel; Fachverband NRW: Präsident Lothar Hellmann im Amt bestätigt; Osram und TU Braunschweig: Zusammenarbeit bei der Gallium-Nitrid-Forschung


451 Elektropraktiker, Berlin 69 (2015) 6 | www.elektropraktiker.de Kurz informiert Aktuelles Leitfaden erschienen Experten sehen nur geringe Brandrisiken bei PV-Anlagen Fast vier Jahre hat ein Forscherteam aus Deutschland und der Schweiz die Brandrisiken bei Photovoltaiksystemem untersucht. Nun haben die Experten einen kostenlosen, über 300 Seiten starken Leitfaden mit Empfehlungen für die brandschutzgerechte Planung, Installation und den Betrieb von PV-Anlagen veröffentlicht. Er kann unter www.pv-brandsicherheit.de im Internet abgerufen werden. Florian Reil, Geschäftsfeldleiter Solarenergie beim TÜV Rheinland und Projektleiter, fasst die Ergebnisse so zusammen: „Brandrisiken bei Solaranlagen sind gering, aber sie lassen sich leicht noch weiter reduzieren. Dazu können eine verbesserte Qualifizierung der Installateure, eine technische Abnahme und regelmäßige Überprüfung der Anlagen sowie schließlich neue technische Entwicklungen wie Detektoren für gefährliche Lichtbogen beitragen.“ Denn die häufigsten Brandursachen seien Installationsfehler gefolgt von Produkt- und Planungsmängeln. „Ein wichtiges Ziel des Projektes war es auch, die teils emotionale Berichterstattung zum Thema Brandsicherheit bei Photovoltaikan lagen zu versachlichen. Dies ist gelungen, und durch die intensive Aufklärungsarbeit konnten auch bei den Feuerwehren viele Vorurteile ausgeräumt werden“, ergänzt Hermann Laukamp, der beim Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE) für die Analyse der Schadensfälle zuständig ist. Die Forscher stellten in den zurückliegenden Jahren mit Gewissheit in rund 210 Fällen fest, dass Brände durch PV-Anlagen verursacht wurden. Davon blieb der Schaden in 130 Fällen auf die Solaranlage begrenzt. Zum Vergleich: In Deutschland sind über 1,5 Millionen Solaranlagen im Betrieb. Nach Ansicht der Experten sei allerdings bereits absehbar, dass es in den nächsten Jahren zu einem Anstieg von Bränden durch Photo voltaikanlagen kommt. Denn mit zu nehmender Alterung der Materialien werden Isolationsfehler, Kontaktprobleme und Übergangswiderstände zunehmen. Vor diesem Hintergrund ist der veröffentlichte Leitfaden besonders wichtig, da er Hilfen zur Reduzierung dieser Risiken bietet. n Intersolar und EES Sonnige Zeiten auf dem Münchner Messegelände Vom 10. bis 12. Juni 2015 steht die Messe München erneut im Zeichen der Energiewende: Drei Tage lang präsentieren die Intersolar und die Electrical Energy Storage (EES) zahlreiche Trends und Innovationen bei Photovoltaiksystemen, der PV-Produktionstechnik, Energiespeichern und regenerativen Heizsystemen. Die Besucher erwartet zudem ein umfang reiches Rahmenprogramm u. a. mit der Neuheitenbörse sowie den Intersolar- und EES-Awards. Vorträge und Workshops bieten Interessenten die Möglichkeit, ihr Wissen zu ausgewählten Themen auf den neuesten Stand zu bringen und zu vertiefen. So ist die Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS) mit einem umfangreichen Programm vertreten, das insbesondere die Wirtschaftlichkeit von PV-Anlagen, Sicherheitsaspekte und Wärmenetze beleuchtet. Bewährt haben sich in den vergangenen Jahren die Workshops des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW-Solar). Auf der Agenda steht diesmal zum Beispiel die Finanzierung von Solarprojekten in Schwellen- und Entwicklungsländern. Gemeinsam mit der International Renewable Energy Agency (IRENA) organisiert der BSW-Solar auch den Workshop „From niche to mainstream - Falling costs of solar open new market segments for solar applications“. Weitere Vorträge befassen sich mit Solarpark-Auktionen, PV-Eigenversorgungsmodellen, dem neuen Energie-Label für Solarthermie-Anlagen sowie dem Recycling von PV-Anlagen und Batterien. Begleitend zum Ausstellungsgeschehen findet am 9. und 10. Juni 2015 die Intersolar Europe Conference statt. Erwartet werden 200 Refe renten und rund 1100 Teilnehmer. Erstmals richtet in diesem Jahr auch die EES als Fachmesse für Batterien, Energiespeichersysteme und innovative Fertigung eine eigene Konferenz aus. Weitere Informationen unter: www.intersolar.de www.ees-europe.de n ZVEH Stimmung im Elektrohandwerk steigt auf Allzeithoch Die Stimmungslage in den E-Handwerken bleibt nach wie vor überaus gut. Dies belegt die aktuelle Konjunkturumfrage des ZVEH. Demnach beurteilen 94,4 % der Betriebe ihre Geschäftslage positiv. Auch mit Blick auf das nächste halbe Jahr sind die Unternehmen zuversichtlich: 75,9 % gehen von einer gleichbleibenden Entwicklung auf dem vielerorts hohen Niveau aus; 17,5 % rechnen sogar nochmals mit einer Verbesserung. Mit Abstand größte Umsatzquelle für die Unternehmen ist die Energie- und Gebäudetechnik mit einem Anteil von 64,8 %. Es folgen die Informations- und Telekommunikationstechnik (10,4 %), die Geräte- und Systemtechnik (5,2 %) sowie die Automatisierungstechnik (5 %). Größte Auftraggeber bleiben die private und die gewerbliche Wirtschaft, die jeweils fast 40 % des Auftragsvolumens ausmachen. Weiterhin rückläufig sind die Orders aus dem öffentlichen Bereich. Die Umfrage hat auch ergeben, dass sich ein leichter Trend zu größeren Betrieben abzeichnet. Waren bis dato Firmen mit bis zu vier Beschäftigten (aktuell 29,6 %) am stärksten vertreten, so sind es nun Betriebe mit fünf bis neun Mitarbeitern (30,1 %). Dauerthema im E-Handwerk bleibt der Fachkräftemangel: 40,9 % der Unternehmen melden offene Stellen. ZVEH-Hauptgeschäftsführer Ingolf Jakobi resümiert: „Wir freuen uns über die stabilen Ergebnisse auf sehr hohem Niveau. Der Fachkräftemangel bremst jedoch das Umsatzwachstum. Ziel muss es daher mehr denn je sein, möglichst viele junge Leute für die E-Handwerke zu begeistern. Dass unsere Branche mit vielen hochqualifizierten Betrieben attraktive Perspektiven bietet, wird durch die Umfrage eindrucksvoll belegt.“ n Ingolf Jakobi: „Wir freuen uns über die stabilen Ergebnisse auf sehr hohem Niveau“ Quelle: ep-Archiv 452 www.elektropraktiker.de | Elektropraktiker, Berlin 69 (2015) 6 Kurz informiert Aktuelles Fachverband NRW Präsident Lothar Hellmann im Amt bestätigt Die Mitglieder des Fachverbandes Elektro-und Informationstechnische Handwerke NRW haben ihren Präsidenten Lothar Hellmann mit großer Mehrheit im Amt bestätigt. Auch seine beiden Stellvertreter Rolf Meurer und Martin Böhm wurden mit einem deutlichen Ver trauensvotum gewählt. Der Fachverband NRW vertritt die Gewerke Elektrotechnik, Elektromaschinenbau und Informationstechnik. Er ist bundesweit der größte Landesinnungsverband der E-Handwerke und nimmt die Interessen von 64 Innungen mit fast 11000 Unternehmen und über 100 000 Beschäftigten wahr. Die nordrhein-westfälischen E-Betriebe erwirtschaften derzeit einen Nettoumsatz von 12 Mrd. Euro. OSRAM UND TU BRAUNSCHWEIG Zusammenarbeit bei der Gallium-Nitrid-Forschung Mit der Eröffnung des Epitaxy Competence Centers (ec2 ) beschreiten Osram Opto Semiconductors und das Institut für Halbleitertechnik der TU Braunschweig neue Wege der Zusammenarbeit. Das Zentrum bündelt universitäre Grundlagenforschung und produkt orientierte, industrielle Entwicklung beim III-V-Halbleiter Gallium-Nitrid (GaN). Diese Materialkombination erzeugt beispielsweise blaues Licht, das als Basis für weiße LEDs dient, kann aber auch in weiteren Anwendungsfeldern eingesetzt werden - von der Opto- über die Leistungselektronik bis hin zur Sensorik. „Künftig möchten wir den Epitaxie-Prozess weiter ausbauen und die Infrastruktur für Nanoanalytik und Prozessierung systematisch weiterentwickeln“, erläutert der Leiter des Zentrums Dr. Sönke Fündling. Auf GaN basierende weiße LEDs würden weiter Marktanteile gewinnen, betont Aldo Kamper, Vorstandsvorsitzender der Osram Opto Semiconductors. Gleichzeitig seien immer effizientere Prozesse gefragt: „Die technologische Entwicklung hin zu noch mehr Leistung und kostengünstigerer Produktion muss immer schneller gehen. Das funktioniert aber nur, wenn Industrie und Wissenschaft eng zusammenarbeiten - in Forschungsprojekten oder wie beim ec2 einem Kompetenzzen trum“, so Kamper. Zudem bündelten die Mitarbeiter solcher Zentren enorme Expertise und bildeten so einen Talent-Pool im Bereich Halbleitertechnik, was gerade in Deutschland als Industrie nation ein wichtiger Aspekt sei. n Strömer-Rätsel Mitmachen und gewinnen! In diesem Monat verlosen wir ein praktisches Profi-Starter-Set von Weicon Tools. Mit den enthaltenen Werkzeugen lassen sich alle gängigen Kabeltypen einfach und schnell abisolieren. Das Set besteht aus Kabelmesser und Abisolierzange sowie Coax-und Rundkabel-Stripper. Es wurde speziell auf die Bedürfnisse von Profis im Elektrohandwerk abgestimmt und ist in einer handlichen Box untergebracht. Um an unserem Gewinnspiel teilzunehmen, müssen Sie einfach dieses kleine Rätsel lösen: Elektromeister Strömer befasst sich mit der Ansteuerung einer Hebebühne. Deren Zylinder können durch die Pumpen A und B gespeist werden. Ist nur A in Betrieb, dauert der Hubvorgang 6 min, arbeiten A und B zusammen, sind es 2 min. Frage: Welche Zeit benötigt Pumpe B für den Hubvorgang, wenn A ausgefallen ist? Ihre - hoffentlich richtige - Antwort können Sie uns per Post, Fax oder E-Mail zusenden: Redaktion Elektropraktiker Am Friedrichshain 22 · 10407 Berlin Fax: 030 42151251 E-Mail: redaktion@elektropraktiker.de Wir wünschen allen Teilnehmern viel Glück. Einsendeschluss ist der 30.06.2015. Die gesuchte PIN aus dem Mai-Rätsel lautete übrigens 5436. Im EU-Projekt „Gecco“ ist es erstmalig gelungen, eine sogenannte 3D-Nano-LED für weißes Licht herzustellen. Diese Arbeiten werden nun im Rahmen der ec²-Kooperation fortgeführt Verbandsvorstand des FEH NRW für die Legislaturperiode 2015 bis 2019 vorn: M. Herwartz (Aachen), P. Hieronymus (Arnsberg), M. Böhm (Bonn/Rhein-Sieg), L. Hellmann (Duisburg), R. Meurer (Viersen), L. Neuhalfen (Bergisches Land), C. Sill (Oberhausen) - mitte: M. Oberbracht (Lippe), A. Hefer (Essen), B. Brockbals (Gütersloh), T. Hölmer (Iserlohn), S. Everding (Dortmund/Lünen) - hinten: H. Walz (Aachen), H.-J. Berkenkopf (Brilon), D. McNamara (Hellweg/Lippe) - es fehlt: N. Fleuren (Kleve)

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