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Veranstaltung | Elektrotechnik

3. VDE/TAW-Elektrotechnik-Forum in Wuppertal - 50-jähriges Bestehen des Arbeitskreises VDE 0100

ep10/2006, 1 Seite

Ende August veranstaltete die Technische Akademie Wuppertal (TAW) zusammen mit dem VDE-Bezirksverein Bergisch Land das 3. VDE/TAW-Elektrotechnik-Forum. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand diesmal das 50-jährige Bestehen des Arbeitskreises VDE 0100.


Kunst und Kultur rund um das Thema Licht Im Mittelpunkt des von der City Stiftung Berlin und der Deutschen Immobilien Fonds AG (DIFA) initiierten Festivals stehen bemerkenswerte Lichtinszenierungen von bekannten Bauwerken, Straßen und Plätzen Berlins. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Kunst- und Kulturveranstaltungen rund um das Thema Licht. Aufgrund des großen Interesses wurde der Festivalzeitraum in diesem Jahr von 7 auf 12 Tage verlängert. Er schließt jetzt zwei Wochenenden ein - u. a. mit der „Langen Nacht des Shoppings“ vom 28. zum 29. Oktober und der „Nacht der offenen Türen“ am 21. Oktober, bei der Kunst- und Architekturschätze bis 24 Uhr zugänglich sind. Zum Auftakt des „Festival of Lights“ wird es auch diesmal einen „Lichterlauf“ geben: Entlang einer ausgewählten Route bringt ein Läufer nach und nach sämtliche Wahrzeichen zum Leuchten. Das Licht-Konzept der Veranstaltung steht unter der künstlerischen Gesamtleitung des Berliner Licht-Designers Andreas Boehlke. Er beschäftigt sich seit über 23 Jahren mit kreativer Lichtgestaltung in öffentlichen Räumen und begann 1996 in Berlin für eine attraktive und innovative Weihnachtsbeleuchtung zu sorgen. Zuerst beleuchtete er den Kurfürstendamm, später kamen die Friedrichstraße, die Linden sowie Karstadt, Wertheim, das Neue Kranzler Eck und immer weitere Gebäude, Straßen und Plätze hinzu. 2004 entwickelte Boehlke zusammen mit Dr. Bernd Andrich, Manager der DIFA-City-Quartiere „Dom Aquarée“ und „Neues Kranzler Eck“, und der City Stiftung Berlin die Idee eines Lichterfestes. In dessen Folge wurden u. a. die dauerhafte Beleuchtung des Berliner Doms und die zeitweilige Beleuchtung des Schloss Charlottenburg anlässlich der Feierlichkeiten „300 Jahre Charlottenburg“ realisiert. Licht-Architektur-Touren an den Messe-Abenden Im Rahmen des Licht-Dialogs auf der Fachmesse Belektro besteht an jedem Messe-Abend vom 18. bis 20. Oktober (gegen Anmeldung und Vorkasse) die Möglichkeit der Teilnahme an einer geführten Licht-Architektur-Rundfahrt: Die Nachtansicht bekannter Berliner Bauten, für ihr Lichtkonzept ausgezeichnete Gebäude und besondere Lichtinszenierungen werden ebenso gezeigt und erläutert wie die Höhepunkte des „Festival of Lights“. Elektropraktiker, Berlin 60 (2006) 10 788 BRANCHE AKTUELL 3. VDE/TAW-Elektrotechnik-Forum in Wuppertal 50-jähriges Bestehen des Arbeitskreises VDE 0100 Ende August veranstaltete die Technische Akademie Wuppertal (TAW) zusammen mit dem VDE-Bezirksverein Bergisch Land das 3. VDE/TAW-Elektrotechnik-Forum. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand diesmal das 50-jährige Bestehen des Arbeitskreises VDE 0100. Entwürfe unter der Lupe Der Wuppertaler Arbeitskreis VDE 0100 ist bundesweit einzigartig: Regelmäßig treffen sich seine Mitglieder, um über Normenentwürfe zu diskutieren, die Praxistauglichkeit der Regeln zu besprechen und bei Bedarf Einsprüche zu formulieren. In seinem Rückblick ließ der langjährige Vorsitzende des Arbeitskreises Erich Lienenklaus die Anfänge Revue passieren. Gründungsvater des Arbeitskreises war Baurat Herhahn, ein Lehrer an der Wuppertaler Ingenieurschule, der die Grundlagen der Elektrotechnik unterrichtete. Für ihn stand fest, dass in die VDE-Bestimmungen nur das eingebracht werden kann, was Menschen selbst erlebt, von anderen erfahren oder logisch erdacht haben. „Das heißt, in jedem Regelwerk kann nur das stehen, woran bei der Regelung gedacht wurde“, so Lienenklaus. Baurat Herhahn stellte aber auch fest, dass in Bestimmungen manche Regelungen aufgenommen wurden, die für ihn unlogisch waren, ja sogar sicherheitstechnisch falsch zu sein schienen. Deshalb gründete er den Arbeitskreis VDE 0100 und lud in diesen Fachleute und Praktiker der Elektroinstallation ein. Es waren damals und sind auch noch heute Meister, Obermeister, Planer, Sachverständige, Vertreter von kommunalen und staatlichen Bauämtern, von Stadtwerken und EVU, Ausbilder und andere. „Gesellen kamen früher auch in den Kreis, sind aber leider jetzt lange nicht mehr in ihm vertreten“, bedauert Erich Lienenklaus und ergänzt: „Die Mitglieder des Arbeitskreises kennen die Nöte des `kleinen Mannes' auf der Baustelle. Sie lesen im Arbeitskreis gründlich die Texte der Entwürfe, diskutieren darüber und formulieren, soweit es erforderlich erscheint, Einsprüche. Vielfach kam es sogar vor, dass unser Einspruch im Volumen weit größer war als der Entwurf selber.“ Lienenklaus merkt an, dass sich leider zu wenig Fachleute vorher mit den Entwürfen beschäftigen: „Und hinterher stöhnen sie über den Inhalt der Norm.“ Die Arbeit der Wuppertaler Fachleute erlangte bundesweit Aufmerksamkeit und Anerkennung. So heißt es in Band 12 der im VDE-Verlag erschienenen Geschichte der Elektrotechnik: „Von herausragender Bedeutung für die Verbandsarbeit im Hinblick auf die Normung und Sicherheit ist der aktive Arbeitskreis VDE 0100 des Bezirksvereins Bergisch Land zu nennen. Seit vielen Jahren hat es sich dieser Arbeitskreis zur Aufgabe gemacht, alle Entwürfe zu Errichtungsbestimmungen VDE 0100, VDE 0107 und VDE 0108 auf hohem technischen Niveau zu diskutieren und gegebenenfalls Einsprüche an die DKE einzureichen. Zusätzlich werden auch andere allgemein interessierende Entwürfe zu VDE-Bestimmungen, z. B. für Leitungen oder Schaltgeräte, mit hoher Sachkompetenz in diesem Arbeitskreis behandelt. Wegen der vielen Einsprüche aus diesem Gremium wurde der VDE-0100-Arbeitskreis Bergisch Land scherzhaft von Mitgliedern der betroffenen DKE-Komitees als `Mafia aus Wuppertal' betitelt. Die sich aus der Praxis ergebenden, anwendungsgeprägten Ratschläge und Änderungswünsche wurden allerdings stets mit großer Anerkennung umgesetzt.“ VDE 0100 im DIN-A6-Heft Mit gemischten Gefühlen betrachtet Lienenklaus den Werdegang der VDE 0100: „Sie wird immer umfangreicher, sodass ein Installateur kaum noch den ganzen Umfang überschauen kann. Er hat zu installieren und sich nicht überwiegend mit den Bestimmungen zu beschäftigen.“ Obwohl fast jeder Vorsitzende für das Komitee VDE 0100 seine Arbeit mit dem Vorsatz des „Entrümpelns“ angetreten habe, sei die Bestimmung trotzdem nur gewachsen. Lienenklaus: „Auf unserem Kongress `75 Jahre VDE-Bezirksverein Bergisch Land' wurde ein etwas größeres Vokabelheft DIN-A6 verteilt, in dem die ganze VDE 0100 von der Jahrhundertwende 1800-1900 abgedruckt war.“ Im Mittelpunkt des „Festival of Lights“ stehen eindrucksvolle Lichtinszenierungen bekannter Berliner Bauwerke, Straßen und Plätze Belektro, e/home und Festival of Lights in Berlin Berliner Wahrzeichen kunstvoll in Szene gesetzt Die Besucher der Fachmessen Belektro und e/home erwartet in diesem Jahr ein zusätzliches Erlebnis: Mit einem Feuerwerk an Illuminationen und Veranstaltungen verwandelt das „Festival of Lights“ die deutsche Hauptstadt vom 17. bis 29. Oktober 2006 erneut in eine einzigartige Glitzermetropole. ep vor Ort Besuchen Sie den ep auf der Fachmesse Belektro vom 18. bis 20. Oktober 2006 in Berlin: Halle 4.2, Stand 236. Dort findet auch das Elektropraktiker-Forum mit interessanten Expertenvorträgen statt. Referenten sind u. a.: Burkhard Schulze, Hans-Joachim Slischka, Klaus Bödeker, Dr. Horst Möbus, Roland Baer. EP1006-784-799 22.09.2006 8:36 Uhr Seite 788

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