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Elektrotechnik
13. Verbandstage des LIV Mecklenburg-Vorpommern in Rostock - Flexibilität, Kreativität u. Anpassungsfähigkeit sind gefragt
ep4/2003, 1 Seite
Elektropraktiker, Berlin 57 (2003) 4 242 Branche aktuell Wirtschaftliche Situation Trotz aller wirtschaftlichen Belastungen und der seit längerer Zeit bestehenden Existenzängste waren die Handwerksunternehmen stets bestrebt, ihre Mitarbeiter so lange wie möglich zu halten. Nunmehr scheint die Grenze des Zumutbaren erreicht, so Landesinnungsmeister Klaus Pick (Bild ). Unter den andauernd schwierigen Bedingungen werden immer mehr Mitarbeiter „abgebaut“. In Meck.-Pom. beträgt die Arbeitslosenquote zz. 18,7 % - neuer Rekord! Auch der Ausbildungsbereich leidet darunter, denn Lehrlinge ausbilden können nur Betriebe, die Arbeit haben. Hierum muss sich die Politik kümmern. Mit den durch die Politiker vorgesehenen Maßnahmen wie · Kürzung der Eigenheimzulage · Gründung von Ich-AG'n (erhöhte Konkurrenz) · Erhöhen der Kranken- und Rentenversicherung kann nach Meinung des LIV keine Besserung erreicht werden. Wirksame Beiträge zur Existenzsicherung noch bestehender Unternehmen könnten z. B. darin bestehen: · Ruinöses Preisdumping der öffentlichen Hand beenden (Vorschlag: das billigste und das teuerste Angebot werden gestrichen). · Gesetzliche Verpflichtung im BGB zur Hinterlegung einer Bankbürgschaft in Höhe der Auftragssumme vor Auftragsvergabe (mehr Sicherheit für die Unternehmen und deren Arbeitsplätze). In seiner Festrede ging Landeswirtschaftsminister Dr. Otto Ebnet (Bild ) auf die Hinweise und Forderungen praxisnah und selbstkritisch ein. Viele Ursachen der uns heute drückenden Probleme wurden vor Jahren gesetzt. Es gilt heute gegenzusteuern. Allerdings muss dabei berücksichtigt werden, dass Forderungen in Bezug auf die Kürzung der Lohnnebenkosten schnell zu Leistungskürzungen bei der Kranken-, Renten- und Arbeitslosenversicherung führen können. Die erwarteten klaren Antworten auf die Frage, wie dem Handwerk geholfen werden kann, blieb der Minister allerdings schuldig. Aktivitäten des LIV Um die Situation für die Mitgliedsbetriebe zu verbessern, hat der LIV nicht nur Forderungen an die Politiker gerichtet, sondern ist selbst aktiv geworden: · Das Tariftreuegesetz konnte zumindest auf Bundesebene gestoppt werden. Ein solches Gesetz würde den Markt für öffentliche Aufträge in Westdeutschland für die ostdeutschen Betriebe völlig abschotten. Damit hätte eine weitere Pleitewelle das ostdeutsche Handwerk erschüttert. · Für die arbeitsmedizinische „Regelbetreuung“ von Kleinbetrieben (BGV A7) konnte eine kostengünstigere Alternative durchgesetzt werden. Die ersten Schulungen werden in diesem Jahr durchgeführt. · Verbesserung der Zusammenarbeit mit den örtlichen Energieversorgern durch die Elektrogemeinschaften e.leg (LIV und e.dis) und m-peg (LIV und WEMAG AG). So konnten für die ersten Seminarteilnehmer „Energieberater“-Ausweise herausgegeben werden. · Kostengünstiger Bürgschaftsservice für die Mitgliedsbetriebe. · Gefordert wird, dass die Industrie schnellstmöglich neue „Garantiebedingungen“ vorlegt, die inhaltlich angemessen sind und der neuen Gesetzeslage entsprechen. · Mehr Informationen durch verbesserten und aktuelleren Internetauftritt unter www.eh-mv.de. Künftig wird es noch mehr auf die gemeinsame Durchsetzung der Interessen des Handwerks ankommen. Je stärker die Durchsetzungskraft des LIV ist, umso leichter wird dieses möglich sein. Fachschulung Von Jahr zu Jahr steigt das Niveau dieser Veranstaltung. Bei der Vorbereitung wird ausgezeichnete Arbeit geleistet. Jeder Handwerksmeister ist gut beraten, wenn er mit seinen Mitarbeitern die vielfältigen Weiterbildungsangebote nutzt, um den steigenden Anforderungen des Marktes gerecht zu werden. Die stattliche Anzahl von 2755 Teilnehmern (250 mehr als im Jahr 2002) zeigt, dass die Fachschulung einen echten Höhepunkt im Verbandsleben darstellt (Bild ). Seminare. In etwa 30 täglich stattfindenden Vorträgen wurde jeweils ein Überblick über ein Fachsegment gegeben. Die Teilnehmer erfuhren, wie diese für ihren Betrieb weiter ausgebaut und besser beherrscht werden können. Zeitlich waren die Vorträge so abgestimmt, dass an einem Tag 3 bis 4 Vorträge besucht und auftretende Fragen direkt mit den Referenten diskutiert werden konnten. Workshops. Fragen, die nach den Vorträgen noch offen waren, konnten an den Ständen der verschiedenen Firmen im persönlichen Gespräch diskutiert und vertieft werden. Dabei ging es vor allem um die Geschäftsfelder EIB, Jalousiesteuerung, Überspannungsschutz, Rauchmelder, Prüfen sowie traditionelle Installationstechnik und Messgeräteeinsatz. Auch über andere wichtige Gebiete wie Internet, Netzwerktechnik, Handwerkerversicherungen, E-Check, Bürgschaftsservice konnten Ratschläge und Hinweise eingeholt werden. Beratungen. Die Vertreter verschiedener Einrichtungen wie Handwerkskammer, Kreishandwerkerschaft, Arbeitsamt, Innungskrankenkasse, Berufsgenossenschaft, Bundestechnologiezentrum Oldenburg und die Partnerversicherungen inter und DBV Winterthur boten den Teilnehmern der Verbandstage Beratungsbgespräche an. Auch diese Möglichkeit wurde rege genutzt. Auszeichnungen Für ihr Engagement und ihr uneigennütziges Eintreten für die Belange des Elektrohandwerks wurden Jürgen Pulss mit der Ehrenträgermedaille des LIV sowie Jürgen Goertz, Dieter Frauen, Alfred Schipner und Gerhard Ewert mit der Ehrennadel des LIV in Silber ausgezeichnet. H. Elster Landesinnungsmeister Klaus Pick forderte mit sehr viel Nachdruck von den Politikern bessere Rahmenbedingungen für das Handwerk Die im Rahmen der Verbandstage stattfindende Fachschulung für Gebäudetechnik diente wie in den vergangenen Jahren vielen Gästen dazu, sich mit der neuesten Technik vertraut zu machen 13. Verbandstage des LIV Mecklenburg-Vorpommern in Rostock Flexibilität, Kreativität und Anpassungsfähigkeit sind gefragt Vom 28. bis 30. Januar veranstaltete der LIV Mecklenburg-Vorpommern seine 13. Verbandstage. Hauptthemen waren die Verbesserung der Rahmenbedingungen für das Handwerk und die technische und betriebswirtschaftliche Weiterbildung der Unternehmer sowie der Mitarbeiter in den Betrieben. In seinem Festvortrag ging Minister Dr. Otto Ebnet praxisnah auf die Kritik des LIV ein, die erwarteten Antworten konnte er allerdings nicht geben
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Autor
- H. Elster
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