Gebäudetechnik
Zeitgemäße Haussteuerung mit Ambihome
Der Bereich Gebäudeautomation wird immer wichtiger für Elektrohandwerker, Fachplaner und Ingenieure und ist deshalb auch ein Schwerpunkt für den Elektropraktiker.
Während im Zweckbau der Einsatz von Gebäudeautomationssystemen selbstverständlich geworden ist, dominiert im Wohnungsbau – auch im Neubau – nach wie vor die konventionelle Elektroinstallation. Eine der Ursachen für diese Entwicklung ist in den noch bei vielen Fachkollegen bestehenden Schwierigkeiten im Umgang mit anspruchsvollen Programmiertools zu suchen.
Bei dem in Aachen beheimateten Unternehmen Ambihome sind Firmen- und Produktname identisch. Die angebotene Haussteuerung [1] basiert im Wesentlichen auf KNX-Komponenten [2]. Aktorseitig werden zudem DALI- [3] und SMI-Komponenten [4] eingesetzt. Im Unterschied zu vergleichbaren Angeboten wird hier der ausführende Installateur völlig von jeglichen Programmierarbeiten entlastet. Dazu trägt sowohl die konsequente Modularisierung des Anlagenkonzeptes als auch eine Planungshilfe bei, mit deren Hilfe der Informationsaustausch zwischen dem Installateur und dem Unternehmen realisiert wird.
KNX und mehr
Ambihome liegt ein technisches Konzept zugrunde, das auf den Einsatz bewährter Technik und der Kombination verschiedener Bussysteme basiert. Die Haussteuerung orientiert sich auf den Einsatz klassischer Bediengeräte, kann aber auch über moderne Anzeige- und Bediengeräte (wie Tablets oder Smartphones) bedient werden.
Zentrale als Server und Gateway
Der technische Mittelpunkt einer jeden Anlage ist die Zentrale (Bild 1). Dieses Gerät ist hier Server und Gateway zugleich. Darauf sind alle notwendigen Verknüpfungen zwischen den Eingabegeräten und der Aktorik gespeichert, wie die Vereinbarungen zu Szenen, die Einstellungen von Timern usw. Darüber hinaus sind darin alle notwendigen Daten (Webserver) abgelegt, um die optisch ansprechende Visualisierungen realisieren zu können. Die Zentrale ist zugleich Gateway und stellt Anschlüsse für KNX-, DALI- und SMI-Komponenten bereit. Der E-Key-Anschluss ermöglicht die Einbindung eines Fingerprint-Sensors zur Realisierung eines Zutrittkontrollsystems. Über den LAN-Anschluss erfolgt die Verknüpfung der Haussteuerung mit dem IT-Heimnetz (LAN/WLAN). Diese Einbindung ist die Voraussetzung zur Nutzung spezieller Funktionen, wie etwa der Übermittlung von Zustandsmeldungen per E-Mail oder SMS.
Sensorik und Aktorik
Die Bedienung der Anlage erfolgt mittels Taster. Über KNX-Binäreingänge werden Tasterschnittstellen eingebunden. Darüber hinaus lässt sich die Anlage über Visualisierungen auf dem Display von Endgeräten (Smartphone, Tablet oder PC) steuern. Zur Erfassung von Umweltgrößen, wie
- Temperatur,
- Helligkeit,
- Bewegung,
- Rauch und
- Luftfeuchtigkeit,
werden Multisensoren eingesetzt. Diese werden gleichfalls über den KNX-Bus angeschlossen. Die Ansteuerung von Leuchten erfolgt mittels DALI-Schaltaktoren bzw. DALI-Dimmern. Zur Steuerung von Verschattungseinrichtungen werden SMI-Komponenten eingesetzt. Neben den von Ambihome angebotenen Standardkomponenten lassen sich – bei Bedarf – Busgeräte weiterer Hersteller einbinden.
Fazit

