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Girls' Day beim VDE Verband
Aus- und Weiterbildung

Fachkräfte gesucht: Mädchen für die Elektro-Branche begeistern

Umfangreiches Angebot beim Girls' Day

28.03.2017

Am 27. April 2017 findet deutschlandweit der Mädchen-Zukunftstag statt. An diesem Tag bekommen Schülerinnen der Klassen 5 bis 10 Einblicke in die Welt der Technik, des Handwerks, der Ingenieur- und Naturwissenschaften oder lernen weibliche Vorbilder in Führungspositionen in Wirtschaft und Politik kennen. 

Seit dem ersten Girls’ Day im Jahr 2001 haben mehr als 1,5 Million Mädchen zukunftsorientierte Berufe erkunden können, in denen Frauen bisher noch unterrepräsentiert sind. Durch die spezifische Ansprache von Mädchen unterstützt der Girls' Day positive Trends in der Berufswahl von jungen Frauen. Schon 90.000 Plätze für Mädchen und Jungen Aber es gibt auch jede Menge Berufe, in denen Männer schwach vertreten sind. Deshalb gibt es seit 2011 den bundesweiten Boys' Day. Unternehmen, Einrichtungen, Institutionen und Betriebe können ihre Angebote für Mädchen bzw. Jungen auf den Webseiten www.girls-day.de und www.boys-day.de im Radar eintragen. Aktuell stehen schon über 90.000 Plätze für die Jugendlichen zur Verfügung, 70.000 für Mädchen und 20.000 für Jungen. Auch wenn Mädchen in einer Gesellschaft mit vielen technischen Fortschritten aufwachsen und Rollenbilder nicht mehr so starr sind, halten sie in Sachen Berufswahl häufig an Traditionen fest. Mehr als die Hälfte der Mädchen entscheidet sich für einen von nur zehn dualen Ausbildungsberufen – obwohl es 330 gibt. Bei den Jungen wählt mehr als die Hälfte einen von lediglich 20 Berufen. Mädchen früh für MINT-Berufe begeistern MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Mehr als 9,52 Millionen Menschen arbeiten in einem MINT-Beruf, jeder 4. in der Metall- und Elektroindustrie. Händeringend werden Fachkräfte gesucht. Viele Vorteile in MINT-Berufen
  • mehr unbefristete Arbeitsverhältnisse als in anderen Berufen, nur 7,3 % haben einen befristeten Vertrag
  • sie arbeiten häufiger in leitenden Positionen 
  • verdienen sie im Durchschnitt mehr als andere Fachkräfte
Deshalb lohnt es sich, über Berufe in der Elektrobranche zu informieren. Ausbildungsmöglichkeiten gibt es jede Menge. Bei den folgenden Firmen können sich Mädchen über Angebote informieren: ABB, AEG Power Solutions, BASF, Bauer Elektroanlagen, Bayer, Bender, Bosch Rexroth, Bosch Sicherheitssysteme, BSH Hausgeräte, Bundespolizei und Bundeswehr, Busch-Jaeger Elektro, Carl Zeiss AG, Continental Automotive, Daimler AG, Deutsche Bahn, Drewag, Endress + Hauser, Eplan Software, Fraunhofer Institut, Hekatron, Jumo, Kathrein, Knorr-Bremse, Loewe Technologies, Michelin Reifenwerke, Miele, Ovag, PSE Elektronik, Robert Bosch, Siemens, Sonepar, Spie, Steca, Strabag, TE Connectivity, Vaillant, Viessmann, Volkswagen, Werma, Westdeutscher Rundfunk, Westnetz, Würth. Auch das Helmholtz-Zentrum Berlin ist wieder mit dabei. An den Standorten Wannsee und Adlershof werden verschiedene Workshops angeboten. Darin lernen die Mädchen die Arbeitswelt von Technikerinnen, Ingenieurinnen und Wissenschaftlerinnen kennen. Nachwuchswerbung für Unternehmen Die Aktionstage sind ein wichtiger Baustein in der geschlechtersensiblen Berufs- und Studienwahl. Rund ein Drittel der Unternehmen, die mehrfach am Girls' Day aktiv waren, haben mittlerweile Bewerbungen von ihren ehemaligen Teilnehmerinnen erhalten. 20 Prozent der Einrichtungen und Unternehmen, die mehrmals beim Boys’ Day mitgemacht haben, erhalten Bewerbungen von ehemaligen Teilnehmern. Interessierte Mädchen und Jungen können auf den Webseiten Angebote in Wohnortnähe finden.

Autor
Name: Lana Geißler