
Smart Grid im Spannungsfeld von Technik, Geschäft und Regulierung
Das World Smart Grid Forum 2013, welches in Berlin vom 23. bis 25. September stattfinden wird, ist darauf ausgerichtet, Gedankenprozesse anzustoßen, die frei sind von den technologischen und kommerziellen Anforderungen der normalen Smart-Grid-Veranstaltungen.
Das World Smart Grid Forum 2013, welches in Berlin vom 23. bis 25. September stattfinden wird, ist darauf ausgerichtet, Gedankenprozesse anzustoßen, die frei sind von den technologischen und kommerziellen Anforderungen der normalen Smart-Grid-Veranstaltungen.
Matteo Codazzi, Vorstandschef der CESI (Unternehmen für technisches Consulting- und Engineering), wird an Tag 3 der Konferenz - Session A4: "Evolution of the distribution grid" (Session A4: Entwicklung des Verteilungsnetzes) mit einem Vortrag teilnehmen: "Smart distribution grids: different local conditions affect the priorities" (Smart-Grid-Verteilungsnetze: verschiedene lokale Bedingungen bestimmen die Prioritäten).
Hinsichtlich der Smart-Grid-Verteilungsnetze können vier Schlüsselelemente identifiziert werden:
- Smart Metering, erster Baustein auf dem Weg zum Smart Grid, mit den entsprechenden Bestandteilen Echtzeit-Berichterstattung zu zeitlichem Verbrauch und Ausfällen, Fernabschaltung, automatisierte Abrechnung und Vertragsmanagement.
- Netzautomatisierung, Echtzeitberichterstattung von Zustand und Ausfällen, Spannungs- und Spannungsflußkontrolle, schnelle Fehlerfindung in MS/NS-Netzen
- Haus- und Gebäudeautomatisierung, Echtzeit-Verbrauchs- und Preisstatistiken sowie Programme zur Abschaltung von Geräten/ ausgewählten Lasten zur Gestaltung der Spannungsspitzen
- Integration von erneuerbaren Energiequellen, Energiespeicherung und Elektroantrieben in das Management des Verteilungsnetzes.
Weltweit ist die Smart-Grid-Landschaft schnell veränderlich und verfügt über verschiedenste Herangehensweisen, Strategien, Prioritäten, Umsetzungsquoten, Investitionsstrategien und finanzielle Möglichkeiten innerhalb und zwischen den einzelnen Ländern.
- Europa, mit dem 20-20-20-Ziel und Subventionen auf die Verteilungsenergiequellen hat die günstigsten Strategien für das Voranbringen der Smart-Grid-Entwicklung.
- Italien leistet Pionierarbeit: Enel, unterstützt von der CESI, hat 2001 eine nationale Aktion zur Einführung von 30 Millionen Zählern gestartet. Danach haben Schweden, Spanien, Frankreich, Serbien und Montenegro den italienischen Weg auf dem Gebiet des Metering beschritten.
- Mittlerer Osten Unterstützt von der CESI betreiben einige Länder und Energieversorger technische und ökonomische Machbarkeitsstudien zur Smart-Grid-Entwicklung (Königreich Saudi-Arabien, Vereinigte Arabische Emirate) und betrachten das Smart Grid als ein Schlüsselelement auf dem Weg zur Smart City (Masdar City).
- Südamerika, mit seinem hohen Bedarf an Verbesserung der Versorgungszuverlässigkeit, der Senkung der Netzverluste und -kosten beschäftigt sich mehr und mehr mit Smart-Grid-Anwendungen sowohl für die Verteilung als auch für die Übertragung. CESI ist besonders in Brasil sehr engagiert, welches momentan das führende Land Lateinamerikas auf dem Gebiet des Smart Grid ist.
Das World Smart Grid Forum 2013 wird von der International Electrotechnical Organisation IEC, State Grid Corporation of China- SGCC sowie dem VDE-Verband organisiert.
