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Überspannungsschutzgerät: Blitzstromzähler LSC I + II (Bild: OBO Bettermann)
Elektrosicherheit | Normen und Vorschriften | Alarm- und Signalgeber

Aus dem Facharchiv: Normen und Vorschriften

Schutzeinrichtungen – DIN EN 61643-11 (VDE 0675-6-11) 2019-03 + Straßenverkehrs-Signalanlagen – DIN EN 50556 (VDE 0832-100) 201

22.11.2019

Die DIN EN 61643-11 (VDE 0675-6-11) 2019-03 gilt für Überspannungsschutzgeräte in einem 50-Hz-Wechselstromnetz sowie in Anlagen mit Nennspannungen bis 1 kV (Effektivwert). Die DIN EN 50556 (VDE 0832-100) 2019-03 legt Anforderungen für Straßenverkehrs-Signalanlagen fest, einschließlich ihrer Entwicklung, Konstruktion, Prüfung, Errichtung und Instandhaltung.

DIN EN 61643-11 (VDE 0675-6-11) 2019-03

Überspannungsschutzgeräte für Niederspannung – Teil 11: Überspannungsschutzgeräte für den Einsatz in Niederspannungsanlagen – Anforderungen und Prüfungen Ein Überspannungsschutzgerät (SPD) dient zum Schutz gegen indirekte und direkte Blitzeinschläge oder andere transiente Überspannungen. Hinsichtlich der älteren Norm vom April 2013 wurden lediglich zwei Änderungen vorgenommen. Es sind Anforderungen für tragbare SPDS aufgenommen und die deutsche Fassung in den Abschnitten 2, 3 und Anhang ZA ist an den aktuellen Standardtext angepasst worden. Der Schutz gegen direktes Berühren ist sicherzustellen. Spannungsführende Teile an einem Überspannungsschutzgerät dürfen nicht berührt werden können. Für SPDs, die als nicht zugänglich klassifiziert sind, gilt diese Anforderung ebenfalls. Die Verbindungen zwischen dem Erdanschluss und allen berührbaren Teilen untereinander müssen niederohmig sein. Der Widerstandswert darf dabei 0,05 Ω nicht überschreiten. Die Anschlüsse an einem SPD sind so zu befestigen, dass sie sich nicht lockern. Das Lösen der Klemmschrauben darf nur mit einem Werkzeug möglich sein. Außerdem ist darauf zu achten, dass ein Einzeldraht beim Anziehen der Klemmschraube nicht herausrutschen kann. Der Hersteller des Überspannungsschutzgerätes hat den Anschluss daher entsprechend zu konstruieren. Der Artikel ist in unserem Facharchiv nachzulesen.

DIN EN 50556 (VDE 0832-100) 2019-03

Straßenverkehrs-Signalanlagen Wenn Straßenverkehrs-Signalanlagen in Verbindung mit anderen Anlagen betrieben werden müssen, zum Beispiel mit der Straßenbeleuchtung oder Eisenbahnsignal- und -kommunikationstechnik, muss diese Norm mit den entsprechenden Normen für das andere zugehörige System angewendet werden, damit die Sicherheit des Gesamtsystems nicht beeinträchtigt wird. Gegenüber DIN EN 50556 (VDE 0832-100):2011-09 wurden zahlreiche Änderungen vorgenommen, u. a.:
  1. Änderung des Anwendungsbereichs zur Abdeckung von temporären Signalen mit einer höheren Komplexität;
  2. Korrektur der Verwendung von shall und should (muss und soll) innerhalb des ganzen Dokuments;
  3. Aktualisierung der normativen Verweisungen zur Erweiterung um EN 50159;
  4. Klarstellung der Formulierung der Anforderungen in 5.2.3.2;
  5. Änderung der Begriffsdefinition „Straßenverkehrs-Signalanlage“, um formale Anforderungen zu erfüllen;
  6. Anpassung des Unterabschnitts 5.1.2, um neue Formen der Architektur zur ermöglichen, die für die Zukunft zu sehen sind, eine Anpassung an den Stand der Technik.
Der Artikel ist in unserem Facharchiv nachzulesen