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Caterva ESS
Energietechnik/-Anwendungen | Regenerative/Alternative Energien

Pilotprojekt mit Stromspeicher: 75 Solaranlagenbetreiber gesucht

05.08.2014

Die Caterva GmbH und die N-Ergie AG suchen für ein Pilotprojekt 75 Photovoltaik-Anlagenbetreiber im Netzgebiet der N-Ergie, die den in ihrer Anlage erzeugten Strom selbst nutzen und ihren Selbstverbrauch mit einem Speicher deutlich erhöhen möchten.

Das von der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg wissenschaftlich begleitete Projekt wird vom Freistaat Bayern unterstützt.

Bisher können Eigenheimbesitzer auch bei optimaler Planung ihrer Photovoltaik-Anlage lediglich etwa 30 Prozent des auf dem Dach erzeugten Stroms selbst nutzen, denn der Strombedarf ist häufig gerade in den Abendstunden groß, wenn die Sonne nicht scheint. Mit einem Stromspeicher können Betreiber einer PV-Anlage den Anteil des Selbstverbrauchs deutlich steigern.

Das von Caterva entwickelte Energiespeichersystem (ESS) mit einer Gesamtleistung von bis zu 20 Kilowatt und einer Kapazität von 21 Kilowattstunden ist besonders leistungsfähig: Mit dem Speicher ist es möglich, 60 bis 80 Prozent des individuellen Strombedarfs aus Eigenerzeugung zu decken. Die Innovation des Speichers liegt in seiner zweiten Funktion: Die von Caterva weiterentwickelte Siemens-Elektronik des ESS wurde so konzipiert, dass sich der Speicher über Mobilfunk mit anderen ESS zu einem sogenannten Schwarm vernetzen kann.

Der geplante Schwarm aus zunächst 75 installierten Stromspeichern kann zum Beispiel dann Strom in das Netz einspeisen, wenn die stark schwankenden Energieträger Sonne oder Wind gerade nicht zur Verfügung stehen. Umgekehrt kann der Speicher geladen werden, wenn ein Überangebot an grünem Strom im Netz besteht. Bisher übernehmen vor allem Gas- und Kohlekraftwerke diese Stabilisierungsfunktion. Mit Hilfe der vernetzten Solarstromspeicher lässt sich der Anteil des grünen Stroms an der Netzstabilisierung steigern.

Das Caterva-ESS kann einen Haushalt – je nach Verbrauch – bis zu zwei Tage unabhängig vom Stromnetz mit Elektrizität versorgen.

An dem Pilotprojekt können auch Anlagenbetreiber teilnehmen, die bisher noch ihren gesamten Stromertrag in das Stromnetz einspeisen, aber eine zeitnahe Umrüstung ihrer Anlage auf Selbstverbrauch planen.

Weitere Informationen zum ESS und zum Schwarm-Projekt unter www.caterva.de