Aus dem Facharchiv: Elektropraxis
Multisensor Sens‘it – ein Schritt ins Internet der Dinge
Begriffe wie Industrie 4.0 oder Kürzel wie IoT und IIoT sind aus dem aktuellen Sprachgebrauch kaum mehr wegzudenken. Aber was verbirgt sich dahinter? Ein großes allumfassendes Konzept wohl kaum. Eher viele kleine und auch größere Schritte, ein Puzzle von Ideen und Produkten.
Anwendungen
Die Einstellung des Gerätes für eine Anwendung erfolgt mittels einer Taste. Seitens des Anbieters werden 5 Möglichkeiten der Anwendung gewissermaßen als Standardanwendungen vorgegeben.
- Im Klimamodus werden Temperatur- und Luftfeuchtigkeitswerte gemessen und gesendet. Je nach Einstellung kann das alle 10 Minuten, jede Stunde, alle 6 Stunden oder 1 x täglich erfolgen.
- Bei der Lichtüberwachung können Helligkeitswerte entweder in den zuvor genannten Intervallen erfasst werden oder es wird nur die Unter-/Überschreitung von Werten erfasst und übermittelt.
- Im Tür-/Fenstermodus wird – bei entsprechender Installation des Gerätes – jede Öffnung gemeldet.
- Bei der Magneterkennung erzeugt das Gerät eine Meldung bei der Entfernung von einem Magneten.
- Bewegung und Vibrationen oberhalb eines bestimmten Grenzwertes können mittels der Vibrationserkennung gemeldet werden.
Darüber hinaus kann aber auch mittels der Gerätetaste manuell der Versand einer Nachricht ausgelöst werden. Abgeleitet davon ist eine Vielzahl praktischer Anwendungen denkbar. Im Eintrag zu Sigfox in der Wikipedia [3] werden praktische Nutzungsmöglichkeiten genannt, wie:
- Kfz-Diebstahlschutz,
- Überwachung von Parkplatz-Belegungen,
- Füllstandsüberwachung,
- Überwachung von Kühlketten,
- Patientenüberwachung oder
- Überwachung von Ausrüstung (z. B. Brandmelder, Defibrilatoren).
Datenübermittlung und -bereitstellung
Der Multisensor kann pro Tag bis zu 140 Nachrichten (max. 6 Nachrichten pro Stunde) mit einer Länge von bis zu 12 Bytes versenden. Der Versand der Nachrichten erfolgt – unter Nutzung unterschiedlicher Frequenzbereiche – parallel an etwa drei Sigfox-Basisstationen. Eine Bestätigung des Empfangs der Nachricht erfolgt nicht. Von den Sigfox-Basisstationen erfolgt deren Weiterleitung ins Internet. Für den Nutzer werden die Informationen als Zeitreihen dargestellt und können per PC, Tablet oder Smartphone abgerufen werden. Bestimmte Ereignisse können aber auch – ggf. unter Nutzung des Dienstes IFTTT – zur Erzeugung von Push-Nachrichten genutzt werden, die dann per E-Mail, SMS, Facebook oder Twitter versandt werden.
Energieversorgung
Das Gerät wird über einen wiederaufladbaren Akku gespeist. Wie lange eine Aufladung reicht, wird vor allem durch die Anzahl der abgesetzten Nachrichten bestimmt. Das resultiert aus der Tatsache, dass das Gerät in den Zeiten zwischen dem Versand von Nachrichten weitgehend inaktiv ist und in dieser Zeit daher kaum Energie verbraucht.

