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Light + Building: Was war, was ist und was wird sein?
Zum Juli 2020 hat Maria Hasselman den Staffelstab der Light + Building an Johannes Möller übergeben. Und das – wie sich das im Hochleistungssport gehört – im Sprint. Zeit genommen haben sich der bisherige und der künftige Kopf der Weltleitmesse trotzdem. Und zwar für ein Interview, miteinander.
Maria Hasselman:
Ja, das ist es auch. Für Dich wird es sicher ein ebenso aufregende Zeit werden wie für mich zu Beginn der Zweitausender. Denn seit Anfang Juli hast Du von mir den Staffelstab für die Leitung der Light + Building übernommen. Wie fühlst Du Dich dabei?
Johannes Möller:
Euphorisch. Ich könnte mir kein spannenderes Themenfeld vorstellen. Ich meine, denken wir an steigenden Wohlstand und Urbanisierung überall auf dem Planeten. Das Gebäude ist einer der Bereiche, in dem das meiste Potential steckt.
Maria Hasselman:
Guter Punkt – Potential. Welche Chance siehst Du für das Gebäude der Zukunft?
Johannes Möller:
Ich gehe davon aus, das städtischer Raum global immer knapper wird. Gleichzeitig steigen die Ansprüche an ihn und damit auch an das Gebäude. Es wird also um Smart-Grids genauso gehen wie Predictive Maintenance oder intelligente Straßenbeleuchtung, wie Du sie gerade schon beschrieben hast. Gleichzeitig müssen die Grundbedürfnisse nach Wasser, Wärme, Strom, Licht, Bewegung und Sicherheit erfüllt sein.
Maria Hasselman:
Du wirst die Geschicke der Light + Building steuern. Was ist für Dich die Besonderheit der Weltleitmesse?
Johannes Möller:
Vernetzung. Und zwar gleich auf zwei Ebenen. Einmal geht es natürlich um die Vernetzung der Technischen Gebäudeausstattung untereinander – Licht müssen wir hier selbstverständlich mitdenken. Du hast es gerade gesagt. Die Digitalisierung bringt vollkommen neue Möglichkeiten. Und die lassen sich auf der Light + Building erfahren. Auf der anderen Seite steht die Fachmesse für die Vernetzung ihrer Aussteller und Besucher. Und das nicht nur über dutzende von Landesgrenzen sondern auch Proffessionen hinweg. Diese Kombination macht die Light + Building für mich einmalig.
Maria Hasselman:
Noch nie wurde die Frage, ob man Messen nicht auch rein digital durchführen könnte, so laut gestellt wie in diesem Jahr 2020. Die Hintergründe liegen auf der Hand. Wie siehst Du das?
Johannes Möller:
Die persönliche Begegnung ist unersetzlich. Wie sonst würden wir vertrauensvolle Geschäftsbeziehungen aufbauen, Produktqualitäten untersuchen, Mitbewerber analysieren, mit multiplen Märkten beziehungsweise Disziplinen in kurzer Zeit in Kontakt kommen und finden, was wir nicht gesucht haben?
Maria Hasselman:
Ich weiß, dass Du einiges für die Light + Building planst. Auch hierbei geht es um Digitalisierung. Willst Du kurz skizzieren, was Du Dir vorstellst?
Johannes Möller:
Aber klar, gerne. Die Light + Building ist schon längst nicht mehr eine rein physische Veranstaltung. Du selbst hast Dich über Jahre dafür eingesetzt, beispielsweise Top-Themen aus der gesamten Branche zu verankern – und das schon Monate vor Beginn der Light + Building. Dazu hast Du die Website genauso genutzt wie Soziale Medien. Der Vorteil: Orientierung. Besucher haben es so viel leichter, später physisch durch ein Angebot in der Größenordnung von 52 Fußballfeldern zu navigieren. Und genau diesen Effekt möchten wir in Zukunft noch verstärken. Wir planen daher ein digitales Angebot, dass auch in den zwei Jahren zwischen den Veranstaltungen Mehrwerte für Besucher und Aussteller schafft.
Maria Hasselman:
Wie kann ich mir das konkret vorstellen?
Johannes Möller:
Tatsächlich will ich noch nicht zu viel verraten. Aber schon so viel: Wir werden unterschiedliche Kanäle nutzen, um Branchendiskussionen anzustoßen, Meinungen und Best-Practice-Beispiele zu veröffentlichen oder auf Trends und Produkt-News zu deuten. Überspitzt formuliert: Bald wird man auch bei der Gartenarbeit Neuigkeiten aus der Branche erleben können.
Maria Hasselman:
Das klingt nach Podcast?
Johannes Möller:
Ja, stimmt. Wir planen eine ganze Serie. Aber auch Videos und Foren werden zum neuen Portfolio gehören.
Maria Hasselman:
Ich sehe schon, Du kannst es schwer für Dich behalten. Für wann planst Du die Neuerungen.


