
Branchengeflüster
Lapp feiert 50. Jubiläum der Kabelwerke
Oskar Lapp (1921-1987) war nicht nur Erfinder, sondern auch Unternehmer mit Leidenschaft: Er entwickelte die erste industriell gefertigte Steuerleitung mit farbigen Adern und sorgte mit Unterstützung seiner Ehefrau Ursula Ida dafür, dass sein neues Produkt für den Maschinen- und Anlagenbau innerhalb kürzester Zeit unverzichtbar wurde.
Bereits vier Jahre nach der Gründung der U.I. Lapp KG im Jahre 1959, investierte das Unternehmer-Ehepaar 1963 in das erste eigene Produktionswerk und legte damit den Grundstein für das heute weltweit erfolgreiche Familienunternehmen.
Im Beisein der Mitarbeiter des Kabelwerks und deren Familienangehörigen sowie zahlreicher anderer Gäste feierte die Stuttgarter Lapp Gruppe im September das 50. Jubiläum der Lapp GmbH Kabelwerke. Neben Führungen durch die Kabelwerke gab es auch verschiedene Angebote für Kinder, das Kabelwerk spielerisch zu erleben. "Wir wollten ein familiäres Fest haben. Schließlich ist der Familiensinn für uns auch heute noch einer der wichtigsten Werte unseres Unternehmens", erklärt Vorstand Siegbert E. Lapp.
Produktion nach Kundenwunsch
Im heutigen Kabelwerk sind 120 Mitarbeiter beschäftigt, davon 90 in der Produktion und 30 in der Verwaltung. Mit modernen Maschinen werden dort pro Jahr rund 15.000 Kilometer Leitungen produziert. In Stuttgart werden Kabel vor allem nach kundenindividuellen Wünschen gefertigt. Volumenprodukte mit Fertigungslängen bis über 100 Kilometern am Stück laufen dagegen im französischen Forbach vom Band.
Aber auch Innovationen und Prozessoptimierungen werden zunächst im Stuttgarter Kabelwerk entwickelt, getestet und umgesetzt. Deshalb befinden sich im Gebäude auch Labors für Hochleistungstests, welche von der U.I. Lapp GmbH betrieben werden. Dort können Kräfte bis zu fünffacher Erdbeschleunigung simuliert und mehrere Millionen Biegezyklen für das zu prüfende Kabel in einer Energieführungskette gefahren werden.
Heute betreibt die Lapp Gruppe neben dem Kabelwerk in Stuttgart noch weitere 16 eigene Fertigungsstandorte auf der ganzen Welt.
