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(1) Isolierung durch Perimeterdämmung (Foto: Autor/ep)
Elektrosicherheit | Installationstechnik | Blitz- und Überspannungsschutz | Schutzmaßnahmen | Erdung und Potentialausgleich

Aus dem Facharchiv: Elektropraxis

Kombinierte Erdungsanlagen für Schutzpotentialausgleichs-, Blitzschutz- und EMV-Anordnungen

25.04.2019

Durch DIN 18014, Ausgabe 2014-03, [1] wird der Aufbau der Fundamenterderanlage konkreter beschrieben. Aufgrund des Trends, isolierende Materialien im Fundament und in Erdungsschichten einzusetzen bzw. der stetig steigenden Nutzung umschlossener Perimeterdämmungen, ist gemäß der DIN 18014 zusätzlich zur gewohnten Erdermasche im Fundament auch ein erdfühliger Ringerder vorzusehen.

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EMV steht für Elektro-Magnetische-Verträglichkeit. Ziel der EMV-Maßnahmen ist es sicherzustellen, dass elektrische und ganz besonders elektronische Geräte, Systeme und Anlagen ihre Umgebung nicht über ein vertretbares Maß hinaus beeinflussen bzw. von Störungen aus der Umgebung beeinflussbar sind.

  • Störquellen:

Funktelefone – Schaltnetzteile – Zündanlagen – Frequenzumrichter – Blitzeinschlag – Schweißgeräte – große Verbraucher (Produktionsanlagen), PC.

  • Störsenke (Beispiele):

Prozessrechner – Funkempfangsanlagen – Steuerungen – Umrichter – Messgeräte – Produktionsanlagen – Haustechnik.

Die Einkoppelung der Störungen kann z.B. über gemeinsame Energieversorgungs- oder Kommunikationsleitungen erfolgen durch:

  • galvanische Kopplung: → direkt verbunden
  • kapazitive Kopplung → Einstrahlung des elektrischen Felds durch hohe Spannungen
  • induktive Kopplung (magnetisches Feld) durch hohe Ströme, welche in der Nähe auftreten.

Die Kopplung zwischen Störquelle und Störsenke hängt u.a. von der Frequenz und den geometrischen Abmessungen der beteiligten Betriebsmittel ab. Das bedeutet konkret, durch einen Blitzeinschlag in der Ferne kann nicht nur die Zuleitung, sondern auch das Magnetfeld gefährliche Störspannungen einkoppeln.

Vermeidung von Einkopplungen

Durch Schirmungsmaßnahmen (elektrisch leitfähig verbundene Metallgitterstrukturen, die mit dem Potentialausgleich verbunden sind) werden Schirmdämpfungen (Verlöschung der EMV-Störung) aufgebaut, welche – abhängig von den Maschenweiten und dem Material – den Aufbau störender Überspannungen dämpfen können. Maschenweiten (Bewehrungen) kleiner/gleich 25 cm sind hier bereits sehr hilfreich.

Nur auch hier stellt sich schnell die Frage: Was ist, wenn das Gebäude weder einen Blitzschutz noch Schirmungsmaßnahmen an Wänden und Decken besitzt? Welchen Nutzen bringt bei einem Gebäude mit isoliertem Fundament und daraus resultierendem außen erdfühlig verlegtem Ringerder diese im Fundament/Bewehrung verbaute EMV-Masche?


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