Jury nominiert fünf Unternehmen für den Hermes Award
Mit dem Hermes Award lobt die Deutsche Messe AG anlässlich der Hannover Messe alljährlich den Industriepreis aus. In diesem Jahr gab es mit ca. 70 Bewerbungen von Unternehmen aus zehn Ländern eine Rekordbeteiligung.
Eine unabhängige Jury unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Dr. h. c. mult. Wolfgang Wahlster, Vorsitzender der Geschäftsführung des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI), hat fünf Unternehmen für den Award nominiert.
Im Anschluss gibt Prof. Wahlster den Gewinner bekannt. Die Laudatio und die Preisübergabe erfolgen durch die Bundesbildungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka.
Es sind folgende Unternehmen nominiert (Auflistung in alphabetischer Reihenfolge):
- ABB Automation GmbH, Mannheim: Bei dem nominierten Produkt YuMI handelt es sich um einen kollaborativen Zweiarmroboter. YuMI kann Feinarbeiten mit sehr hoher Präzision ausführen und sich mit zweimal sieben Freiheitsgraden ergonomisch an Arbeitsplätze für Menschen anpassen. YuMI ist flexibel einsetzbar und wurde zum Beispiel für den Einsatz in der hybriden Kleinteilmontage in der Elektroindustrie entwickelt.
- Conti Tech, Hannover: Nominiert wird das Projekt "Materialinnovation für die Fahrzeugheizung". Die patentierte leit- und streichfähige Paste auf Polymerbasis lässt sich sehr einfach in automobile Oberflächenmaterialien integrieren. Der elektrische Strom wird direkt durch die Paste geleitet und erzeugt so Wärme. Das Heizsystem eignet sich für alle Fahrzeuge, insbesondere aber für Elektrofahrzeuge.
- Next Kraftwerke GmbH, Köln: Bei dem nominierten Projekt handelt es sich um das virtuelle Kraftwerk Next Pool. Dort sind mehr als 2.500 dezentrale Stromerzeuger und Stromverbraucher mit einer Gesamtleistung von rund 1.500 Megawatt gebündelt. Nextpool beinhaltet ein vollautomatisches Leitsystem, das die Daten aus allen über M2M-Kommunikation vernetzten Anlagen ausliest und diese zentral steuert.
- Schunk GmbH & Co. KG, Lauffen/Neckar: Das nominierte Produkt Schunk eGrip ist ein webbasiertes 3D-Designtool für additiv gefertigte Greiferfinger von Robotern. Die Konstruktionszeit sinkt damit um bis zu 97 Prozent auf rund 15 Minuten, die Fertigungs- und Lieferzeit durch den 3D-Druck um bis zu 80 Prozent.
- Wittenstein AG, Igersheim: Bei dem nominierten Produkt "Galaxie" handelt es sich um ein Hochleistungsgetriebe mit dynamisierten Einzelzähnen und einem hydrodynamischen vollflächigen Zahneingriff. Das führt zu einer mehr als sechs Mal größeren inneren Kraftübertragungsfläche als bei konventionellen Getrieben.
Diese fünf Lösungen werden im Rahmen der Eröffnungsfeier der Messe am 12. April präsentiert.

