Zum Hauptinhalt springen 
Bild: Eberhard RUDERT / stock.adobe.com
Technische Gebäudeausrüstung | Heizungs- und Wärmetechnik

Aus dem Facharchiv: Elektropraxis

Heiße Grüße von der Sonne

10.08.2023

Bei einer Solarthermieanlage wird die Energie der Sonne von einem Absorber „eingefangen“, an ein Transportmedium weitergegeben und schließlich zur Erwärmung von Wasser und/oder zur Unterstützung der Heizung verwendet. Dies ist eine bewährte Methode.

Seiten

 Obwohl ein Großteil der thermischen Solarthermieanlagen auch sicher ist, darf allerdings nicht außer Acht gelassen werden, dass einige Indach-Solarthermieanlagen konstruktionsbedingt eine erhöhte Brandgefahr darstellen. An dieser Stelle sind Hersteller und Normung gehalten, Maßnahmen zu treffen, diese Art der Sonnennutzung sicherer zu gestalten.

In Zeiten knapper werdender Rohstoffe und eines voranschreitenden Klimawandels aufgrund zu hohen Kohlenstoffdioxid-Ausstoßes (CO2) wird ein Umdenken in der Energieerzeugung immer wichtiger. Dieses Umdenken hat bei den „großen“ Energieerzeugern bereits stattgefunden. Aber eben auch die „kleinen“ Energieerzeuger haben auf die „Energiewende“ reagiert. Seit Jahren steigt die Zahl der Solaranlagen.

Bei dem Stichwort Solaranlage wird meist zuerst an die Photovoltaik-Anlagen (PV-Anlagen) gedacht. Der größere Anteil von Solaranlagen auf Dächern von Privathaushalten ist aber den sogenannten Solarthermieanlagen vorbehalten. Deren Zahl steigt seit Jahren kontinuierlich an.

Solarthermieanlagen und Hintergründe

Bei einer Solarthermieanlage wird die Energie der Sonne, im Gegensatz zur PV-Anlage, nicht über einen komplizierten physikalischen Prozess nutzbar gemacht. Daher sind keine speziellen Werkstoffe notwendig und Hausbesitzer können deutlich preiswerter zur „Energiewende“ beitragen. Die Energie der Sonne, in Form von sichtbarem und infrarotem Licht, wird von einem „Absorber“ – vergleichbar mit einem schwarzen Autodach – „eingefangen“, an ein Transportmedium weitergegeben und schließlich zur Erwärmung von Wasser und/oder zur Unterstützung der Heizung verwendet – vergleichbar mit dem heißen Innenraum eines Fahrzeugs im Sommer.

In der Regel bestehen Solarthermieanlagen daher aus den Komponenten Kollektor, Pumpe, Pufferspeicher, der Verrohrung und einer Steuerung. Dabei werden die einzelnen Systeme prinzipiell nach den Bauarten der Kollektoren unterschieden: Vakuumröhrenkollektoren-, Parabolrinnenkollektoren- und Flachkollektoren-Systeme. Bei den Flachkollektoren – dem meistverbauten Typ in deutschen Privathaushalten – wird noch in Aufdach- (Verbau auf der Dacheindeckung) und Indach-Kollektoren (Verbau anstelle der Dacheindeckung) unterschieden.

Ein Flachkollektor wiederum besteht vereinfacht von unten nach oben aus einer Rückwand mit einem Rahmen und einer Wärmedämmung darauf. Danach folgt der Absorber; den Abschluss bildet eine lichtdurchlässige Abdeckung.


Seiten