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Aus dem Facharchiv: Elektropraxis

Grannyguard – für mehr Sicherheit

01.06.2023

Der Anteil älterer Mitbürger wächst Jahr um Jahr. Die Mehrzahl möchte auch im hohen Lebensalter das gewohnte Umfeld – die eigene Wohnung – nicht verlassen. Dabei können moderne elektronische Geräte in ganz unterschiedlicher Form von Nutzen sein. Das vorgestellte Gerät erkennt Stürze sofort, bemerkt unübliche Inaktivität und benachrichtigt automatisch Angehörige und/oder das Pflegepersonal.

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Die in der Berliner Siemensstadt ansässige Gesellschaft Pikkerton wurde im Jahr 2004 gegründet. Sie entwickelt und produziert innovative elektronische Geräte. Dazu gehören Funknetzbaugruppen für verschiedene Funktechnologien wie etwa Zigbee, wireless M-Bus, Bluetooth, GSM, LTE, NB-IoT. Einen weiteren Schwerpunkt bildet Sensorik, speziell für AAL1)-Anwendungen. Darauf basierend werden Sensornetzwerke unterschiedlichster Strukturen bezüglich der Anbindung an übergeordnete Netze und Verarbeitungsplattformen realisiert. Mit dem Sturzerkennungs- und Alarmierungssystem Grannyguard (Bild a) hat das Unternehmen ein in Fachkreisen vielbeachtetes Produkt entwickelt.

Anliegen und Technik

Stürze sind bei hochbetagten Menschen – trotz aller vorbeugender Maßnahmen – nicht immer vermeidbar. Im Bedarfsfall sollte sofortige Hilfe gewährleistet sein. Die üblicherweise im Bereich der Pflege genutzten Notrufknöpfe setzen voraus, dass der jeweilige Nutzer diesen zur Hand hat und auch zur Betätigung in der Lage ist. Das ist vielfach – insbesondere in den Nachtstunden – beim Gang ins Bad nur selten der Fall. Und gerade für dieses Problem bietet das Gerät eine Lösung.

Sturzprävention

Wie überall, so gilt auch hier der Grundsatz: „Vorbeugen ist besser als heilen“. Das im Gerät (Bild b) integrierte Orientierungslicht trägt dazu bei, das Sturzrisiko in den Nachtstunden durch Bereitstellung eines „Pantoffellichtes“ deutlich zu senken.

Sturzerkennung

Das Sturzerkennungs- und Benachrichtigungssystem Grannyguard kann in einer Standard-Lichtschalterdose montiert werden. Dabei bleibt die Funktion des Schalters/Tasters erhalten. Zwei im Gerät integrierte Infrarot-Sensoren erfassen die von einem menschlichen Körper ausgehende Wärmestrahlung bis zu einer Raumtiefe von etwa 5 m und einem Öffnungswinkel von rund 170°. Die empfangene Wärmestrahlung wird ausgewertet. Die im Gerät integrierte Verarbeitung der Informationen erlaubt eine Unterscheidung von stehenden/laufenden und liegenden (also gestürzten) Personen. Das System arbeitet absolut passiv und sendet selbst keinerlei Energie aus (z. B. Ultraschall oder Radarwellen).

Netzanbindung

Grannyguard verfügt grundsätzlich über ein Wi-Fi-Modul, d. h. das Gerät kann in ein bestehendes WLAN eingebunden werden. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, das Gerät mit einem GSM-Modul auszurüsten. Damit lässt es sich in ein Mobilfunknetz integrieren.


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