Skip to main content 
Einbau des Überspannungsschutzes
Photovoltaik

Elektro+: Sicher durch die Gewittersaison

10.07.2013

Zum Thema Blitzschutz fällt vielen gleich der Blitzableiter ein. Dieser schütz jedoch nur das Gebäude gegen Brand- und Gebäudeschaden, aber nicht die elektrische Anlage im Inneren. Vor allem hochsensible und teure Technik in Haus oder Wohnung kann durch Überspannung schweren Schaden nehmen.

Ist ein PC betroffen, sind gespeicherte Daten, wie etwa Verträge, Urlaubsbilder oder Videos, schnell zerstört. Um sicher zu gehen, dass ein wirksamer Schutz gewährleistet ist, empfiehlt die Initiative Elektro+ sich an den Elektrofachmann zu wenden. Der Experte kennt das passende Schutzkonzept, um Gewitterschäden am und im Haus wirksam zu vermeiden. Ein Blitz- und Überspannungsschutz kann jederzeit nachgerüstet werden.

Gefährlich hohe elektrische Spannung entstehen nicht nur bei Blitzeinschlag sondern auch, wenn sich ein Blitz in der näheren Umgebung entlädt. Eine solche Überspannung verbreitet sich bis zu einem Umkreis von zwei Kilometern und kann ebenfalls die elektrische Anlage im Haus lahm legen, Elektrogeräte zerstören oder in Brand setzen. "Eine wirksame Gegenmaßnahme ist ein fachgerecht installierter, mehrstufiger Überspannungsschutz, der die Energie kontrolliert in die Erde ableitet und Überspannungen ausgleicht", so Hartmut Zander von der Initiative.

Fangeinrichtung, Ableitung und Erdung bilden den äußeren Blitzschutz – allgemein als Blitzableiter bekannt. Die Fangeinrichtung auf dem Hausdach dient im Ernstfall als Einschlagstelle, über die die entladene Energie an die Ableitungsanlage weitergegeben wird. Über diese Leitungen und die Erdungsanlage, beispielsweise ein Fundamenterder, gelangt der Blitzstrom kontrolliert in den Erdboden und wird dort verteilt. Der äußere Blitzschutz verhindert Brände und Stromschläge im Hausinneren.

Um Computer, Fernseher, Telefon und andere elektrische Geräte zu schützen, ist neben dem äußeren auch ein innerer Blitzschutz nötig.

Schließlich kommt der Endgeräteschutz zum Einsatz, zum Beispiel in Form von Steckdosen mit integriertem Überspannungsschutz oder als Überspannungsschutzstecker, welche die dort angeschlossenen Endgeräte schützen. "Nur durch die Kombination von allen drei Anwendungen, vom Elektro-Fachbetrieb installiert, sind die Endgeräte bei direkten und indirekten Blitzeinschlägen optimal abgesichert", so Zander.

Die Installation der Schutzeinrichtung ist innerhalb weniger Stunden erledigt, ohne dass dabei Schmutz entsteht oder Umbaumaßnahmen nötig werden. Die Kosten für den Einbau sind im Vergleich zu den möglichen Schäden nach einem Blitzeinschlag gering. Wer bereits durch ein voll ausgestattetes Blitzschutzsystem gesichert ist, sollte den Elektrofachmann regelmäßig mit der Kontrolle beauftragen. Eine Wartung spätestens alle vier Jahre empfehlenswert ist.

Weitere Infos bietet die Initiative unter www.elektro-plus.com. Bauherren, Architekten, Planer und das Elektrohandwerk erhalten hier herstellerneutrale Informationen und Planungshilfen rund um die elektrische Gebäudeinstallation.



Bilder

Überspannungsschutzstecker (Bilder: Elektro+)