Aus dem Facharchiv: Elektropraxis
Das unsichtbare Rückgrat moderner Gebäudetechnik
Speziell in Gewerberäumen wird es heutzutage immer wichtiger, unkompliziert einen Zugang zu Strom- und Datenquellen zu gewährleisten. Um diesen Zugang nicht nur über Installationen an der Wand zu ermöglichen, sondern auch über den Bodenbereich, werden Immobilien vermehrt mit Unterflursystemen ausgerüstet. Sie erleichtern die Kabelverlegung und schaffen zusätzliche Flexibilität für die Zukunft.
Sonderfall Schwerlastanwendungen
Sowohl für die Unterflurkanäle als auch die Einbaueinheiten gibt es von den Herstellern Lösungen mit unterschiedlichen Belastungsgrenzen. Die Norm DIN EN 1990/NA:2010-12 [2] definiert die Nutzlasten im Hochbau für Deutschland und zeigt dafür in verschiedenen Kategorien die dazugehörigen Werte auf. Generell sollte dafür gesorgt werden, dass die verbauten Unterflurkanäle den vorherrschenden Nutzlasten standhalten kann. Dazu sollten sowohl die Fahrzeuggewichte sowie die technischen Informationen der Hersteller zu Rate gezogen werden.
Bei den Einbaueinheiten ist ebenfalls darauf zu achten, dass diese speziell für Schwerlast-anwendungen ausgelegt sind. Für beide Komponenten sollte dafür die technische Dokumentation genau studiert werden. Ein vermeintlich kleiner Fehler kann im späteren Betrieb zur Beschädigung und sogar zum vollständigen Ausfall der Einheit führen. Dabei werden häufig nicht nur die Unterflursysteme, sondern auch die Kabel in Mitleidenschaft gezogen. Eine nachträgliche Reparatur führt neben einem potentiellen Verdienstausfall zu großen baulichen Maßnahmen.
Autor: P. Plath
Literatur:
[1] DIN 18202:2013-04 Toleranzen im Hochbau – Bauwerke.
[2] DIN EN 1990/NA:2010-12 Nationaler Anhang – National festgelegte Parameter – Eurocode: Grundlagen der Tragwerksplanung.
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