Individualisierte Profinet-Abnahme nach Werksnorm
Bus- und Netzwerkfehler finden
Für die anlagenweite Datenkommunikation sind Ethernet-basierte Kommunikationssysteme wie Profinet heute die erste Wahl. Das liegt nicht nur an den deutlich höheren Übertragungsraten im Vergleich zu seriellen Feldbussen, sondern auch an der größeren Flexibilität.
Anhand der App können die Anwender auch kritische Stellen per Wärmebild-Kamera prüfen und dokumentieren. Durch einen Wärmestau und den damit verbundenen Temperaturanstieg sinkt die Lebensdauer der Mikroelektronik erheblich. Es gilt die Faustformel, dass sich die Lebensdauer hochempfindlicher Elektronik je 7 bis 10 °C höherer Betriebstemperatur jeweils halbiert.
Dabei ist es unerheblich, ob die entwickelte Wärme eines Gerätes nicht richtig abgeführt wird oder ob ein System durch zu wenig Abstand von anderen Baugruppen, beispielsweise Netzgeräte oder Leistungselektronik, mit Strahlungswärme beaufschlagt wird.
Kundenspezifische Anpassung
In der aktuellen Version lässt sich die App an Kunden- oder Werksnormen anpassen, so dass diese gleich mitgeprüft werden. Das können interne Vorgaben von Anlagenbauern sein oder Vorschriften eines Endkunden, der alle Anlagen nach einem einheitlichen Standard geprüft haben möchte.
Bei vielen Automobilherstellern sind solche betriebsinternen Normen anzutreffen. Die App „Profinet VW Chemnitz“ ist ein Beispiel für eine kundenspezifische Variante der IVGNetApp. Damit kann eine Profinet-Installation nach Werksnorm abgenommen werden, ohne tiefe Fachkenntnis dafür zu haben.
Autor: G. Bäuerle
Bild 1, rechts: Ein Standard-Patchkabel als potentielle Fehlerquelle ( Quelle: IVG Göhringer)
Bild 3, Mitte links: Wärmebild am Beispiel eines offenen Schulungskoffers bei 20°C Umgebungstemperatur (Quelle: IVG Göhringer)
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