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Photovoltaik | Personen und Firmen

Bosch verkauft Zell- und Modulfertigung

04.04.2014

Der Verkauf der Fertigung von kristallinen Photovoltaik-Zellen und -Modulen in Arnstadt von Bosch an Solar-World ist abgeschlossen.

Alle Bedingungen für den Vollzug des im November 2013 unterzeichneten Kaufvertrags sind erfüllt, darunter die Genehmigung der Kartellbehörden sowie der Abschluss eines Interessenausgleichs für die Mitarbeiter von Bosch Solar Energy, die zur Solar-World Industries-Thüringen GmbH wechseln.

Insgesamt können 1.000 von derzeit noch rund 1.400 Arbeitsplätzen am Standort Arnstadt erhalten werden. Zusätzlich zu den rund 800 Mitarbeitern, die zu Solar-World wechseln, wird Bosch insgesamt rund 250 Mitarbeiter am Standort Arnstadt beschäftigen.

Bereits ihren Betrieb aufgenommen haben die Serviceorganisation und die Handelsgesellschaft von Bosch. Ab Herbst 2014 wird Bosch in Arnstadt zudem ein Automobilelektronikprodukt fertigen. Aktuell laufen dafür die Vorarbeiten.

Weiterhin laufen die Verhandlungen mit den Arbeitnehmervertretern zum Interessenausgleich und Sozialplan für die Mitarbeiter, die nicht zur Solar-World Industries-Thüringen GmbH wechseln. Trotz verstärkter Anstrengungen von Bosch, gemeinsam mit der Landesregierung und der Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen, wird der potenzielle Investor aus dem Pharmasektor seine ursprünglichen Pläne, in Arnstadt zu produzieren, aus wirtschaftlichen Erwägungen nicht umsetzen.

Für das Modulwerk im südfranzösischen Vénissieux soll es eine vergleichbare Lösung geben wie für den Standort Arnstadt. Zurzeit werden Gespräche mit einem potenziellen Investor geführt.

Die Aleo Solar AG hat am einen Vertrag unterzeichnet, um die Modulfertigung in Prenzlau/Brandenburg an die SCP Solar GmbH zu verkaufen. SCP Solar GmbH ist ein Joint Venture bestehend aus der taiwanesischen Sunrise Global Solar Energy Co. Ltd., der japanischen Choshu Industry Co., Ltd. und der Pan Asia Solar, Ltd., UK. Der Käufer übernimmt auch die Marke "Aleo" und beabsichtigt, Arbeitsplätze für rund 200 Mitarbeiter zu schaffen.

Der Vorstand von Aleo hat mehrere Optionen geprüft, einschließlich einer kompletten Liquidation des Geschäftsbetriebs. Bosch als Hauptaktionär (rund 90,7 Prozent der Anteile) unterstützt Aleo bei der Transaktion und der Auflösung des nicht von der Transaktion umfassten Restgeschäfts mit einer Finanzierung.

Um rund 200 Mitarbeitern eine Beschäftigung beim Erwerber zu ermöglichen, nimmt Bosch für diese Transaktion Mehrkosten in Kauf. Mit diesem Vorgehen kann eine Insolvenz von Aleo vermieden werden.

Die Transaktion steht unter anderem noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Hauptversammlung und der Genehmigung durch die Kartellbehörden.