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Vorbeugende Brandschutzmaßnahmen helfen, die Brandausbreitung zu verzögern (Bild: ep)
Blitz- und Überspannungsschutz

Aus dem Facharchiv: Reduzierung der Brandgefahr bei Blitzeinschlägen

Blitzschutz unter Berücksichtigung der Brandschutzrichtlinien

18.04.2019

Der Brandschutz stellt in der heutigen Zeit viele Planer und Installateure von gebäudetechnischen Ausrüstungen vor scheinbar unüberwindbare Hindernisse.

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Brandschutzbereiche

Anlagentechnischer Brandschutz z. B. Feuerlöscher
Betrieblich-organisatorischer Brandschutz z. B. Flucht- und Rettungsplan
Abwehrender Brandschutz z. B. Feuerwehr
Baulicher Brandschutz z. B. Brandschutzwand Dieser Bereich kann auch für den Blitzschutz relevant sein.

Abhängig von der Nutzungsart von Gebäuden stellen die Bauordnungen und Sonderbauordnungen der Länder unterschiedliche Anforderungen an deren Brandschutz. Baulich werden z.B. Brandabschnitte gebildet, feuerwiderstandsfähige Bauteile definiert oder die Lage und Länge von Rettungswegen festgelegt.

Gebäudetypen

Nicht bei allen Gebäuden werden hohe Anforderungen an den Brandschutz gestellt. Daher werden in Deutschland gemäß der Musterbauordnung verschiedene Gebäudeklassen unterschieden, an die unterschiedliche Brandschutzanforderungen gestellt werden. In den Klassen 1 bis 3 sind hauptsächlich kleinere Gebäude zu finden, in denen sich normalerweise wenige Personen aufhalten. Höhere Gebäude, unterhalb der Hochhausgrenze von 22 Metern, sind in den Klassen 4 und 5 zu finden.

Gefahren durch Brände

Schnelle Ausbreitung des Brandes

Ist erst einmal ein Brand entstanden, gerät er schnell außer Kontrolle. In Windeseile entzünden die Flammen alle brennbaren Materialien, die Temperaturen steigen und der Brand breitet sich explosionsartig immer weiter aus. Die Feuerwehr muss deshalb bei einem Brand nicht nur die bereits lodernden Flammen bekämpfen. Die Hauptaufgabe besteht vielmehr darin, den Schaden zu begrenzen, indem verhindert wird, dass sich die Flammen auf angrenzende Gebäude oder Gebäudeteile ausbreiten.

Bauliche Komponenten wie Brandwände, feuerbeständige Decken, feuerhemmende Türen, Kabelabschottungen und weitere Maßnahmen des vorbeugenden Brandschutzes helfen dabei, die Ausbreitung eines Brandes zu verhindern oder zumindest zu verzögern.

Starke Rauchentwicklung

Rauch- und Rußentwicklung sind eine oft unterschätzte Gefahrenquelle. Je nachdem, welche Materialien in Brand geraten, entstehen während des Verbrennungsprozesses unter anderem folgende giftige Gase:

  • Kohlenmonoxid
  • Kohlendioxid
  • Schwefeldioxid
  • Wasserdampf und Ruß.

Starke Rauchentwicklung in einem brennenden Gebäude ist nicht nur eine Gefahr für Leben und Gesundheit der betroffenen Opfer. Der Rauch erschwert darüber hinaus die Brandbekämpfung, weil er der Feuerwehr das Lokalisieren des Brandherdes erschwert.


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