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(Bild: Enertrag)
Regenerative/Alternative Energien

Behörden ermöglichen Windparks ohne nächtliches Dauerblinklicht

29.09.2014

Die Deutsche Flugsicherung (DFS) hat erstmals den Betrieb von Windenergieanlagen ohne permanent blinkende Warnleuchten ermöglicht. Damit kann eines der größten Hindernisse für die Akzeptanz von Windparks zukünftig abgebaut werden. Vermieden wird das Dauerblinklicht mit Hilfe des radargestützten Systems Airspex des Brandenburger Unternehmens Enertrag Systemtechnik.

Es schaltet die Befeuerung nur dann ein, wenn ein Luftfahrzeug in die Nähe der Windenergieanlagen gelangt. Die Anerkennung wurde von Felix Stenschke, Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, auf der Messe Windenergy Hamburg an die Geschäftsführer Thomas Herrholz und Werner Diwald übergeben.

"Die sogenannte bedarfsgerechte Befeuerung wird schon seit Jahren von Bürgern gewünscht. Deswegen sind wir besonders froh, sie jetzt in Windparks installieren zu können. Gerade die Akzeptanz neuer Windenergieprojekte steigt merklich, wenn die Warnleuchten nachts nicht mehr blinken", erklärt Herrholz.

Airspex wurde von Enertrag gemeinsam mit Airbus Defence & Space, der Verteidigungs- und Sicherheitsdivision des Luft- und Raumfahrtkonzerns Airbus, entwickelt und arbeitet im X-Band Frequenzbereich. Seinen Praxistest absolvierte es im Bürgerwindpark Ockholm-Langenhorn in Schleswig-Holstein. Das System aktiviert die Befeuerung, wenn sich ein Luftfahrzeug in einem Umkreis von vier Kilometern befindet und dabei in einer Höhe von bis zu 600 Metern fliegt. Sobald es dieses Gebiet verlässt, wird die Befeuerung wieder deaktiviert.

Dabei eignet es sich nicht nur für neue Windenergieprojekte, die Anerkennung des Systems ermöglicht seinen Einsatz auch in bestehenden Windparks.