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All-In-Sensor – vielseitig einsetzbare Sensorik (Quelle: AMG Sicherheitstechnik)
Steuerungstechnik (allg.) | Gebäudeautomation

Aus dem Facharchiv: Elektropraxis

All-In-Sensor – ein kleiner „Alleskönner“

20.10.2022

Auf integrierten Schaltungen basierende mikroelektronische Bauelemente werden nicht nur immer kleiner, sondern deren Funktionalität scheint geradezu grenzenlos zu sein. Im Zuge dieser Entwicklung sind bei der Sensorik völlig neue Möglichkeiten entstanden. Diese bieten aber auch die aktuell verfügbaren Funknetze. Eine geschickte Kombination beider Entwicklungen führt zu innovativen Produkten.

Das in Gommern (Altmark) beheimatete Unternehmen AMG Sicherheitstechnik hat sich seit seiner Gründung vor über 30 Jahren mit der Entwicklung, der Fertigung und dem Vertrieb von Alarmsystemen und Videoüberwachungstechnik beschäftigt. Die Angebotspalette umfasst ein breites Sortiment von Einbruchs- über Brandmelde- bis hin zu Videoüberwachungsanlagen. Des Weiteren werden Geräte zur Fahrzeug-Überwachung und GPS-Tracking sowie Notrufsysteme angeboten. Ausgehend vom Grundgedanken, dass jegliche Überwachung und Alarmierung letztlich auf der Erfassung physikalischer Größen basiert, hat das Unternehmen mit dem All-In-Sensor (AIS) ein Gerät entwickelt, das sich nicht nur durch vielfältige Einsatzmöglichkeiten auszeichnet, sondern darüber hinaus auch Möglichkeiten der Weiterentwicklung bietet (Bild).

Systemkonzept und Gerätetechnik

Der All-In-Sensor ist in einem Gehäuse von etwa der Größe einer Streichholzschachtel (42 mm x 53 mm x 77 mm) untergebracht. Das Gerät wird batteriegespeist (wahlweise ist auch die Speisung über den USB-Anschluss möglich) und verfügt über einen Schutzgrad von IP 54. Trotz der geradezu winzigen Abmessungen des Gehäuses sind in diesem Gerät nicht nur eine Vielzahl von Sensoren integriert, sondern es können darüber hinaus weitere über einen Micro-USB-Anschluss eingebunden werden. Beim All-In-Sensor wird das auf Bluetooth (4.2 LE oder 5.0 LE) basierende Funkprotokoll Bluetosec genutzt. Dieses Funkprotokoll ist eine Eigenentwicklung des Anbieters und bietet eine höhere Sicherheit gegenüber Fremdzugriff.

Sensorik

Das Gerät ist zunächst einmal mit Sensorik zur Erfassung von Umgebungsbedingungen ausgestattet und verfügt intern über 12 Sensoren (siehe Kasten). Über den USB-Anschluss können zudem ein Gas-, oder ein Wassermelder angeschlossen werden. Der gesonderte Anschluss resultiert aus der Tatsache, dass diese Sensoren eine spezielle Lokalisierung (Wassermelder) oder aber – wie etwa der Gasmelder – einen Netzanschluss benötigen.

… und mehr

Das Gerät vereint nicht nur eine Vielzahl von Sensoren, sondern kann zudem als Smarthome-Zentrale eingesetzt werden. Das kann in Verbindung mit einem Smartphone/Tablet oder auch autark realisiert werden. Hierzu werden Verknüpfungen zwischen Sensorik und Aktorik gespeichert. Für zeitgesteuerte Abläufe steht eine Zeitschaltuhr (Wochentimer) zur Verfügung.

Autark oder mit Netzanbindung

Der AIS kann als Zentrale kleiner Smarthome-Lösungen für unterschiedliche Anwendungen genutzt werden (Beleuchtung, Sicherheit usw.). Dazu können sowohl mehrere AIS als auch spezielle Sensoren eingebunden und Aktoren angesteuert werden. Die einfachste Variante ist die Realisierung von Steuer- und Überwachungsfunktionen wie etwa die automatische Aktivierung von Lichtszenen, Anwesenheitssimulationen oder Temperatursteuerungen. Hierfür sind weder eine Zentrale noch eine Internetanbindung erforderlich. In diesem Fall wird ein Smartphone/Tablet lediglich zur Programmierung benötigt. Weitergehende Möglichkeiten bietet der Einsatz des AIS im Verbund mit einem Smartphone/Tablet. Die Mobilgeräte können vor Ort als attraktive und komfortable Anzeige- und Bediengeräte genutzt werden. Darüber hinaus kann damit eine Übermittlung von Informationen über Systemzustände per SMS, E-Mail oder Anruf erfolgen. Hierzu kann wahlweise – je nach Verfügbarkeit – das WLAN/Internet oder das Mobilfunknetz genutzt werden. Ein Fernzugriff ist auf diesem Weg ebenfalls möglich. Autor: H. Möbus Der vollständige Artikel ist in unserem Facharchiv nachzulesen.