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Bild: ArGe Medien im ZVEH
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Elektrosicherheit

30 Jahre E-Check: das Sicherheitssiegel der E-Handwerke

16.02.2026

Andreas Habermehl vom ZVEH berichtet über drei Jahrzehnte elektrische Sicherheit.

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Seit 1996 ist der E-Check das anerkannte Sicherheitssiegel der E-Handwerke. Er darf ausschließlich von qualifizierten Innungsfachbetrieben durchgeführt werden. Das geschützte Prüfsiegel steht für geprüfte elektrische Sicherheit. Es ermöglicht den normgerechten und zuverlässigen Betrieb elektrischer Anlagen, Geräte und Systeme – im privaten Wohnumfeld ebenso wie im gewerblichen Bereich. Anlässlich des 30-jährigen Jubiläums im Jahr 2026 spricht Andreas Habermehl, Geschäftsführer Technik und Berufsbildung im Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH), über die Bedeutung des E-Checks.

Was passiert beim E-Check?

Beim E-Check überprüft eine Elektrofachkraft die elektrischen Installationen systematisch und fachgerecht. In jedem Raum werden unter anderem Verkabelungen, Steckdosen, Schalter, Beleuchtung, Sicherungen und weitere elektrische Einrichtungen geprüft. Ziel ist es, festzustellen, ob die elektrische Anlage den aktuellen Sicherheitsanforderungen entspricht oder ob Mängel, Überlastungen oder altersbedingte Schäden vorliegen.

Geprüft werden unter anderem:

  • Elektroinstallationen und Leitungen auf Beschädigungen, Alterung und Überlastung
  • Schutzeinrichtungen wie Fehlerstrom-Schutzschalter (RCD), die vor gefährlichen Stromunfällen schützen
  • ortsfeste elektrische Geräte wie E-Herde
  • Maßnahmen des Blitz- und Überspannungsschutzes

Darüber hinaus identifiziert die Fachkraft unnötige Stromverbräuche, zeigt Energiesparpotentiale auf und berät zu moderner Elektrotechnik – von effizienter Beleuchtung bis hin zu Smart-Home- und Energiemanagementlösungen.

Mehr als nur Sicherheit

In den vergangenen 30 Jahren hat sich der E-Check als wichtiges Qualitäts- und Orientierungsinstrument etabliert. Heute stehen spezialisierte Varianten zur Verfügung, etwa der E-Check:

  • PV für Photovoltaikanlagen
  • EMA für elektrische Maschinen
  • IT für Kommunikations- und Datennetze
  • E-Mobilität für Ladeinfrastruktur.

Der Bedarf ist hoch: Über 75 % der Immobilien in Deutschland sind älter als 15 Jahre. Viele Elektroinstallationen wurden für einen deutlich geringeren Energiebedarf ausgelegt. Moderne Anforderungen mit Elektromobilität, Wärmepumpen, Homeoffice und vernetzter Technik stoßen hier schnell an Grenzen. Der E-Check hilft, Risiken wie Kabelbrände, Stromunfälle oder Schäden an teuren Geräten zu vermeiden. Gleichzeitig zeigt er, wie sich Energieeffizienz, Komfort und Zukunftsfähigkeit der Immobilie verbessern lassen.

Weitere Informationen sowie qualifizierte Fachbetriebe für den E-Check: www.elektrohandwerk.de

3 Fragen, 3 Antworten – Andreas Habermehl, ZVEH

1. Der E-Check feiert 2026 sein 30-jähriges Bestehen. Was war 1996 der Auslöser für die Einführung?

Mitte der 1990er-Jahre gab es keinen sichtbaren Standard zur Bewertung der elektrischen Sicherheit in Gebäuden. Gleichzeitig nahm die Zahl elektrischer Geräte im Haushalt stark zu. Viele bestehende Installationen waren dafür nicht ausgelegt. Mit dem E-Check haben wir ein verlässliches Prüfsiegel geschaffen, das ausschließlich von qualifizierten Innungsfachbetrieben durchgeführt wird. Das Ziel war und ist klar: Risiken minimieren und Menschen schützen. Eine Elektroinstallation sollte – ähnlich wie ein Fahrzeug – regelmäßig fachgerecht überprüft werden, denn von ihrer Sicherheit hängt im Ernstfall viel ab.

2. Wann ist der richtige Zeitpunkt für einen E-Check?


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Andreas Habermehl, Geschäftsführer Technik und Berufsbildung im Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH), Bild: ArGe Medien im ZVEH