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+++ News +++ IIoT-Studie
Digitale Transformation: Entscheider setzen auf IIoT

IIoT zählt für die Unternehmen zu den wichtigen Treibern für Transformationsprozesse. 49 % der Befragten setzen bereits auf IIoT, 65 % der Nicht-Nutzer planen deren Einführung. Die aktuelle Herausforderung dabei: Mehr Mut in der Weiterentwicklung von Geschäftsmodellen und Mitarbeiterqualifizierungen.

(Bild: relayr)

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Drei Viertel der Entscheider deutscher Industrieunternehmen sehen ihren Markt im Prozess der digitalen Transformation. Die Hälfte der Unternehmen setzt dabei bereits auf den Einsatz von Industrial IoT – mit großer Zufriedenheit. Zu diesen Ergebnissen kommt die heute veröffentlichte Studie des IIoT-Unternehmens relayr. Die Umfrage von 200 Entscheidern der fertigenden Industrie in Deutschland wurde im Sommer 2020 von dem Marktforschungsunternehmen forsa durchgeführt. Die Studie „Industrial IoT in Deutschland: Transformation und Technologieeinsatz bei industriellen Unternehmen aus Entscheiderperspektive“ stellt den Status Quo der digitalen Transformation und den aktuellen sowie langfristigen Einsatz von IIoT in Industrieunternehmen in den Fokus.

Deutsche Industrieunternehmen befinden sich in der digitalen Transformation

Die Ergebnisse zeigen: der Großteil deutscher Industrieunternehmen (77 %) beobachtet einen Transformationsprozess innerhalb ihres jeweiligen Marktes. Auf ihr eigenes Unternehmen bezogen, geben sogar 94 % der Entscheider an, sich in einem Prozess der digitalen Transformation zu befinden. Die meisten Unternehmen verorten sich momentan in der „Phase der Maßnahmenplanung“ (27 %) und in der „Phase der Erprobung, des praktischen Ausprobierens von Maßnahmen und Überprüfen der Wirksamkeit“ (34 %).

IIoT als wichtigster Treiber für Transformationsprozesse
Künstliche Intelligenz, Blockchain und Big Data gelten neben IIoT als die drei prägendsten Schlüsseltechnologien in der Industrie. IIoT wird von 60 % der Unternehmen als „wichtig“ bis „sehr wichtig“ eingeschätzt und setzt sich somit gegen Big Data-Technologien (46 %) und Künstliche Intelligenz (36 %) durch. Blockchain-Technologien werden im Vergleich nur von 10 % der Industrieunternehmen als „wichtig“ bis „sehr wichtig“ bewertet.

Die Hälfte der deutschen Unternehmen setzt bereits auf IIoT
Zum Zeitpunkt der Befragung nutzten 49 % der Unternehmen IIoT-Technologien. Die meisten Unternehmen setzen die Technologie seit ein bis zwei Jahren (35 %) oder drei bis fünf Jahren (39 %) ein. Als Hauptgründe für den Einsatz von IIoT werden wesentliche Aspekte wie Prozessoptimierung (24 %), Effizienz (18 %) sowie Anforderungen des Auftraggebers oder Marktes (17 %) oder auch Modernisierung (15 %) benannt. Das Ziel der Prozessoptimierung und Effizienzsteigerung spiegelt sich auch im meistgenannten Anwendungsgebiet von IIoT wider: 84 % der Unternehmen nutzen IIoT, um an ihren Maschinen oder Anlagen Datenanalysen anhand von Sensordaten vorzunehmen. Von den Nicht-Nutzern planen ganze 65 % IIoT in Zukunft einzuführen. Ihre Hauptmotivation, IIoT neu zu implementieren, besteht in der Verbesserung betrieblicher Abläufe (87 %) sowie der Erhöhung der Qualität (79 %). Von denjenigen, die in der Zukunft keinen IIoT-Einsatz planen, würden 75 % der Befragten bei einer Absicherung der Verbesserung ihrer Geschäftsergebnisse ihre Meinung ändern und IIoT einführen.

IIoT überzeugt die deutsche Industrie
Insgesamt zeichnet sich eine sehr positive Haltung gegenüber IIoT-Lösungen ab. Ganze 79 % der Befragten bewerten den Nutzen von IIoT für ihr Unternehmen als „positiv“, während 16 % ihn als „neutral“ ansehen. Keines der Unternehmen zieht ein negatives Fazit. Mit den heutigen Erfahrungswerten würden 93 % ihre Entscheidung für IIoT sogar wiederholen. Ein Großteil der Unternehmen (74 %) plant bereits weitere IIoT-Projekte – Ein deutliches Zeichen für die Wirksamkeit von IIoT und den Willen zur Innovation seitens deutscher Industrieunternehmen.

Herausforderungen in der digitalen Transformation: Fachkräftemangel bleibt Kernthema

Auch wenn die Ergebnisse der Studie eine sehr positive Sprache sprechen, stehen deutsche Industrieunternehmen in ihrem digitalen Transformationsprozess ebenso vor Herausforderungen. „Mangel an Mitarbeitern mit digitalem Fachwissen“ (63 %), „veraltete/unpassende Datenarchitektur“ (60 %), „notwendige strategische Investitionen“ (59 %) werden hier von den Entscheidern am häufigsten genannt. Der Faktor Fachkräftemangel zeigt sich auch bei der konkreten Umsetzung von IIoT-Projekten als größtes Hindernis. „Mangel an spezialisiertem Know-how rund um IIoT“ und der „Mangel an qualifiziertem Personal“ stellt für 55 % der Befragten ein Problem dar. Abhilfe verschaffen sich die Unternehmen durch Expertise von außen. Drei Viertel der Befragten haben bei der Einführung und Umsetzung von IIoT-Technologien auf die Zusammenarbeit mit externen Partnern gesetzt.

Potential von IIoT zur Weiterentwicklung des Geschäftsmodells wird noch kaum genutzt
IIoT bietet bekanntermaßen nicht nur das Potential, Prozesse zu optimieren und Ausfallzeiten zu verringern. Die Technologie kann gleichfalls dazu dienen, das bestehende Geschäftsmodell von Unternehmen zu erweitern oder ganz neue Geschäftsmodelle zu entwickeln. Hier sind die Reaktionen der Befragten allerdings zwiegespalten. Zum Zeitpunkt der Befragung hatten 17 % der Befragten ihr Geschäftsmodell im Zuge der IIoT-Einführung bereits geändert, 38 % können sich dies zumindest für die Zukunft vorstellen. Aber auch ganze 44 % halten dies für keine Option.

Josef Brunner, CEO von relayr: „Die Ergebnisse sind in meinen Augen an vielen Stellen sehr erfreulich: So zeigen die Antworten eindeutig, dass IIoT als die Schlüsseltechnologie für die deutsche Industrie gesehen wird. Ihr Einsatz wird von den Unternehmen durchgängig positiv wahrgenommen. IIoT ist völlig zu Recht in der Mitte der deutschen Wirtschaft und Industrie angekommen. Doch es zeigt sich auch eine gewisse Zögerlichkeit der Unternehmen gegenüber umfassender Veränderung in der Weiterentwicklung traditioneller Geschäftsmodelle im Zuge der digitalen Transformation. Hier besteht noch viel ungenutztes Potential. Wir sind froh, als Partner für die Industrie dazu beizutragen, dieses Potential in Zukunft zu nutzen.“

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