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Aus dem Facharchiv: Normen und Vorschriften
Antriebstechnik: DIN VDE 0530-30-2 2019-02 (VDE 0530-30-2)

Diese technische Spezifikation wurde mit der Absicht geschaffen, Wirkungsgradklassen für elektrische Motoren mit variabler Drehzahl weltweit zu harmonisieren.

Antriebstechnik: DIN VDE 0530-30-2 2019-02 (VDE 0530-30-2)

Moderne Antriebstechnik (Symbolbild: LVDESIGN/stock.adobe.com)

Drehende elektrische Maschinen – Teil 30-2: Wirkungsgrad-Klassifizierung von Wechselstrommotoren mit variabler Drehzahl (IE-Code)

Diese Technische Spezifikation behandelt alle Arten von elektrischen Niederspannungs-Wechselstrommotoren, die für den Betrieb mit variabler Drehzahl in ihrem Drehzahlbereich mit konstantem magnetischem Fluss (Grunddrehzahlbereich) ausgelegt sind. Ein elektronischer Frequenzumrichter stellt die variable Spannung mit variabler Frequenz bereit.

Anmerkung: Zum gegenwärtigen Zeitpunkt umfasst die Norm IEC 60034-2-3, die diesem Dokument zugrunde liegt, bisher nur Induktionsmotoren. Das entsprechende Verfahren zur Messung der aufgenommenen und abgegebenen Leistung (Verfahren 3-C) ist nichtsdestotrotz auf sämtliche Bauarten von Wechselstrommotoren mit variabler Drehzahl anwendbar. Künftige Ausgaben von IEC TS 60034-2-3 werden einen erweiterten Anwendungsbereich haben und Prüfverfahren für Synchronmaschinen enthalten.

Die vorliegende Technische Spezifikation betrifft die Wirkungsgrad-Klassifizierung von Wechselstrommotoren, die für variable Spannung und Frequenz ausgelegt sind, und zwar Induktionsmotoren und Synchronmotoren, die von IEC 60034-30-1 nicht abgedeckt werden. Sie ist mit der zukünftigen Norm IEC 61800-9-2 harmonisiert, in der die IE-Klassifizierungen von Frequenzumrichtern (vollständiges Antriebsmodul – en: complete drive module = CDM) und die IES-Klassifizierungen von Leistungsantriebssystemen (en: power drive systems = PDS) definiert werden.

Ein effizienter Motor allein sorgt nicht automatisch für ein effizientes PDS. Die Anwender sollten die Wirkungsgradklasse anhand der Anforderungen der Anwendung in Abhängigkeit von den tatsächlichen Last/Drehzahl-Betriebspunkten und der zugehörigen Betriebszeit auswählen.

Es ist möglicherweise nicht sehr energieeffizient, für Aussetz- oder Kurzzeitbetrieb oder Teillastanwendungen S1-Motoren mit hoher Wirkungsgradklasse zu wählen. Die Anwendung des erweiterten Produktansatzes (en: Extended Product Approach – EPA), wie in der zukünftigen Normenreihe IEC 61800-9 beschrieben, wird den applikativen Sektoren bei der Festlegung des energieeffizienten Betriebsverhaltens von motorisch angetriebenen Betriebsmitteln und Teilen helfen.

Es wird nicht davon ausgegangen, dass alle Hersteller Motoren für alle Wirkungsgradklassen oder für alle Bemessungsleistungen einer Klasse produzieren. Die IE-Codes sind nicht auf Motoren beschränkt, sondern können zukünftig dazu angewendet werden, weitere Komponenten wie Frequenzumrichter oder Getriebe zu klassifizieren. Es wird jedoch erwartet, dass andere Komponenten mit einem vergleichbaren System bemessen werden. Die Einteilung erfolgt von Klasse IE1 für einen niedrigen Wirkungsgrad bis zur Klasse IE5 für den höchsten Wirkungsgrad.

Der Artikel ist in unserem Facharchiv nachzulesen.

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