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Elektrotechnik | Schutzmaßnahmen

USV für medizinische Einrichtungen

ep5/2005, 3 Seiten

Ein Kunde wünscht die Versorgung von zwei getrennten Stromkreisen über eine Unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV). Ein Stromkreis soll den Netzwerkserver versorgen, der andere ein medizinisch technisches Gerät. Die USV kann nicht in der Nähe der Verbraucher, sondern soll im Versorgungsraum positioniert werden. Die beiden Stromkreise sind über LS-Schalter in der Unterverteilung geschützt. Die USV könnte nun über eben diese LS-Schalter die Verbraucher über Schutzkontaktsteckdosen versorgen. Ist das Betreiben einer USV-Anlage im TTSystem ohne weiteres zulässig? Wie verhält sich eine USV, wenn im nachgeschalteten Stromkreis durch einen Fehler der FI-Schutzschalter (RCD) ausgelöst wird? Der Stromkreis soll ja bei Netzausfall versorgt werden. Im Fehlerfall muss aber abgeschaltet werden. Dürfen Steckdosen hinter der USV installiert werden? Wie wären die entsprechenden Steckdosen zu Kennzeichnen, sodass erkennbar ist, es handelt sich um solche mit netzunabhängiger Spannungsversorgung? Kann der Ausgang einer USV wieder in die Unterverteilung eingeführt werden, um die vorhandenen Installationen nutzen zu können? Laut Auskunft sollte das Gerät bei Netzausfall mindestens 15 Minuten weiter versorgt werden, um begonnene Maßnahmen sicher abschließen zu können. Gibt es, unabhängig von der Anwendungsgruppe, in der Norm Vorgaben zu "Mindestversorgungszeiten" für medizinisch technische Geräte, die in den Körper eingeführt werden? Eine Lebensgefahr würde hier bei Netzausfall nicht bestehen, die begonnene Maßnahme könnte auch später weitergeführt werden, was aber unangenehm sein kann.


   

Autor
  • T. Flügel
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