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Elektrotechnik | Kabel und Leitungen

Unzulässig ausgeführte Herdzuleitung

ep8/2009, 2 Seiten

Beim Anschließen eines Elektroherds fand ich die nachfolgend beschriebene Elektroanlage vor, die vermutlich erst vor kurzer Zeit neu installiert wurde: • Wechselstromzähler im Keller (vermutlich mit Absicherung des Wohnungsverteilers mit 35 A), • Wohnungsverteiler mit Fehlerstrom-Schutzeinrichtung (RCD) 25 A/0,03 s, 2-polig, • Abgang vom Wohnungsverteiler auf sieben B-Automaten (davon ein Automat mit 25 A für den Herd). Die Herdzuleitung wurde mit 5 x 1,5 mm2 ausgeführt. Dabei wurden die schwarze und braune Ader zusammengedrillt und als Phase L1 auf den B-Automat 25 A aufgeklemmt. Die graue und blaue Ader wurden auf die Nulleiterschiene aufgeklemmt und die gelb-grüne Ader auf die PE-Schiene. An der Herd-Anschlussdose wurden die schwarze und braune Ader erneut zusammengedrillt, ebenso die graue und die blaue Ader. Nun sollte der Herd mit einem dreipoligen Herd-Anschlusskabel an die beschriebene Dose montiert werden. Dies verweigerte ich und wies darauf hin, dass es nicht zulässig sei, zwei Leitungen mit 1,5 mm2 zusammenzudrillen und dadurch theoretisch einen Querschnitt von 3 mm2 herzustellen und dies mit 25 A abzusichern. Wo kann ich entsprechende Festlegungen finden, die belegen, dass diese Installation nicht zulässig ist?


   

Autor
  • H. Senkbeil
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